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Stadtteil von Bremen
Mitte

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Bremen-Mitte.png
Basisdaten  Rang 
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Fläche: 3,236 km² 23/23
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Einwohner: 16.084 16/23
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Bevölkerungsdichte: 4970 Einwohner/km² 4/23
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Ausländeranteil: 17,5 % 3/23
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Arbeitslosenquote: 17,6 % 4/23
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Stand: Mitte 2003
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Ortsteile: Altstadt
Bahnhofsvorstadt
Ostertor

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Website: Website Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt
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E-Mail-Adresse: oamitte@uni-bremen.de
Mitte ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Mitte. (siehe auch: Bremer Ortsteile)

Geschichtlicher Abriss


Ortsteile


Altstadt

Die Altstadt ist der historische Kern der Stadt Bremen. Hier befinden sich viele Sehenswürdigkeiten, wie der Marktplatz mit Roland, Rathaus, dem Schütting (Sitz der Handelskammer), dem Bremer Dom, dem Haus der Bremer Bürgerschaft (Landesparlament) und der Liebfrauenkirche. Unweit des Marktplatzes befinden sich die Böttcherstraße, das Schnoorviertel und das Gebäude der Stadtwaage. Weitere historische Kirchen sind die Martinikirche an der Weser, die Stephaniekirche im Westen der Altstadt und die Johanniskirche am Rande des Schnoorviertels.

Der nördlich an den Marktplatz anschliessende Domshof ist bis auf seine Südseite von Bankgebäuden umgeben, hier wird täglich bis auf Sonntag ein Wochenmarkt abgehalten, auf dem nahebei gelegenen Liebfrauenkirchof ein Blumenmarkt.

Östlich des Marktplatzes befinden sich an der Domsheide das Haus der Glocke mit Konzertsaal sowie das monumentale historistische Gerichtsgebäude.

Die Altstadt ist von den Wallanlagen umgeben. Die ehemaligen Stadtbefestigungsanlagen wurden im 19. Jahrhundert zu einer Grünanlage umgestaltet, welche unlängst unter gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten rekonstruiert wurde. Von den ehemals hier befindlichen Windmühlen ist nur die am Herdentor erhalten, welche jetzt als Restaurant und Cafe genutzt wird. Von den ehemaligen Torgebäuden sind die jetzt musealen Zwecken dienenden klassizistischen Wachhäuser am Ostertor erhalten. Direkt daneben befindet sich das Gebäude der Kunsthalle Bremen mit einer sehenswerten Gemäldesammlung.

Die Haupteinkaufsstrassen in der Altstadt sind die zu Fussgängerzonen umgestaltete Obernstraße und die Sögestraße. Mit der Umwandlung der Hundestraße in die private überdachte Lloydpssage wurde der Einkaufsbereich erweitert und attraktiver gestaltet. In der Hundestraße befand sich das monumentale Gebäude der Hauptverwaltung des Norddeutschen Lloyds. Nach dessen Abriss entstand hier das Kaufhaus Horten, jetzt Galeria Kaufhof. In der Sögestraße baute 1904 Rudolph Karstadt die erste Filiale in Bremen, jetzt Karstadt Sporthaus. Das heutige Kaufhaus Karstadt an der Obernstraße wurde in den 1930er Jahren errichtet und nach Zerstörung im II. Weltkrieg wieder aufgebaut.

Am Ansgarikirchhof befand sich die im II. Weltkrieg zerstörte Ansgarikirche, deren Ruine in den 1950er Jahren abgerissen wurde. Ein Neubau entstand in der Hollerallee. Die Kirchturmspitze diente Carl Friedrich Gauß im 19. Jahrhundert als Vermessungspunkt für die erste Landesvermessung. Hieran erinnert eine Platte auf dem Ansgarikirchhof vor dem Bremer Carrée. Auf dem Platz befindet sich weiter eine Säule zur Erinnerung an den ersten Erzbischof Bremens, Ansgar von Bremen. An seiner Westseite befindet sich das Gewerbehaus im Renaissancestil.

Anstelle der Kirche wurde das Kaufhaus Hertie errichtet, welches inzwischen abgerissen und durch das Bremer Carrée ersetzt wurde. Auf dem neuen Platz Hanseatenhof steht das Friedrich Wilhelm Bessel ( Bessel-Ellipsoid ) Denkmal.

Den Westen der Altstadt bildet das sogenannte Faulenquartier/Stephanieviertel. Bis in die 1960er Jahre befand sich hier der Übergang zu den Häfen, der jetzt durch die Hochstraße/Stephaniebrücke/ Verkehrsknoten Nordwest abgeschnitten ist. Um diesen Bereich wieder zu beleben, soll eine Durchwegung in die neue Überseestadt hergestellt werden. Außerdem wird Radio Bremen in naher Zukunft hierher umziehen. In das ehemalige Kaufhaus Bamberger wird die Volkshochschule ziehen. Die Hauptverwaltung der Bremer Sparkasse befindet sich am Brill in einem sehenswerten Jugendstilgebäude.

