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Bristol Cars Ltd. ist eine englische Firma, die Automobile und Motoren herstellt, sowie in den 1930er- und 1950er-Jahren stark im Rennsport engagiert war.

Der Ursprung: Ein Flugzeugproduzent


Ursprünglich existierte die Bristol Aircraft Company als eine der bekanntesten britischen Flugzeugproduktionsfirmen zwischen den beiden Weltkriegen, die für die Royal Airforce die leichten bis mittleren Bombermodelle Bristol Blenheim und Bristol Beaufighter herstellte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten sich alle Rüstungsfirmen wegen der drastisch verschlechterten Auftragslage nach neuen Betätigungsfeldern umsehen.

Hinwendung zum Automobilbau


Bristol beschloss, sich - ähnlich wie Saab - auch dem Automobilbau zuzuwenden und erwarb die Rechte an einigen Entwürfen von Vorkriegs-BMW-Modellen. Bereits 1946 begann man mit der Produktion des "400 saloon". Ab 1951 rüstete man einige Teams in der Formel 2 mit den dementsprechenden Motoren aus, wobei die Chassis der jeweiligen Monoposti meist von Frazer-Nash stammten, die bereits 1934 BMW-Motoren verwendet hatten.

Motorsport


Als die Formel-1-Saison 1952 nach dem Reglement der Formel 2 ausgeschrieben wurde, konnte man mit dem Bristol-BS-Motor, der sowohl die Cooper als auch den Frazer-Nash Ken Whartons vorantrieb, kleineren Teams zu bemerkenswerten Platzierungen verhelfen. Neben dem letztgenannten erreichte insbesondere Mike Hawthorn so beachtliche Performance, dass er sich für Enzo Ferrari empfehlen sollte. Doch die internationale Aufmerksamkeit für die Motoren blieb dabei zurück, sodass das offizielle Motorsport-Engagement in den höheren Klassen allmählich eingestellt wurde.

In der Sportwagen-Rennszene nahmen Bristol-Werksteams bei Le Mans-Rennen zwischen 1953-1955 mit dem Modell 450 relativ erfolgreich teil, wie die Klassensiege 1954 und 1955 bezeugen. Nach dem Horror-Unfall von 1955, bei dem 80 Menschen ums Leben kamen, zogen sie sich wie Mercedes-Benz vom aktiven Rennsport zurück, obwohl ihre Motoren weiterhin von Cooper und Lotus genutzt wurden.

Konzentration auf exklusive Kleinserien


Um 1956 wurde die Autoabteilung eine komplett eigenständige Tochtergesellschaft der Bristol Aircraft Company und fünf Jahre später formierten Sir George White und Anthony Crook eine neue Autofabrik bei Filton. Die frühen Bristol-Modelle stattete man mit Filton-Karosserien und Motoren aus, doch die Motoren wurden ab den frühen 1960er-Jahren von Chrysler übernommen.

Nach 1973 gilt Crook als der alleinige Eigentümer der Firma. Sie machte sich als Tuner von Jaguar-Modellen mit modifizierter Karosserie unter dem "klassischen" Namen "Bristol-Blenheim" einen Namen als Produzent von Luxuscoupes. Des Weiteren ist auch ein sportlicher Roadster im Stil einer Cobra im Programm.

Zum Produktportfolio zählen 2004 der Blenheim 3 (ein viersitziges Coupé), der Blenheim Speedster (Zweisitzer-Cabrio im Retro-Design) und der Fighter (schneller Zweisitzer). Der Fighter ist eine komplette Neuentwicklung, die 2004 dem Publikum präsentiert wurde. Die Technik des Fighter basiert auf dem V10 des Dodge Viper mit rund 500 PS, während die Karosserie eine Eigenentwicklung ist. Obwohl er optisch alles andere als ein areodynamisch auffälliger Sportwagen ist, soll sich der Wagen gerade bei hohen Geschwindigkeiten sehr stabil fahren lassen, wobei sich Bristol auf seine Erfahrung aus dem Flugzeugbau beruft.

Die Herstellung des Kleinserienherstellers erfolgt weitgehend in Handarbeit und auf Bestellung - bei entsprechend hohen Preisen. Der heutige Firmensitz liegt in London und ist der einzige Verkaufspunkt weltweit.

Weblinks


Automobilhersteller | Motorsport

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