Brigitte Baumeister (* 19. Oktober 1946 in Stuttgart) war vom 20. Dezember 1990 bis 17. Oktober 2002 (drei Wahlperioden) Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie wurde für die Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) über ein Direktmandat des Wahlkreises 164 (Böblingen) in Baden-Württemberg gewählt.
Nach dem Studium der Mathematik an der Universität Stuttgart arbeitete sie für IBM Deutschland und war Dozentin an der Fachhochschule für medizinische Informatik Heilbronn. 1992 löste sie Walther Leisler Kiep als CDU-Schatzmeister ab. Als Vorsitzende der Schwäbische Finanz- und Unternehmensberatung AG, die Insolvenz anmelden musste, war sie massiver Kritik von 1200 Investoren, die mit Renditeversprechen bis zu 20 Prozent angeworben wurden, ausgesetzt.
Brigitte Baumeister war in die CDU-Spendenaffäre verwickelt. Ihre Aussagen in dieser Sache deckten sich nicht mit denen von Wolfgang Schäuble. Als Konsequenz gab sie 1998 ihr Amt als CDU-Schatzmeisterin auf. Kurz darauf wurde ihr von der Polizei wegen Trunkenheit am Steuer der Führerschein abgenommen. 2002 wurde sie nicht mehr als Kandidatin für die Bundestagswahl nominiert.
Sie ist geschiedene Mutter zweier Kinder und heute als Firmenberaterin tätig.
Im Februar 2004 veröffentlichte sie ein Buch, in dem sie ihre Sicht der Parteispendenaffäre darstellte. Dies wurde vielfach als Versuch gesehen, auf die damals laufende Kandidatendiskussion der Unionsparteien im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl 2004 Einfluss zu nehmen und eine Kandidatur Schäubles zu verhindern.
Frau | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | CDU-Mitglied | CDU-Spendenaffäre | Geboren 1946
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