Das Stephanieviertel war vor dem II. Weltkrieg ähnlich kleinteilig wie das Schnoorviertel bebaut. Nach fast vollständiger Kriegszerstörung wurde es in den 1950er Jahren mit zwei- bis viergeschossigen Bremer Reihen- und Miethäusern neu angelegt. Es ist das größte Wohngebiet in der Altstadt. Die jetzige Grundschule wurde erst in den 1970er Jahren gebaut. Durch den Generationswandel in diesem Viertel ist die Schülerzahl inzwischen so stark gesunken, daß die Schule geschlossen wird.

Entlang der Weser erstreckt sich zwischen der Wilhelm-Kaisen-Brücke und der Bürgermeister-Smidt-Brücke die neugestaltete Schlachte, welche sich zu einer Gastronomiemeile entwickelt hat.

Bahnhofsvorstadt

Am Bahnhofsplatz befinden sich der Bremer Hauptbahnhof und das Überseemuseum.

Entlang des Breitenwegs erstreckt sich eine Vergnügungsmeile mit zahlreichen Musikclubs und Diskotheken. Die Bahnhofsvorstadt wird durch die Hochstrasse auf dem Breitenweg optisch zerschnitten.

Am Herdentorsteinweg befand sich der Hauptfriedhof von der Verlegung aus den Innenstadtkirchhöfen bis zum Bau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurden die Großfriedhöfe am Riensberg, in Walle und in Osterholz angelegt.

Ostertor

Zusammen mit dem Ortsteil Steintor bildet dieser Ortsteil das sogenannte Viertel.

Seinen Namen verdankt das Ostertor seiner Lage vor dem Osttor der Stadtmauer des historischen Bremens. Dort vor der Stadt befand sich vom 13. bis ins 15. Jahrhundert hinein das von Benediktinern geführte „Paulskloster“ mit weit reichendem Landbesitz im Bremer Umland, u. a. der „Pauliner Marsch“, die auch den Standort des heutigen Weserstadions umfasste. Im 15. Jahrhundert wurde das Kloster jedoch samt der Düne auf der es stand abgerissen bzw. abgetragen, mit der offiziellen Begründung, von dieser Erhebung sei Bremen gut mit Kanonen zu beschießen und das Kloster biete eine gute Belagerungsposition für feindliche Heere. Möglicherweise leisteten aber auch die permanente Rivalität zum Bischof von Bremen und die Reformation ihren Beitrag. Beim steinernen Kreuz erinnert an die Hinrichtungsstätte von Bürgermeister Vasmer im Jahre 1430. Das original Kreuz steht im Focke-Museum.

Heute erinnern nur noch wenige Straßennamen an das Kloster bzw. die Biegung der Bleicherstraße an die ehemals vorhandene Düne an deren Fuß sie vorbeiführte. Der Name „Bleicherstraße“ stammt von der Verwendung der umliegenden Wiesen als Ort zum Sonnenbleichen der Wäsche.

Im 19. Jahrhundert wurden viele Baugrundstücke von Handwerkern erworben, welche häufig ganze Straßenzüge bebauten. Es entstanden vor allem sogenannte Bremer Häuser, die noch heute, insbesondere in den Nebenstaßen, das Bild des im zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstörten Ortsteils prägen. Als Hauptgeschäftsstraße mit großstädtischen Zügen bildete sich der Ostertorsteinweg heraus.

In den 1960er Jahren war das Ostertor nicht nur in den Augen der Senatsverwaltung ein Sanierungsfall. Nur die Vorstellungen darüber, wie mit diesem zentrumsnahen Gebiet zu verfahren sei, gingen weit auseinander. Die Baulobby sowie der Senat erträumten sich eine rasante Stadtentwicklung bis hin zur Millionenstadt und hielten es daher für notwendig, einerseits für entsprechende Infrastruktur und andererseits für genügend Bauraum zu sorgen. Beides sollte durch eine 120 Meter breite Schneise durch das Ostertor verwirklicht werden. Die in ihr verlaufende mehrspurige Straße sollte vom Rembertikreisel kommend bei der Mozartstraße die Weser überqueren – die sogenannte Mozarttrasse. An ihr entlang waren bis zu 20-stöckige Hochhausbauten geplant. Dank vielfältigem Widerstand und politischem Geschick einiger Akteure, wie z. B. Olaf Dinné, wurde 1973 diese „Zukunftsvision“ beerdigt. Die vielen zuvor von der Stadt aufgekauften Häuser wurden wieder veräußert. Die Sanierung des Ostertors schritt dann auch auf private Initiative voran.

Heute besitzt dieser Teil des Viertels eine hohe Wohnqualität, da trotz naher „Amüsiermeile“ und größeren Straßen (Osterdeich und Wall) vornehmlich Ruhe herrscht, welche in Kombination mit den teils engen Straßen, den nahen Theatern und der Bremer Oper, dem Osterdeich und den Wallanlagen ein besonderes Flair, viele Chancen und wenig Nachteile (z. B. schwierige Parkplatzsituation) bietet. Dies sehen allerdings auch die meisten der Bewohner so, weswegen freie Wohnungen schwer zu ergattern sind.

Weblinks


Bremer Stadtteile und Ortsteile

 

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