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Bezirk Broye
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Basisdaten
Kanton: Freiburg
Verwaltungssitz: Estavayer-le-Lac
Fläche: 173.88 km²
Einwohner: 22'798 (2004)
Bevölkerungsdichte: 131 Einw./km²
Website: Préfecture de la Broye
Karte_Bezirk_Broye.png | Karte Gemeinden des Bezirks Broye 2006.png Der Broyebezirk ist einer der sieben Bezirke des Kantons Freiburg in der Schweiz. Der Bezirk wurde durch die kantonale Verfassung, die sich der Kanton Freiburg am 19. März 1848 gegeben hat, gegründet.

Deutsch: Broyebezirk; Französisch: District de la Broye.

Geografie


Der Broyebezirk ist eine stark zersplitterte Region, die in der Waadtländische Broye eingebettet ist. Er besteht aus einem Zipfel am Saanebezirk angegliedert und aus drei Exklaven in der Waadt: Estavayer-le-Lac, Surpierre und Vuissens. Tours, eine vierte sehr kleine Exklave, zur Gemeinde Montagny gehörend, kommt noch hinzu.

Bevölkerung


Sprachen

Französisch ist die Hauptsprache in der Broye.

Sprache Anteil (1990) Anteil (2000)
Französisch 85.8 % 87.8 %
Deutsch 6.5 % 6.3 %
Italienisch 1.2 % 0.8 %
Übrige 6.5 % 5.1 %

Eine sehr kleine Minderheit spricht noch das Patois broyard (broyao). Statistiken der Volkszählung aus dem Jahre 1990 geben 169 Personen an.

Religionen - Konfessionen

Konfession Anteil (1990) Anteil (2000)
Römisch-katholisch 80.1 % 69.7 %
Protestantisch 13.7 % 15.3 %
Übrige oder ohne Konfession 6.2 % 15 %

Regierung


Estavayer-le-Lac (dt. Stäffis am See) mit 4656 Einwohner ist Hauptort und Verwaltungssitz des Bezirkes. Im Château de Chenaux befindet sich das Oberamt, das für die Erteilung von Bewilligungen (Bau, Jagd, Fischerei, Veranstaltungen, usw.) zuständig ist.

Wirtschaft


Der Dienstleistungssektor beschäftigt mit einem Anteil von mehr als 40 % die meisten Arbeitnehmer. Mit je ca 30 % teilen sich die Landwirtschaft und die Industrie (insbesondere Baugewerbe, Tabak, Elektrotechnik und Elektronik) den Rest.

Geschichte


Ein Einbaum aus der Mittleren Steinzeit (ca 6'200 v. Chr) gefunden in Estavayer-le-lac, bezeugt die frühe Besiedlung des Gebietes. Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit in Portalban lassen den Schluss zu, dass der Mensch in der Region rasch sesshaft wurde.

Aus der Bronze- und Steinzeit wurden in Cheyres, Font, Estavayer-le-Lac, Autavaux, Gletterens und Portalban Fabrikationszentren für Schmuckgegenständen, Waffen (Äxte, Schwerter), Weberei und Töpferei gefunden.

Keltische und römische Funde sind ebenfalls zahlreich. Der Flurname Broye ist keltisch: Broye = brogia (Landwasser).

Ab 500 nach Chr. wurde die Christianisierung im ganzen Gebiet bemerkbar. Zu den ersten Kirchen gehören zum Beispiel Domdidier, Dompierre-le-Grand, Dompierre-le-Petit und Tours.

Die Lehnsherrschaft breitet sich ab dem Jahr 1000 aus. Es ist der Beginn der Burgenbauten. Mehrere Schlösser und Ruinen zeugen aus dieser Zeit. Nach den Burgunderkriege nimmt der Einfluss Freiburgs zu. Im Jahre 1536 zerfällt die Broye in mehreren Stücke. Durch die Reformation bilden sich katholische Exklaven inmitten der waadtländischen Broye.

Ab dem 16. Jahrhundert wird das politische Geschehen von einigen sehr mächtigen Familien geleitet (Patriziat). Diese Macht zerfällt durch die französische Invasion Anfang 19. Jahrhundert.

