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Als Brenne wird eine Lebensraum bezeichnet, der auf dem Charakter eines Trockenrasen basiert und im meistens in einem Auwald liegt. Durch die kesselartige Lage einer Brenne werden besonders warme Mikroklimen erzeugt. Kih13.jpg

Beschreibung

Brennen finden sich meist im Einflussbereich oder direkten Umfeld eines größeren Flusses. Geröllmaterial welches durch Flussbewegungen herangetragen wurde, sorgt für die Entstehung von Magerrasen und Trockenrasen. Aufkommendes Niederschlagswasser wird schnell in den Bodengrund abgeführt, der von einer nur dünnschichtigen Humusauflage bedeckt wird. Diese Humusauflage ist nicht in der Lage größere Wassermengen zu speichern. Derartige Lebensräume sind bekannt für ihren Orchideenreichtum, vor allem wenn das Gesteinsmaterial kalkhaltig ist. Brennen finden wir häufig an der mittleren Donau, der Isar und dem Lech. Dort befinden sie sich meist umschlossen von Auwald- oder Kieferheideflächen. Diese schirmen die Brenne von Winden und Luftzügen ab, wodurch deutliche höhere Temperaturen entstehen als im Umland. Im Hochsommer werden Temperaturmaxima von bis zu 50°C erreicht. Durch das ehemalige Flußprofil konnten sich zumeist Mulden, Senken und Rinnen herausbilden. In ihnen herrschen bestimmte Mikroklimen, welche bereits wechselfeuchte Bedingungen schaffen können die für diesen lebensraum eigentlich untypisch sind. Luftfeuchtigkeit und durch Winde eingewehter Löß oder Humus bieten somit auch botanischen Grenzgängern Siedlungsraum. Sumpfgladiole.jpg

Lebensraum Brenne

Die Begebenheiten der Brenne begünstigen vor allem spezialisierten Tier-und Pflanzenarten Rückzugsmöglichkeiten. Wärmeliebende Pflanzenarten die meist stark gefährdet sind kommen hier vor, darunter zahlreiche Orchideen wie Mücken-Händelwurz, Brand-Knabenkraut, Helm-Knabenkraut, Wanzenknabenkraut und alle Arten der mitteleuropäischen Ragwurzen. Einwanderer aus Alpenregionen nutzten den Fluß als Florenbrücke und haben hier Fuss gefasst wie der Stengellose Enzian oder der Frühlingsenzian. Wärmeliebenden Reptilien bietet die Brenne einen idealen Lebensraum, so finden wir hier Arten wie die Zauneidechse oder die Schlingnatter.

Siehe auch

Biotop

 

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