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Elsbruch Saarmund.JPGer Elsbruch]] Bruchwald Lingener Forst.JPG | Birkenbruchwald.jpg Bruchwälder (Bruch für sumpfiges Gebiet), auch Moorwälder genannt, entwickeln sich als natürliche azonale Waldgesellschaft auf Böden, in denen das Grundwasser dauernd nahe der Oberfläche steht und nur ausnahmsweise mehr als 1 m schwankt. Der "echte Bruchwald" stockt in der Regel auf mindestens 10-20 cm Bruchwaldtorf, Seggentorfen und zum Teil anmoorigen Gleyen bzw. Nassgleyen.

Artenzusammensetzung und Untergesellschaften


Erlenbruchwälder zeichnen sich durch die Dominanz der Schwarzerle (Alnus glutinosa) und das Fehlen oder fast völlige Fehlen anderer bezeichnender Baumarten aus. In der Krautschicht von Bruchwäldern findet sich ein hoher Anteil an Niedermoor-, Röhricht- und Großseggenarten. Die Schwarzerle kann die hohe Feuchtigkeit und dank ihrer Adventivwurzeln auch schwankende Wasserstände vergleichsweise gut verkraften.

Die Differenzierung in Untergesellschaften ist trophiebedingt. Es werden der Iris-Erlenbruchwald, der Schaumkraut-Erlenbruchwald, der Typischer Erlenbruchwald, sowie der Moorbirken-Erlenbruchwald unterschieden. Nach Entwässerung finden sich je nach Untergesellschaft brombeer-, farn- oder brennnesselreiche Degenerationsstadien des Erlenbruchwaldes

Anders als der Erlenbruchwald, der zumeist auf nährstoffreichen Standorten anzutreffen ist, findet sich der Birkenbruchwald als lichter Birkenwald auf nährstoffarmen Torfböden am Rande von Hoch- und Zwischenmooren sowie an dystrophen Gewässern im nass-oligotrophen Bereich. Übergänge zwischen beiden Bruchwaldtypen werden als Birken-Erlen-Bruchwald bezeichnet.

Verbreitung


Der Erlenbruchwald hat Verbreitungsschwerpunkte im planaren bis submontanen Bereich.

siehe auch:

Gefährdung


Entwässerungskanal_Siethener_Elsburch_106.JPG Gefährdet sind Erlenbruchwälder insbesondere durch Entwässerung, intensive forstwirtschaftliche Nutzung und Aufforstung mit biotopfremden Baumarten. Eutrophierung ist als weitere Gefährdungsursache insbesondere der nährstoffarmen Untergesellschaften anzusehen.

Sonstiges


Insbesondere in Brandenburg werden die noch erhaltenen Erlenbrüche auch als Elsbruch bezeichnet. Els ist der niederdeutsche Ausdruck für Erle.

Biotop | Wald

 

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