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XX. Wiener Gemeindebezirk
Wappen Karte
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Kartewien20.png
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Name: Brigittenau
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Fläche: 5,68 km²
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Geographische Lage:
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Einwohner: 76.268 (Volkszählung 2001)
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Bevölkerungsdichte: 13.427 Einwohner je km²
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Postleitzahl: A-1200
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Adresse des
Bezirksamtes:
Brigittaplatz 10
A-1200 Wien

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Offizielle Website: www.wien.gv.at/brigittenau
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E-Mail-Adresse: post@b20.magwien.gv.at
Politik
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Bezirksvorsteher Karl Lacina (SPÖ)
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Bezirksvertretung
(50 Bezirksräte)
SPÖ 31, FPÖ 9, ÖVP 6,
Grüne 6
Die Brigittenau ist der 20. Wiener Gemeindebezirk. Sie entstand zu einem guten Teil auf durch die Wiener Donauregulierung gewonnenem Neuland, wovon die Namen der wichtigsten Durchzugsstraßen, die größtenteils nach Mitgliedern der Donauregulierungskommission benannt sind, Zeugnis ablegen. Sie verfügt über kein markantes historisches Zentrum und wurde 1900 von der Leopoldstadt abgetrennt. Die Benennung erfolgte in Anlehnung an die 1645-51 erbaute Brigittakapelle.

Frühere Gebietsteile waren die Schottenau, die Wolfsau, die Taborau und Zwischenbrücken.

Die Brigittenau gehört zu den wenigen Ortsnamen, wie allerdings die meisten ehemaligen Wiener Vorstädte, die im Deutschen mit Artikel benutzt werden.

Wappen


Das Wappen der Brigittenau besteht aus zwei Teilen. Der obere Wappenteil stellt das Wappen der früheren, selbständigen Gemeinde Brigittenau dar, wobei der aufrechte, silberne Anker auf blauem Grund die Schifffahrt auf der Donau und dem Donaukanal symbolisiert. Darunter ist das Symbol für die frühere Gemeinde Zwischenbrücken abgebildet. Es zeigt eine rote Zunge auf silbernem Hintergrund, umgeben von einem goldenen Heiligenschein, der mit fünf fünfstrahligen goldenen Sternen besetzt ist. Das Wappen symbolisiert dabei den Heiligen Johannes Nepomuk, den Patron der Brücken und steht für das ursprünglich zwischen der Donau und dem Kaiserwasser gelegene Gebiet.

Geschichte


Die ersten bekannten Besitzer dieses Gebiets waren im 11. Jahrhundert die Babenberger. Das Gebiet wurde um 1096 von Leopold III. an das von Ihm gegründete Kloster St. Maria Nivenburg (heutiges Stift Klosterneuburg) verschenkt. Die Besitzer wechselten damals häufig weil das Land oft vom Stift verschenkt, verkauft und verpachtet wurde.

Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet erstmals urkundlich in einer Chronik erwähnt. Die Wiener bezeichneten das Gebiet als "Werd". Die ersten Siedler in diesem Gebiet waren Fischer, Jäger und Holzfäller. Später siedelten sich auch Gärtner und Wirte an. 1460 wurde die Schlagbrücke (heutige Schwedenbrücke) gebaut, dies war die erste feste Brücke über die unregulierte Donau

1529 Erste Wiener Türkenbelagerung, es kam zu schweren Kämpfen auf dem Gebiet der Donauinseln. 1536 bis 1540 wurden Baugründe an jene Wiener verschenkt die während der Türkenbelagerung Ihre Häuser verloren hatten.

1618-1648 Dreißigjähriger Krieg, am 9. April 1645 eroberte das schwedische Heer unter Lennart Torstenson die Wolfsschanze. Kaiserliche Truppen eroberten das Gebiet in einer 4 tägigen Schlacht zurück, so Entstand die Brigittasage - siehe auch Geschichte der Brigittakapelle

Die erste urkundliche Erwähnung der "Brigittenau" war 1670, die frühere Bezeichnungen waren: "Im Werd", "Schottenau" und "Wolfsau".

1683: Zweite Wiener Türkenbelagerung Die Brigittakapelle wir bei schweren Kämpfen auf der Wolfsschanze und bei der Friedensbrücke zerstört.

1688-1698 wurde die Taborbrücke gebaut. Es entstand eine neue Durchzugsstraße "Zwischen den Brücken" und kam daher zur Verlegung der Wolfsbrücke richtung stromabwärts. 1695 wurde die Brigittakapelle wiederaufgebaut.

1732 errichtete das Hof-und Landjägeramt die Fasanerie. 1796 wurde in der nähe der Taborbrücke die Johann von Nepomuk Kapelle errichtet.

1810 siedelten sich ersten Handwerksbetriebe beispielsweise eine Kunstblecherei, ein Dampfsägewerk und eine Feuerspritzenfabrik in Brigittenau an. 1828 wurde das Colosseums, einer Vergnügungsstätte in der alten Brigittenau erbaut. 1830 war eine große Überschwemmung und ein verheerender Eisstoß. 1834: Entstehung des Universums (heute Universumstraße, einer weiteren Veranstaltungsstätte.

