Der Bruchtest ist in der Kampfkunst das Zerschlagen von Brettern oder andern Materialien mit der Hand oder dem Körper. Er ist oft ein Prüfungsinhalt und es bedarf im Allgemeinen keines speziellen Trainings für den Bruchtest. Vielmehr resultiert die Fähigkeit zur Durchführung eines Bruchtest aus dem normalen Training.
Beim Bruchtest wird überprüft, ob man erlernte Techniken und alle damit verbundenen Faktoren richtig umsetzen kann.
Die physikalische Grundlage ist hierbei die Massenträgheit des Gegenstandes, mit dem der Bruchtest durchgeführt wird. Die Trägheit ist der Widerstand, den eine Masse der Beschleunigung entgegensetzt. Die Trägheit wurde durch Isaac Newton in seinem ersten Newtonschen Axiom postuliert und im zweiten Bewegungsgesetz mit F = m ·a quantifiziert. Also sollte bei einem Bruchtest immer vorrangig sein, mittels seiner Techniken auf direktem Weg die höchstmögliche kinetische Energie freizusetzen, um eine Schlagkraft zu erzeugen, die das Material zerstören kann. Natürlich muss das Ziel der zu erprobenden Technik der schwächste Punkt des Materials sein. Denn hier sollte – in dem Augenblick, in dem die jeweilige Technik ihre maximale Kraft erreicht – die volle Kraftentfaltung stattfinden. Bei elastischen Stoffen wie Holz oder den oft verwendeten zusammensteckbaren Kunststoffplatten befindet sich dieser Punkt quasi hinter dem Material, weil es zunächst um einiges nachgibt, es biegt sich durch. Die verwendete Technik muss das Material sozusagen erst durchdringen. Nicht elastische Stoffe wie Gasbeton und Dachziegel brechen hingegen schon früher.
Dank neuester Messmethoden ist man in der Lage, die Wirkung einer Atemitechnik in einem Bruchtest auch zu messen.
Meistens werden Bretter aus Fichtenholz mit den Maßen 30 x 30 cm verwendet. Die Brettstärken variieren je nach Alter und Können der jeweiligen Probanden.
Es gibt zwar diverse Haltevorrichtungen, meistens jedoch werden die Materialien von Helfern gehalten. Hier sollte man im Vorfeld mit den Helfern seine Technik und alle relevanten Punkte, die zu beachten sind, besprechen (z. B. nicht wackeln, Gesicht abwenden usw.).
Oft werden auch Geschwindigkeits-Bruchtests vorgeführt. Hierbei ist es üblich, das Material frei hinzustellen oder sogar hochzuwerfen.
Beim Werfen muss auf die einwandfreie Flugbahn des Objektes geachtet werden, denn ein umhertrudelndes Objekt würde nicht nur den Bruchtest misslingen lassen, sondern es besteht zudem eine enorme Verletzungsgefahr für alle Anwesenden.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Bruchtest".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world