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Wappen Karte
Brno (znak).svg Map_cz_Brno_kroton.svg
Basisdaten
Kraj: Südmährische Region
Geografische Lage:
Höhe: 190-425 m ü. NN
Fläche: 230 km²
Einwohner: 367 396 (1. April 2005)
Bevölkerungsdichte: 1683 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 620xx
Kfz-Kennzeichen: xBx
Stadtgliederung: 29 Stadtbezirke
Website: www.brno.cz
Brno.jpg Brünn (tschechisch Brno) ist die zweitgrößte Stadt Tschechiens und Hauptstadt der Südmährischen Region (Jihomoravský kraj) und gleichzeitig auch des Brünner Bezirks (okres). Es ist schon seit dem 17. Jahrhundert Zentrum des historischen Mähren und ist Universitätsstadt und Sitz des tschechischen Verfassungsgerichtes.

Geographie


Brünn liegt am südöstlichen Rand der Böhmisch-Mährischen Höhe. Durch die Stadt fließen die Flüsschen Svratka und die von der Stadt Svitavy kommende Svitava, die an der südlichen Stadtgrenze in die Svratka mündet. An der nordöstlichen Stadtgrenze ist die Svratka zu einem etwa 7 km langen und an der breitesten Stelle etwa 600 m breiten See aufgestaut.

Geschichte


Etwa 1021 wurde die Burg Brünn erbaut und gab später der anliegenden Siedlung den Namen. 1091 findet zum ersten Mal die Siedlung Brünn Erwähnung. 1243 wird schließlich Brünn von Wenzel I. als Stadt gegründet. Vom 13. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 war Brünn in seiner damaligen Ausdehnung eine vorwiegend deutschsprachige Stadt. 1641 löste sie Olmütz als die Hauptstadt von Mähren ab.

Infolge der Hussitenkriege wurde Brünn in den 1420er Jahren zu einer deutschen Sprachinsel in tschechischsprachiger Umgebung. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Brünn 1643 erfolglos von Schweden belagert. 1805 fand vor den Toren der Stadt die Schlacht von Austerlitz statt.

Bald nach dem Ersten Weltkrieg wurden die knapp 55.000 Deutschen in der nun zur Tschechoslowakei gehörenden Stadt durch Eingemeindungen zur Minderheit. Am 31.Mai/1.Juni 1945 kam es in folge der Beneš-Dekrete zum so genannten Brünner Todesmarsch, bei dem fast alle deutschsprachigen Einwohner der Stadt - ca. 25 % der Bevölkerung - unter unmenschlichen Bedingungen zu der etwa 60 Kilometer entfernt liegenden österreichischen Grenze marschieren mussten.

Während des tschechoslowakischen Sozialismus entwickelte sich Brünn zu einer führenden Industriestadt des Landes. Viele Dörfer am Rande der Stadt wurden von riesigen Plattenbausiedlungen buchstäblich verschluckt, um die stets anwachsende Bevölkerungszahl unterzubringen. Heute wird wieder mehr Wert auf den Erhalt und Renovierung der historischen Altstadt gelegt. In der Stadt gibt es ein Tschechisch-deutsches Begegnungszentrum.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Hauptsächlich als öffentliches Verkehrsmittel genutzt wird die Straßenbahn, daneben gibt es auch Bus- und Trolleybuslinien. Der Bahnhof in Brünn ist ein regional wichtiger Knotenpunkt, der aber durch die zentrale Lage in Mitteleuropa auch internationale Bedeutung hat. Direktverbindungen gibt es z. B. nach Hamburg, Berlin, Dresden, Wien, Bratislava, Budapest und Bukarest. Mit dem Bus kann man zu vielen internationalen Destinationen kommen, dazu gibt es halbstündige Verbindungen nach Prag. Der Flughafen liegt etwa 10km südöstlich vom Zentrum bei Tuřany und bietet Flüge u. a. nach München, London, Ostrava und Sharm el Sheikh.

In Brünn ist die international bekannte Waffenschmiede "Ceská Zbrojovka" ansässig.

Bildung

Die 1919 gegründete Masaryk-Universität hat etwa 27.000 Studenten. Daneben gibt es eine Reihe spezialisierter Hochschulen, wovon die Technische Hochschule Brünn international bekannt ist.

Städtepartnerschaften


Sehenswürdigkeiten


Burg Spielberg bei Brno1.JPG | Brünn.jpg
  • Villa Tugendhat
  • Burg Spielberg
  • Brünner Dom (Dom des hl. Petrus und Paulus)
  • Mahenovo divadlo (Altes Theater)
  • Janáčkovo divadlo (Neues Theater - tschechisches Nationaltheater in Brünn
  • Altes Rathaus (stará radnice)
  • Stadtpark Lužánky

In der Umgebung:

Persönlichkeiten


Im Ort geboren

Im Ort wirkten

Im Ort starben

Siehe auch


Liste deutscher Bezeichnungen tschechischer Orte - Liste der Städte in Tschechien

Weblinks


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