| Wappen | Karte |
|---|---|
| Stadtwappen der Stadt Brakel.png | Lage der Stadt Brakel in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Detmold |
| Kreis: | Höxter |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 110,7 - 361,9 m ü. NN |
| Fläche: | 173,74 km² |
| Einwohner: | 17.735 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 102 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 33034 |
| Vorwahl: | 05272, 05648 (Brakel-Gehrden) |
| Kfz-Kennzeichen: | HX |
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 62 016 |
| Stadtgliederung: | Brakel u. 14 Ortschaften |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 33034 Brakel |
| Website: | www.brakel.de |
| E-Mail-Adresse: | info@brakel.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Friedhelm Spieker (CDU) |
(Stand der Einwohnerzahlen: 31. Dezember 2003)
Erstmals erwähnt von Benediktinermönchen um 836 als "villa brechal". Brakel entwickelte sich zu einer nicht unbedeutenden Handelsstadt, die Mitglied der Hanse war und noch heute ist. Im 14.Jahrhundert steht die Hansestadt im Mittelpunkt ihrer Blüte und im Bistum Paderborn gleichrangig mit Paderborn und Warburg, erkennbar am eigenen Gerichts-, und Marktrecht. Die allgemeine Lage verschlechterte sich im 15.Jahrhundert, in den Außenbezirken erfolgt die Gründung des Klosters Brede. Der Dreißigjährige Krieg hinterlässt auch in Brakel Spuren. 1803 übernimmt Preußen die Stadt und ernennt Brakel zur Kreisstadt. Nach vorübergehender französischer Verwaltung muss man den Kreissitz ab 1832 endgültig an Höxter abtreten. Am 1. Januar 1970 schließen sich die zuvor selbständigen Gemeinden Beller, Bellersen, Bökendorf, Erkeln, Hembsen, Hinnenburg, Istrup, Rheder, Riesel und Schmechten der Stadt an. Im Zuge des Landesgesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise vom 5. November 1974 werden der Kreis Höxter und der Altkreis Warburg zusammengelegt. Die bis dahin selbständigen Gemeinden Auenhausen, Frohnhausen, Hampenhausen, Siddessen und die Stadt Gehrden fallen an Brakel. Im Zuge der Neuordnung war auch in der Diskussion, Brakel zur Kreisstadt des neuen Kreises zu ernennen. Besonders die geographische Lage in der Mitte des neuen Kreises wurde als Pluspunkt Brakels angesehen. Letztlich scheiterten die Brakeler Ambitionen auf den Kreissitz aber. Höxter blieb Kreisstadt. Zwischen 1966 und 1995 war Brakel Garnisonsstadt des 43. Artilleriebataillons aus Belgien. Die heutigen Schwerpunkte der Entwicklung sind wie folgt:
Brakels hansischen Beziehungen gehen bereits auf seine frühe Geschichte bis hin zum Mittelalter zurück. Bereits die erste nachweisliche Ansiedlung "villa brechal" (erste schriftliche Erwähnung im Jahr 836 im Zusammenhang mit der Überführung der Gebeine des heiligen Vitus von St. Denis, Frankreich, nach Corvey), später im 12. Jahrhundert Sitz der Herren von Brakel, liegt aufgrund zweier sich hier kreuzenden alten Handelswege einerseits in zentraler Verkehrslage, andererseits bietet die Topographie eine Ausdehnungsmöglichkeit im Frühmittelalter.
So hatten die Fernhändler an der Entwicklung Brakels von Anfang an den entscheidenden Anteil, wie sie als Führungsschicht in vielen Plananlagen westfälischer Städte nachweisbar sind. Die durch Brakel verlaufende Hellweglinie ist somit die tradierte Wirtschaftsbasis für den Fernhandel.
Als Prinzipalstadt der Hansestadt Paderborn wird Brakel Mitglied der Hanse. So war Brakel frühzeitig am hansischen Handel beteiligt. Insbesondere im 13. und 14. Jahrhundert hat sich Brakel durch fernhändlerische Aktivitäten bis in die Hansestädte des Ostseeraumes entwickelt. Auf diese hansischen Beziehungen verweisen zu der Zeit (15. Jahrhundert) im Ostseeraum nachweisbare Brakeler Münzen. (Auszüge aus dem Beitrag "Brakel als Hansestadt" von Ulrich Ernst als Bestandteil der hansischen Stadtgeschichten des Westfälischen Hansebundes).
Ausgehend von der gemeinsamen geschichtlichen Vergangenheit gründeten die Vertreter von 20 ehemaligen Hansestädten am 25. Juni 1983 den Westfälischen Hansebund, dem auch die ehemalige Hansestadt Brakel als Gründungsmitglied angehört. Mittlerweile gehören dem Westfälischen Hansebund 40 ehemalige Hansestädte an. Ziel des Hansebundes ist unter anderem, das Eigenbewusstsein der Westfälischen Hansestädte zu fördern, zur Selbstdarstellung der Städte beizutragen und die Gemeinsamkeiten westfälischer Hansestädte herauszustellen. Bereits seit 1984 ist es Tradition, regelmäßig einmal im Jahr einen sog. "Westfälischen Hansetag" durchzuführen. Die Hansetage sind für den Besucher attraktiv und informativ im Sinne des Hansegedankens gestaltet und insbesondere geprägt durch interessante kulturelle, touristische und sportliche Veranstaltungen (Festumzüge, Bauern-, Handwerker- u. Kaufleutemarkt, Aktionsbühne, Abendveranstaltungen, pp.). In den in diesem Zusammenhang auch regelmäßig stattfindende Sitzungen des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit und des historischen Arbeitskreises sowie der Delegiertenversammlung arbeiten die Mitglieder des Westfälischen Hansebundes im Sinne des Hansegedankens eng zusammen.
Die Hanse im Internet: http://www.hansebund.org und http://www.hanse.org
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Bedeutung: Der kleine Schild mit dem Torgatter, der auf Brakeler Münzen bereits 1227 vorkommt, ist das Wappen der Herren von Brakel, die bis zu ihrem Aussterben in männlicher Linie 1268 die Stadtherren waren. An der Südseite des Rathauses befindet sich ein Wappenstein, wohl aus dem 16. Jahrh., der nur diesen Schild der Herren von Brakel zeigt. Auch die Paderborner Wappenhandschrift des 18. Jahrh. enthält als Wappen von Brakel nur diesen Schild. Seit dem Ende des 13. Jahrh. führt die Stadt Brakel ein Siegel, welches die unter „Beschreibung" wiedergegebene Darstellung enthält. Ein seit 1316 gebrauchter Siegelstempel wird heute noch im Stadtarchiv aufbewahrt. Als im Jahre 1907 das Wappen neu festgesetzt wurde, wählte die Stadt als Vorbild den Siegelstempel von 1316. Die Farbgebung des Wappenschildes der Herren von Brakel entspricht den Stadtfarben, da die Wappenfarben des ausgestorbenen Stadtherrengeschlechtes nicht bekannt sind. In dieser Form erhielt das Wappen am 18. März 1908 die königliche Genehmigung.
Banner: Von Grün und Weiß längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt in der Mitte der oberen Hälfte. Schrift oberhalb des Wappens: Stadt, Schrift unterhalb des Wappens: Brakel
Flagge: Von Grün und Weiß längsgestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt.
Der Annentag in Brakel die größte Innenstadtkirmes im Weserbergland, die alljährlich am Wochenende des ersten Augustsonntags stattfindet.