Brownsche_Bruecken.png Brownsche Brücken mit Zeithorizont 1. Als Konfidenzintervall ist grau die doppelte Standardabweichung (Ellipse) mit angegeben]] Eine Brownsche Brücke ist ein spezieller stochastischer Prozess, der aus dem Wiener-Prozess (auch "Brownsche Bewegung" genannt) hervorgeht. Im Gegensatz zu diesem hat sie aber einen endlichen Zeithorizont mit einem deterministischen (also nicht zufälligen) Endwert, der im Normalfall gleich dem Startwert ist. Die Brownsche Brücke wird zur Modellierung von zufälligen Entwicklungen in Daten verwendet, deren Wert aber zu zwei Zeitpunkten bekannt ist.
Sei ein Standard-Wiener-Prozess und ein fest gewählter Zeitpunkt. Dann heißt der Prozess
Brownsche Brücke der Länge T. Der einzige Unterschied besteht also darin, dass darauf bedingt wird, dass W zum Zeitpunkt T wieder zur Null zurückkehrt. Also ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung von B zu jedem Zeitpunkt t gegeben durch die bedingte Wahrscheinlichkeit
Insbesondere gilt natürlich . Daher auch der Name des Prozesses: Es wird eine Brücke zwischen 0 und T geschlagen, wo man dann wieder "festen Boden unter den Füßen" hat.
Einige fundamentale Eigenschaften des Wiener-Prozesses bleiben beim Übergang zur Brownschen Brücke erhalten, andere jedoch gehen verloren:
Zur Simulation einer Brownschen Brücke stehen einem prinzipiell die selben Möglichkeiten zur Verfügung wie beim Wiener-Prozess, denn aus einem Wiener-Prozess lässt sich durch eine Brownsche Brücke mit Zeithorizont T gewinnen. Man kann also einfach eine Brownsche Bewegung bis zum Zeitpunkt T simulieren und dann mit obiger Transformation in eine Brownsche Brücke umwandeln.
Es bestehen aber noch andere Möglichkeiten: wird die Brownsche Bewegung mittels einer dyadischen Zerlegung (verwirrenderweise wird diese Methode oft ebenfalls als Brownsche Brücke bezeichnet) oder Spektralzerlegung erzeugt, so kann man dort einfach den ersten Schritt weglassen, der den Endpunkt bestimmt, und erhält dann automatisch eine Brownsche Brücke. Im falle der Spektralzerlegung würde die Darstellung also
Interessanterweise hat also keinen Einfluss auf den Erwartungswert und c keinen auf die Kovarianz. Ein eventueller Drift in der Brownschen Bewegung würde die Verteilung des Prozesses überhaupt nicht beeinflussen.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Brownsche Brücke".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world