Nach dem Sonderbundskrieg (1847) gibt sich der Kanton Freiburg eine neue Verfassung. Die Broye wird zu einem der sieben Bezirke und ist es in dieser Form bis heute geblieben. Am 19. März 1848 wurde die neue Verfassung des Kantons Freiburg in Kraft gesetzt. Dies ist auch die Geburtsstunde des Broyebezirk.

Gemeinden und Orte


Gemeinden

Zum Broyebezirk gehören 31 Gemeinden:

Name der Gemeinde Einwohner
(1. Jan. 2004)
Fläche in km²
Bussy (FR) 275 3.60
Châbles 536 4.80
Châtillon (FR) 295 1.30
Cheiry 328 6.49
Cheyres 840 5.16
Cugy (FR) 1175 9.91
Delley-Portalban 739 7.22
Domdidier 2288 8.96
Dompierre (FR) 657 4.45
Estavayer-le-Lac 4650 6.41
Fétigny 684 4.08
Font 271 2.52
Gletterens 631 3.02
Léchelles 552 8.75
Les Montets 1180 10.35
Lully (FR) 716 5.44
Ménières 290 4.33
Montagny (FR) 1903 17.52
Morens (FR) 148 2.58
Murist 438 8.20
Nuvilly 314 3.97
Prévondavaux 67 1.80
Rueyres-les-Prés 245 3.18
Russy 208 3.72
Saint-Aubin (FR) 1300 7.90
Sévaz 168 2.46
Surpierre 303 4.77
Vallon 297 3.51
Vernay 884 8.32
Villeneuve (FR) 258 3.54
Vuissens 158 5.62

Gemeindefusionen

Der Kanton Freiburg unterstützt mit Hilfe eines Fonds die Fusionen. Seit 1999 haben diese stark zugenommen.

Gemeindefusionen seit 1831:

Inkrafttreten (Datum) Alte Gemeinden Neue Gemeinde
1831 / 18531 Mannens + Grandsivaz Mannens / Mannens-Grandsivaz
1. Januar 1970 La Vounaise + Murist Murist
1. Januar 1981 Montborget + Murist Murist
1. Januar 1991 Les Friques + Saint-Aubin (FR) Saint-Aubin (FR)
1. Januar 1992 Franex + Murist Murist
1. Januar 2000 Montagny-la-Ville + Montagny-les-Monts Montagny (FR)
1. Januar 2004 Mannens-Grandsivaz + Montagny (FR) Montagny (FR)
1. Januar 2004 Aumont FR + Frasses + Granges-de-Vesin + Montet (Broye) Les Montets
1. Januar 2005 Delley + Portalban Delley-Portalban
1. Januar 2005 Chapelle (Broye) + Cheiry Cheiry
1. Januar 2005 Cugy (FR) + Vesin Cugy (FR)
1. Januar 2005 Praratoud + Surpierre Surpierre
1. Januar 2006 Autavaux + Forel (FR) + Montbrelloz Vernay
1. Januar 2006 Bollion + Lully (FR) + Seiry Lully (FR)
11831 haben Mannens und Grandsivaz zu Mannens fusioniert. 1853 wurde der Name zu Mannens-Grandsivaz geändert.

Bild:Karte Gemeinden des Bezirks Broye 1999.png|Gemeinden bis 1999 Bild:Karte Gemeinden des Bezirks Broye 2003.png|Gemeinden bis 2003 Bild:Karte Gemeinden des Bezirks Broye 2004.png|Gemeinden bis 2004 Bild:Karte Gemeinden des Bezirks Broye 2005.png|Gemeinden bis 2005

Bücher


  • Le district de la Broye fribourgeoise a 150 ans (1848-1998), Imprimerie Butty, Estavayer-le-Lac
  • Freiburg ein Kanton und seine Geschichte, 1991

Weblinks


Schweizer Bezirk

District de la Broye | Broye (distretto) | Broye (Zwitserland) | Broye (distrikt, CH-FR)

 

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