Bruni Löbel, eigentlich Brunhilde Melitta Hagen, geb. Löbel (* 20. Dezember 1920 in Chemnitz) ist eine deutsche Bühnen- und Filmschauspielerin.
Mit Paul Klinger und Paul Wegener an der Seite gelang ihr der Durchbruch in dem von Boleslaw Barlog gedrehten Film Wenn die Sonne wieder scheint (1943). Nach Ende des Krieges ging Bruni Löbel zunächst auf Tournee mit Margot Hielscher und Heinz Rühmann in zahlreichen deutschen Städten und Theatern. 1958 blieb sie dann in München und agierte hauptsächlich an der Kleinen Komödie, den Münchener Kammerspielen und dem Residenztheater. Auch in Hamburg, Düsseldorf und Wien sah man sie spielen.
Mehr als 40 Filmrollen, darunter auch drei in amerikanischen Produktionen ("The Big Lift", „Born to sing“ und "Special Delivery") nahm sie ab den 1950er Jahren wahr. Bruni Löbel wurde auch immer mehr zur gefragten Fernsehschauspielerin und erhielt Hauptrollen in Fernsehspielen und Serien, so ab 1989 in "Forsthaus Falkenau" und zuvor im Vorabendprogramm in Ich heirate eine Familie. Aber sie blieb der Theaterbühne treu. So spielte sie noch 2003 die Tante Abby in Arsen und Spitzenhäubchen in der Komödie im Bayrischen Hof in München.
Bruni Löbel war zweimal verheiratet. Sie hat einen Sohn aus erster Ehe mit dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Mit dem Schauspieler und Synchronsprecher Holger Hagen war sie bis zu dessen Tod 1996 verheiratet und spielte mit ihm auch in mehreren Fernsehspielen, darunter auch im Traumschiff. Bruni Löbel lebt in einem alten Bauernhaus in Oberbayern.
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