Brun(o) I. von Sachsen (* 925; † 11. Oktober 965 in Reims) war von 953 bis 965 Erzbischof von Köln.
Bereits in jungen Jahren wurde er für den geistlichen Stand ausgewählt und dem Bischof Balderich von Utrecht übergeben. Er besuchte die Domschule in Utrecht, bis er 939 von seinem Bruder Otto I. an den Königshof berufen wurde. Hier konnte er seine Ausbildung unter den Bischöfen Israel und Rather von Verona abschließen. Bruno galt als einer der gebildetsten Männer des Reiches seiner Zeit. 940 bis 953 übte er das wichtige Amt des Kanzlers am Hof seines Bruders aus. 951 wurde er von seinem Bruder zum Erzkaplan erhoben.
953 wurde er zum Erzbischof von Köln gewählt. Anfang September 953 wurde er dann von seinem Bruder Otto I. zum Herzog von Lothringen ernannt und 954 übernahm er die Vormundschaft für Lothar von Frankreich, den Sohn seiner Schwester Gerberga und 956 die Vormundschaft für Hugo Capet, den Sohn seiner Schwester Hadwig von Franzien. Am 26. Mai 961 salbte er seinen Neffen Otto II. in Aachen zum römisch-deutschen König. Während der anschließenden Abwesenheit Ottos I. kümmerte er sich zusammen mit Erzbischof Wilhelm von Mainz um den Jungen und das Reich.
Bruno verstarb auf einer diplomatischen Mission am 11. Oktober 965 in Reims. Er wurde seinem eigenen Wunsch entsprechend in dem von ihm gegründeten Kloster St. Pantaleon in Köln beigesetzt.
Römisch-katholischer Bischof (10. Jh.) | Herzog (Lothringen) | Kölner Priester Liudolfinger | Geboren 925 | Gestorben 965
Bruno I, Archbishop of Cologne | Brunon de Cologne | Bruno de Grote
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