1840 fuhr die erste schienengebundene Pferdebahn entlang der heutigen Jägerstraße vom "Alten Tabor" zum Colosseum. 1846 kam es zur Rodung des verbliebenen Auwaldes und zur Entstehung von Gärtnereien (Vorgartenstrasse) im Norden des Bezirkes.

1850 kam es zur Eingemeindung der Brigittenau zu Wien, zusammen mit der Leopoldstadt entsteht der zweie Wiener Gemeindebezirk. 1867: Beginn des Baus der Brigittakirche. 1870 war Baubeginn zur großen Donauregulierung unter Kaiser Franz Joseph und der Bau des Nordwestbahnhofs an der Stelle des ehemaligen Universums, nahe dem heutigen Tabor. 1871 wurde die Nordwestbahnbrücke und die Brigittabrücke (heute Friedensbrücke) erbaut, 1873 die Nordbahnbrücke und der Bau des Nordwestbahnhofes wurde beendet.

1874 kam es zur Einweihung der Brigittakirche und zum Bau der Franz-Josephs Brücke (heute Floridsdorfer Brücke)

1875 war das neue Donaubett fertig, es kam zu großen Gebietsgewinnen durch die Donauregulierung.

1886: Eröffnung der Dampftramway "Wien - Stammersdorf". Die Strecke führte durch die Jägerstraße, Strom- und Marchfeldstraße über die „Kaiser Franz Josephs-Brücke“ 1897 fuhr die erste elektrischen Straßenbahn in Wien. Die "Transversallinie" verband die Endpunkte der Nord-, Nordwest-, Franz-Josephs- und Westbahn und führte entlang des Augartens und Wallensteinstraße über die Brigittabrücke (heutige Friedensbrücke). Diese Linie war die Vorgängerin des heutigen 5ers.

1898 wurde die Schemerl-Brücke dem heutigen Nußdorfer Wehr, anstelle des "Schwimm-Tor" gebaut, Am 24. März 1900 kam es zur Trennung der Brigittenau von der Leopoldstadt. Die Brigittenau wird zum 20. Wiener Gemeindebezirk. 1906: eröffnete das Amtshaus auf dem Brigittaplatz.

1907 wird der Bahnhof Wexstraße in Betrieb genommen. Damals gab es die Linien 3, 34 und V, und die Dampftramway bis 1910.

1913 ist der Baubeginn für den Umbau der Kaiser Franz Josephs-Brücke (heutige Floridsdorfer Brücke).

1926: Bau des Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus in der Webergasse unter der Leitung von Dr. Lorenz Böhler.

1944: 16. Juli, der erste amerikanischer Bombenangriff auf Wien richtet schwere Schäden in der Brigittenau an.

1945: Schwere Bombenschäden im Bezirk am Bezirksamt, Brigittakirche, Leyschule und bei vielen anderen Gebäuden - totale Zerstörung der Allerheiligenkirche. Sprengung der Floridsdorfer Brücke durch abziehende deutschen Truppen. Die Brigittenau wurde von russischen Soldaten besetzt.

1946: Am 19. Mai wird Floridsdorfer Brücke wieder eröffnet und in "Malinowsky-Brücke" umbenannt. Wiederaufbau des Döblinger Stegs und der Brigitta-Brücke.

1962: Eröffnung der Wiener Schnellbahn Haltestelle Traisengasse.

1964: Eröffnung der Gürtelbrücke.

1973: Eröffnung des neuen Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus in der Donaueschingenstraße.

1977: Eröffnung des neuen Gebäudes der Allgemeine Unfallversicherungsanstalt.

1978: Eröffnung der neu errichteten Floridsdorfer Brücke.

1979: Neubau des TGM - Technologisches Gewerbemuseum in der Wexstraße

1982: Eröffnung der 6. Donaubrücke, der Brigittenauer Brücke.

1996: Eröffnung der U6 durch die Brigittenau nach Floridsdorf.

2000: Eröffnung des Millennium Tower Wien.

2006: Eröffnung des neuen Vindobona.

Politik


Bezirksvorstehung


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Bezirksvorsteher/innen seit 1945
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Josef Wolf (unbekannt)4/1945-7/1945
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Karl Michael (SPÖ)1945-1954
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Franz Koblizka (SPÖ)1954-1969
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Johann Stroh (SPÖ)1969-1978
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Anton Deistler (SPÖ)1978-1987
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Karl Lacina (SPÖ)1987-

Siehe auch: Wahlen in Österreich

Kultur


Wichtige Gebäude


Bedeutende Plätze


Brücken

Kirchen

WienBrigittakapelle.jpg]] Brigittakirche wien.jpg

Schulen

Siehe auch


Weblinks


Wiener Gemeindebezirk | Ort in Wien

Brigittenau | Brigittenau | Brigittenau

 

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