Britisches Englisch (British English, kurz BE oder BrE) ist die Bezeichnung für die Varietäten der englischen Sprache, wie sie auf den britischen Inseln gesprochen und unter der Bezeichnung British Standard English als Schriftsprache Verwendung findet.
Häufiger und in einem spezielleren Sinne bezeichnet man unter diesem Begriff die so genannte "Received Pronunciation" (RP), die sich von den als Regional Standards genannten Sprachvarianten in Schottland, Wales und Irland unterscheidet.
RP ist ein Akzent, der mitunter, aber immer seltener, auch als "Queen's English", "King's English", "Oxford English" oder "BBC English" bezeichnet wird. Dieser Akzent geht auf Merkmale der Aussprache im Südosten Englands zurück und galt bis vor einigen Jahren als diejenige englische Aussprachevariante, wie sie für gebildete Sprecher empfohlen wurde.
In seinem "English Pronouncing Dictionary" vermerkt Daniel Jones, dass die in seinem Buch benutzten Ausspracheregeln der Aussprache entsprechen, wie man sie in der Alltagssprache südenglischer Familien antrifft, deren Söhne die bekannten Internatsschulen (public boarding schools) besucht haben. Diese Aussprache hätten auch viele Sprecher angenommen, die nicht aus dem Süden Englands kommen und an diesen Schulen unterrichtet wurden. Auch die Mehrzahl der nicht an diesen Schulen ausgebildeten Sprecher aus den angesehenen Gesellschaftschichten würden RP benutzen.
Zur Verbreitung von RP trug vor allen Dingen die BBC bei, denn als Ansager wählte man grundsätzlich Sprecher mit diesem Akzent. RP wurde so zu einer Norm in der BBC.
Wenn auch die Variante des RP ihr Ansehen als Sprachnorm der Gebildeten und der Elite nicht verloren hat, so ist es aufgrund der wachsenden sozialen Mobilität, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch im Vereinigten Königreich entwickelte, doch mittlerweile nicht mehr zwingend, RP zu sprechen, um gesellschaftlich zu Ansehen zu kommen oder in bestimmten Bereichen arbeiten zu können. Seit Ende der 60er Jahre hat auch die BBC ihre Praxis geändert, so dass heutzutage Sprecher mit dialektal gefärbter Aussprache oder mit einem Advanced RP-Akzent im Fernsehen und im Rundfunk immer häufiger anzutreffen sind.
RP zeichnet sich hauptsächlich durch die folgenden charakteristischen Aussprachemerkmale aus: vowel_chart_RP.jpg
Nur wenige, meist ältere Menschen auf den britischen Inseln sprechen noch "Conservative RP", ein Akzent, der sich durch eine äußerst distinguierte Artikulation auszeichnet. So wird behauchtes und unbehauchtes /w/ unterschieden. Der Diphthong in home und der Vokal in lord werden geschlossener ausgesprochen als in der General RP.
Vor allen Dingen trug hierzu auch die Tatsache bei, dass das RP der "alten Leute" und der "Reichen" immer mehr als allzu sehr distinguiert (vornehm) und elitär empfunden wurde und Advanced RP dem britischen Understatement entgegenkam.
Da sich die südöstlichen Dialekte Englands generell durch einen offenere und laxere Aussprache auszeichneten, beinhaltete ein "Advanced RP"-Akzent die Tendenz, den Dialekten wie z. B. dem Cockney und dem Dialekt in Essex ähnlich zu werden. Der Vokal in good wurde entrundet und die Vokale in see und mood wurden nun leicht diphthonghiert, während die Diphthonge selbst etwas gelängt wurden. Auch die Intonation des "RP", die ohne Zweifel "südostenglisch" war, tendierte immer mehr in Richtung der südöstlichen Dialekte.
1984 prägte David Rosewarne, ein Englischlehrer, der Ausländer unterrichtete, den Begriff Estuary English, das er als eine Sprachvariante bezeichnete, die als eine Vermischung typisch südöstlicher Aussprachemerkmale mit RP beschrieben werden kann, also als eine Art Mittelding zwischen dem Londoner Akzent (Cockney) und RP. Es handelt sich hier genauer um eine Weiterentwicklung des Advanced RP und um einen Akzent, der auf den britischen Inseln von immer mehr Menschen als modernes Standardenglisch angesehen wird und von ihnen in wachsendem Maße als Akzent angenommen wird.
