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Bremsbeläge-abgefahren.JPG Unter einem Bremsbelag versteht man bei Kraftfahrzeugen einen Werkstoff, der mittels Reibung an einer Graugußtrommel/-scheibe die Bewegungsenergie in Wärme umwandeln soll.
Der weit verbreitete Begriff Bremsklotz bezeichnet die Bremsbeläge auch außerhalb des Kraftfahrzeug-Sektors, so z. B. beim Fahrrad, Eisenbahn usw. Bei Scheibenbremsen ist der Werkstoff auf den Träger geklebt, bei Trommelbremsen wird er auf die Bremsbacke aufgeklebt oder genietet.

Die heute üblichen Bremsbeläge bestehen

  • teilweise aus organischen Stoffen (eine Mixtur aus Metallen, Füllstoffen, Gleitmitteln und Kunststoffen) oder aus
  • Sintermetallbelägen für hohe Belastungen

Der Bremsbelag sollte:

  • eine möglichst gleich bleibende Reibungszahl aufweisen (Bremsfading durch Überhitzung)
  • temperaturbeständig (bis 800°C) um dem "Verglasen" vorzubeugen und
  • mechanisch belastbar sein.

Neue Bremsbeläge entfalten ihre volle Bremswirkung erst nach einer gewissen Einfahrzeit. Während dieser Phase gleicht sich die Belagoberfläche an die Oberfläche der Scheibe/Trommel an, bis sich ein gleichmäßiges Tragbild entwickelt. Innerhalb dieser Phase verändert sich auch das Material an der Kontaktfläche zur Scheibe/Trommel. Es bildet sich Reibkohle. Erst danach wird die optimale Verbindung der Reibpaarung (Bremsbelag/Scheibe, Trommelbelag/Trommel) und somit beim Bremsen die maximale Verzögerung erreicht.

Bremse | Kraftfahrzeugtechnik

 

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