Abteikirche_Brauweiler.jpgAbtei Brauweiler.jpgBrauweiler ist ein Stadtteil von Pulheim, westlich von Köln.
Die in Brauweiler befindliche frühere Benediktiner-Abtei wurde 1024 vom Pfalzgrafen Ezzo-Ehrenfried und seiner Frau Mathilde, einer Tochter von Kaiser Otto II. und Theophano gestiftet. Die ehemalige Abteikirche und heutige Pfarrkirche St. Nikolaus und St. Medardus ist der dritte Kirchbau an dieser Stelle, errichtet von 1136 bis nach 1220. Die Abtei wurde bei der Säkularisation 1803 aufgehoben. Anschließend wurde sie nach einem napoleonischen Gesetz ab 1811 als Bettlerdepot eingesetzt und durch die preußische Regierung ab 1815 als Arbeitsanstalt. Ende der 1960er Jahre wurde sie für einige Jahre in ein Landeskrankenhaus umgewandelt. Die Abteigebäude werden heute vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege genutzt.
Die 1588 zusammengefassten Schützenbruderschaften bauten 1604 auf eigene Kosten die im Krieg zerstörte Kapelle St. Laurentius wieder auf.
Schon am Anfang des 17. Jahrhunderts war von der ursprünglichen Funktion der Schützenbruderschaft nicht mehr viel erhalten. Sie war keine Vereinigung von christlichen Männern mehr, die sich bereiterklärt hatten, mit der Waffe in der Hand feindlichen Handlungen entgegenzuwirken. Längst war daraus eine einflussreiche Vereinigung geworden, mit Landbesitz in der Umgebung (s.u.), in die jede rechtschaffende Person, die reich genug war, eintreten konnte. Der Reichtum der Vereinigung zeigte sich auch an der Tatsache das die Bruderschaft über zwölf Luntenschloss- und Radschlossgewehre verfügte. Wegen einem solchen Gewehr geriet Brauweiler im Jahr 1629 in Schwierigkeiten, als Jan von Werth mit seiner Truppe nach Brauweiler kam wollten sich die Brauweiler Bauern die Frechheit und Unverschämtheit der Soldaten nicht gefallen lassen und versuchten die Söldner zu vertreiben. Bei dem daraufhin entstehenden Tumult brachte einer der Bauern Jan von Werth eine schwere Schussverletzung bei, welche im Kloster von Brauweiler behandelt werden musste.
Am 28. Juni 1661 wurde die Bruderschaft zum zweiten Mal gegründet, nachdem sie im laufe der letzten 57 Jahre in Vergessenheit geraten war, diesmal waren die Gründer jedoch der Bürgermeister und die Schöffen von Brauweiler. In den folgenden Jahren konnte die Bruderschaft ein beachtliches Vermögen, überwiegend in Form von Ländereien, in den umliegenden Dörfern ansammeln.
Mit dem Einzug der Franzosen ins Rheinland 1803 war es vorläufig mit dem Reichtum vorbei. Der Befehl hierzu kam am 19. Oktober 1805, alle Güter und Besitzungen zu Gunsten der jeweiligen Pfarrkirche abzutreten, dennoch blieb die Bruderschaft bestehen, da einige Besitzungen gerettet werden konnten. Am 24. Juni 1816 gab sich die Schützenbruderschaft neue Statuten, die 1830 erneut geändert wurden, es folgten in diesem Jahrhundert noch zwei Änderungen. Nach 1872 blieben schriftliche Vermerke und Aufzeichnungen vollkommen aus, dass einzige Zeugnis darüber, dass die Bruderschaft noch existierte ist die damalige Königskette, mit Silberanhängern, die bis 1910 datiert sind. Obwohl die Bruderschaft nachweislich noch im Jahre 1910 existierte, wurde sie 1914, jedoch jetzt als von der Kirche unabhängige Schützengesellschaft neu gegründet. Hieraus resultiert das Gründungsdatum der heutigen St. Seb. Schützenbruderschaft Brauweiler e.V.. Doch im August des gleichen Jahres störte ein kleiner Zwischenfall das Vereinsleben, - der Erste Weltkrieg war ausgebrochen. Erst im September 1919 erlaubten die Besatzungsmächte die Wiederaufnahme der Vereinstätigkeiten und so konnte im April des Jahres 1921 die erste Fahne angeschafft und geweiht werden.
Im Juni 1930 wurde die Schützengesellschaft ins Vereinsregister in Köln eingetragen, unter der Nummer 1209, welche heute noch besteht.
In Jahren 1939 bis 1949 lag das Vereinsleben wiedereinmal brach, der Zweite Weltkrieg hatte begonnen. Im November 1946 verboten die Siegermächte sogar die weiterführung der Schützenvereine und alle Sportwaffen mussten abgeliefert werden. Doch Neugründugen waren für die Schützenbruderschaft eben nichts neues mehr und so schaffte sie es auch diesmal wieder, am 16. Juni 1949 wurde die Neugründung als Bruderschaft beschlossen, da kirchliche Schützenvereine schon wieder existieren durften.
Heute widmet sich die Bruderschaft der Erhaltung der Traditionen in Brauweiler, so wird regelmäßig ein Schützenfest ausgerichtet, welches immer auf den Monatswechsel von Mai zu Juni fällt. Die Mitgliederzahl liegt heute bei ungefähr einhundert, die aktiven sowie inaktiven und fördernden Mitglieder mitgezählt.
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Jugend (s.u.).
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"Brauweiler (bei Köln)".
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