Brixen (ital.: Bressanone, ladinisch: Persenon, auch Porsenù; auch bekannt als Brixen am Eisack) ist eine Stadt und Gemeinde im Südtiroler Eisacktal, etwa 40 Kilometer nördlich von Bozen und 45 Kilometer südlich des Brennerpasses (Grenze zwischen Nord- und Südtirol sowie seit 1919 zwischen Österreich und Italien) am Zusammenfluss von Eisack und Rienz gelegen. Die 901 n. Chr. gegründete Stadt (durch Schenkungsurkunde, ausgestellt von Ludwig dem Kind, dem letzten der Karolinger belegt) ist die älteste Gesamttirols, der Hauptort des Eisacktales und heute mit ca. 18.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Südtirols. Sie ist Sitz der Bezirksgemeinschaft Eisacktal.
Jahrhundertelang war Brixen ein weit über die Tiroler Landesgrenzen hinaus einflussreicher Sitz von Fürstbischöfen. Kirchengeschichtlich bedeutsam wurden Bischof Poppo, der 1048 zum Papst gewählt wurde (Damasus II.), Nikolaus von Kues (1450 - 1464) und Georg Golser (1464 - 1488). Heute teilt sich Brixen den Bischofssitz mit der Landeshauptstadt Bozen (Diözese Bozen-Brixen, italienisch Diocesi Bolzano-Bressanone, ladinisch Diozesa Bulsan-Persenon).
Als Außensitz der Freien Universität Bozen (FUB) ist Brixen seit 2001 vollwertige Universitätsstadt. Brixen ist auch Sitz der angesehenen Theologisch-Philosophischen Hochschule (als älteste universitäre Einrichtung des historischen Tirol ist sie älter als die Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck), während die Universität Padua (ital.: Padova) in Brixen eine Außenstelle mit Studentenheim unterhält.
Das Stadtviertel liegt östlich des Eisacks und ist vom Domplatz in ca. 5 Minuten zu erreichen.
Der »Hausberg« von Brixen ist die Plose.
Nicht in der Industriezone sondern an der Hauptstraße im Norden der Stadt befindet sich die erste Druckerei und der ehemalige Rechtssitz der Athesia (seit 2004 in Bozen). Die Athesia beziehungsweise ihre Vorgängerin Tyrolia sind nicht der älteste Verlag der Bischofsstadt. Diesen Titel kann das Verlagshaus A. Weger (ehem. Fürstbischöfliche Hofbuchdruckerei) in der Altstadt für sich beanspruchen. Der Brixner Milchhof (Brimi) befindet sich wenige Meter jenseits der Brixner Kommunalgrenze im Gewerbegebiet Vahrn
Die 1.908 Arbeitsstätten der Stadt (inkl. öffentlicher Dienst und NPOs) beschäftigten per 22. Oktober 2001 10.453 Personen. 1 Unternehmen beschäftigte über je 250 Mitarbeiter, 11 weitere über je 100. Brixen ist somit nach Arbeitsstättenanzahl der zweitgrößte Wirtschaftsstandort Südtirols nach Bozen - nach Beschäftigtenanzahl war es 2001 aber nur der drittgrößte Standort Südtirols, da in Bruneck zum Stichtag 239 Personen mehr beschäftigt waren.
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