Friedrich Bruno Hildebrand (* 6. März 1812 in Naumburg (Saale); † 29. Januar 1878 in Jena) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Politiker.
1846 wurde Hildebrand wegen eines in der deutschen Londoner Zeitung veröffentlichten Artikels der Majestätsbeleidigung angeklagt und suspendiert. Seine Freisprechung erfolgte erst Anfang 1848.
1848 war er Delegierter im Vorparlament. Vom 18. Mai 1848 bis zum Ende des Rumpfparlaments am 18. Juni 1849 vertrat Hildebrand den Wahlkreis Marburg in der Frankfurter Nationalversammlung, wo er unter anderem im volkswirtschaftlichen Ausschuss und im Ausschuss für Schul- und Kirchenangelegenheiten vertreten war. Von 1849 bis 1850 vertrat er Bockenheim im kurhessischen Landtag. Dem wieder zur Macht gelangten Minister Hassenpflug trat er auf das entschiedenste entgegen und bewirkte durch seinen Antrag die Verweigerung des von jenem begehrten Finanzzuschusses, welche die Auflösung der Ständeversammlung zur Folge hatte.
Von 1851 bis 1856 lehrte Hildebrand an der Zürcher Hochschule; dann nach Bern berufen, gründete er dort das erste Statistische Bureau der Schweiz und folgte 1861 dem Ruf als Professor der Staatswissenschaften und Direktor des Statistischen Büreaus der thüringischen Staaten nach Jena, wo er u. a. Lehrer Hans von Scheels wurde und er Ende Januar 1878 starb.
Mann | Deutscher | Ökonom (19. Jh.) | Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung | Geboren 1812 | Gestorben 1878
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