Breda ist eine Stadt in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Am 1. Januar 2005 hatte sie 168.012 Einwohner. Die Gemeinde Breda besteht nebst der Stadt Breda selber aus den Dörfern: Bavel, Prinsenbeek, Teteringen und Ulvenhout.
Die Stadt hat eine vielseitige Industrie, u.a. Nahrungsmittel und Maschinenteile. Das Exportbier „Breda“ aus der ortsansässigen „Oranjeboom“-Brauerei (Teil des InBev-Konzerns, der auch viele bekannte belgische Biermarken führt und in Breda auch ein großes Büro hat) ist sehr beliebt. Es gibt in Breda ein Amtsgericht und auch viele Büros von Dienstleistungsunternehmen und Behörden. Die Stadt ist seit 1853 Sitz eines Bischofs der Römisch-Katholischen Kirche.
Uebergabe von Breda.jpg, Die Übergabe von Breda]]
Die Stadt hat einen schönen, gemütlichen Marktplatz mit Cafes und Restaurants. Die Große Kirche ist sehenswürdig, sowie der Beginenhof inmitten eines schönen Stadtparks. Das aus dem 17. Jahrhundert datierende Stadtschloss beherbergt die Königlich Niederländische Militärakademie (Koninklijke Militaire Academie) und ist daher nicht zu besichtigen.
In Breda waren deutsche NS-Kriegsverbrecher inhaftiert. Die "Zwei von Breda", die SS-Offiziere Ferdinand aus der Fünten und Franz Fischer wurden 1989 nach über 40 Jahren Haft nach Deutschland entlassen.
Am 16. Februar 1566 unterzeichneten in Breda 16 niederländische Edelleute das sogenannte „Bredaer Kompromiss“, in dem um Abstellung der von König Philipp II. verschärften Religionsedikte und um Aufhebung der Inquisition gebeten wurde. Dieses Aktenstück unterschrieben nach und nach 400 niederländische Edelleute, und es entstand daraus der Geusenbund. Der Bredaer Kompromiss war der Beginn des niederländischen Aufstandes gegen Spanien.
Karl II. von England erließ von Breda aus im April 1660 vor seiner Thronbesteigung die sogenannte „Deklaration von Breda“, in der er den Engländern unter anderem Amnestie und Gewissensfreiheit versprach.
1575 zwischen Spanien und den niederländändischen Provinzen; 1746 und 1747 zwischen Frankreich, England und den Niederlanden.
Am 31. Juli 1667 fand hier nach einem mehrjährigen Seekrieg ein wichtiger Friedensschluss statt zwischen Holland und England, in dem beide Teile die gemachten Eroberungen einander zurückgaben und England eine Milderung der Navigationsakte bewilligte (→ Friede von Breda).
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Breda 1625 vom spanischen General Ambrosio Spinola nach neunmonatiger Belagerung, dann 1637 von dem niederländischen Statthalter Friedrich Heinrich von Oranien nach einer Belagerung von elf Wochen erobert und durch den Westfälischen Frieden den Vereinigten Niederlanden zugesichert.
Am 25. Februar 1793 wurde Breda von dem Befehlshaber Graf Bylandt fast kampflos an den französischen General Dumouriez übergeben, von den Franzosen jedoch nach ihrer Niederlage bei Neerwinden (18. März 1793) wieder geräumt. 1795 fiel die Stadt, als ganz Holland von Pichegru erobert wurde, erneut in die Hände der Franzosen. Als im Dezember 1813 bei der Annäherung der russischen Avantgarde unter Benkendorf die französische Garnison einen Ausfall machte, erhob sich die Bürgerschaft in Masse und verschloss den Franzosen die Rückkehr in die Stadt, die jene von Antwerpen aus am 20. und 21. Dezember vergeblich wiederzuerobern suchten.
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