Die Merkmale des Estuary English sind:
Das Partizip des Verbes get besitzt im amerikanischen Englisch neben der Form got die Form gotten, die im britischen Englisch untypisch ist: She has gotten a new child („Sie hat soeben ein Kind bekommen“). Das Amerikanische hat im Vergleich zum Englischen einige regelmäßige Verbformen wie burned, smelled, learned, während man in England burnt, smelt und learnt bevorzugt.
| BE | AE | deutsche Übersetzung |
|---|---|---|
| bath | bathe | baden (in der Badewanne) |
| biscuit | cookie | Keks |
| bonnet | hood | Motorhaube |
| braces | suspenders | Hosenträger |
| caravan | trailer | Wohnwagen |
| chemist’s | drugstore | Apotheke |
| caretaker | janitor | Hausmeister |
| chicory | endive | Chicorée |
| chips | French fries | Pommes frites |
| crisps | chips | Kartoffelchips |
| cotton | thread | Nähfaden |
| diversion | detour | Umleitung |
| fortnight | two weeks | vierzehn Tage |
| form | grade | Schulklasse |
| football | soccer | Fußball |
| garden | yard | Hausgarten |
| gear lever | gear shift | Gangschalthebel |
| handbag | purse | Handtasche |
| headteacher | principal | Schuldirektor |
| hire purchase | installment plan | Ratenkauf |
| jug | pitcher | Kanne |
| let | hire | vermieten (z. B. Wohnung) |
| lorry | truck | LKW |
| number plate | license plate | Autonummernschild |
| pavement | sidewalk | Gehweg |
| petrol | gas(oline) | Benzin |
| public convenience | rest room | öffentliche Toilette |
| return ticket | round trip ticket | Rückfahrkarte |
| solicitor | attorney | Rechtsanwalt |
| spanner | wrench | Schraubenschlüssel |
| subway | underpass | Unterführung |
| sweets | candy | Süßigkeiten |
| transport | transportation | Transport |
| trousers | pants | Hose |
| underground | subway | U-Bahn |
| windscreen | windshield | Windschutzscheibe |
| mudwing | fender | Kotflügel |
Siehe: List_of_words_having_different_meanings_in_British_and_American_English
Die altenglischen Dialekte lassen sich grob in eine nördliche, eine westliche und eine südöstliche Großvariante einteilen. Kennzeichen der nördlichen Dialekte (Midlands, North) ist die Realisierung des im Süden Englands üblichen Lautes wie beispielsweise in but, cut als *" target="_blank" >wie beispielsweise in back, sad als [a. Der Westen zeichnet sich dadurch aus, dass das r in allen Positionen gesprochen wird (sogenannte rhotische Akzente).
Slang ist unterhalb der informellen Umgangssprache (informal speech), aber oberhalb des Cant angesiedelt. Slangwörter sind meist sehr kurzlebig.
Man unterscheidet gruppenspezifischen Slang (Jugendslang, Computerslang und so weiter) vom allgemeingültigen Slang, der überall in der englischsprachigen Welt verstanden und benutzt wird. Dieser allgemeine Slang umfasst Slangwörter, die sich länger halten als das durchschnittliche Slangwort, und die im Begriff sind, in den Bereich der informellen Umgangssprache „aufzusteigen“, insbesondere dann, wenn es sich nicht um Vulgärausdrücke handelt.
Bei den folgenden Ausdrücken handelt es sich um typisch britische langlebige Slangwörter, die von Amerikanern oft nicht verstanden werden:
Oft kann es sogar zu Missverständnissen kommen: wenn eine Engländerin den amerikanischen Angestellten an der Rezeption des amerikanischen Hotels darum bittet, am nächsten Morgen geweckt zu werden und dabei die für sie unverfänglichen Worte knock up (aufwecken) benutzt, so wird der Amerikaner ziemlich konsterniert sein, da für ihn (to) knock up ein Slangausdruck (für „(eine Frau) schwängern“) ist und er ihn folglich mit ganz anderen Dingen assoziiert.
Anglistik | Englischvariante | Vereinigtes Königreich
British English | Inglés británico | Anglais britannique | אנגלית בריטית | イギリス英語 | 영국 영어 | British English | อังกฤษบริเตน | 英國英語
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