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Karte
Braunschweig Bezirk 331.png
Lage der Nordstadt (dunkelgrau) in Braunschweig

Braunschweig Nordstadt ist einer von 20 Stadtbezirken Braunschweigs. Er hat die amtliche Nummer 421. Der Bezirk hat rund 22.000 Einwohner mit einer Fläche von 649 ha und somit einen Anteil von 3,4 % an der Gesamtfläche Braunschweigs.(Stand: 31.12.2004, Statistik der Stadt Braunschweig).

Der Bezirk Nordstadt besteht nicht aus einer einheitlichen Bebauungsfläche sondern aus 5 Teilgebieten, die zu unterschiedlichen Zeiten aus den unterschiedlichsten Gründen erbaut wurden. Altes Hochschulviertel (4204 EW), Nordbahnhof (3622 EW), Neues Hochschulviertel (1427 EW), Schwarzer Berg (4832 EW) und Siegfriedviertel (7539 EW ) (Stand: 31.12.2004, Statistik der Stadt Braunschweig).

Altes Hochschulviertel


Nordbahnhof


Neues Hochschulviertel


Schwarzer Berg


Siegfriedviertel


Das Siegfriedviertel stellt das größte Braunschweiger Siedlungsprojekt der Zwischenkriegszeit dar und wurde in zwei großen Bauabschnitten, auf dem Ärkerroder Feld, erbaut. Diese Fläche war schon 1913 in den Besitz der Stadt gekommen, damals aber noch nicht zu Siedlungszwecken. Der Erste Bauabschnitt war von 1926 bis 31 der Zweite von 1933 bis 41, hauptsächlich aber in den Jahren 35-37. Das Wohnkonzept basiert auf den Entwürfen für die Braunschweiger „Gartenstadt“ von 1919 durch Stadtbaumeister Hermann Flesche dessen Entwürfe sich an den allgemeinen Stadterweiterungskonzept von 1917 durch Theodor Goecke orientierten. Es enthielt damals schon die hufeisenförmige Gestalt mit der späteren Siegfriedstraße als „Rückrat“. Mit dieser Konzeption wurde, von der bis dahin üblichen, ringförmigen Stadterweiterung abgewichen. Dieses Konzept basierte auf den Gedanken des englischen Gartenstadtplaners Raymond Unwin mit seinem „Satelliten-Stadterweiterungsschema“.

Begonnen wurde 1921/22 mit Eigenheimbauten aber mit steigender Wohnungsnot ab Mitte der 20ger Jahre wurden vermehrt mehrgeschossige Wohngebäude errichtet. Der erst Bauabschnitt wurde 1929 abgeschlossen und die Bautätigkeit wurde erst 1935 mit Begin des zweiten Bauabschnittes wieder aufgenommen. Mit dieser sogenannten „zweiten Arbeitsschlacht“ begann die Erweiterung des Siegfriedviertels am 21.3.1935. Im nordöstlichen Teil (Dietrich-, Roland- und Artusstrasse) und am südlichen Rand (Freyastrasse) wurden 2geschossige Einfamilien-Reihenhäuser gebaut mit Gartenteil (eigene Scholle) Bauträger waren die BBG (Braunschweiger Bau Genossenschaft) die GAGFAH (???) und die Nibelungen Wohnbau GmbH, welche ursprünglich zur Bauaufsicht und späteren Verwaltung der Wohnungen im Siegfriedviertel 1926 gegründet wurde. Als weitere Bebauung wurde westlich des Bienroder Weges eine große Kasernenanlage gebaut. Die Kaserne beherbergte nach Ihrer Entstehung die 31. Infanteriedivision die aus verschiedenen Nachrichteneinheiten bestand. Heute ist auf Ihr Nordgelände der TU und teilweise noch Bereitschaftspolizei angesiedelt.

Literatur


  • Bauen in der NS Zeit; Markus Mittmann, ISBN 3-8271-9050-9

Weblinks


Ort in Braunschweig

 

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