Im Mai 1954 wurde in Topeka, Kansas der Fall Brown v. Board of Education vor Gericht verhandelt. Es ging um eine Frage der Rassentrennung, und gilt als eine Grundsatzentscheidung in der Geschichte der Vereinigten Staaten.
Den Namen hat dieser Fall von der damals neunjährigen Linda Brown, die eine Grundschule besuchte, die lediglich für den Besuch durch dunkelhäutige Kinder vorgesehen und sehr weit von ihrem Wohnort entfernt war. Ihre Eltern waren der Meinung, dass ihre Tochter das Recht haben sollte, zu einer "weißen" Schule zu gehen, die zudem näher an ihrem zu Hause läge.
Das örtliche Schulamt (engl. Board of Education) verweigerte dies, weil sie schwarz war, woraufhin sich der Vater von Linda Brown an das Gericht wandte. Schließlich erreichte der Fall den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Die Richter dieses Gerichts entschieden einstimmig, dass nach Rassen getrennte Schulen ungerecht gegenüber schwarzen Schülern wären und der Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft nichts zu suchen hätte. Linda Brown wurde schließlich erlaubt, die Schule zu wechseln.
Dieser Fall war entscheidend für den Kampf der Schwarzen gegen die Rassentrennung, galt er doch als Aufhebung der "Separate but equal" Doktrin (dt.: "getrennt aber gleich"), die 1896 durch das Urteil im Fall Plessy v. Ferguson etabliert worden war. Zudem ist er einer der Auslöser der sogenannte "Civil Rights" Bewegung.
Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten
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