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Wappen Lage
Wappen Brake.png Karte_brake(unterweser)_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wesermarsch
Fläche: 38,18 km²
Einwohner: 16.267 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 426 Einwohner je km²
Höhe: 3 m ü. NN
Postleitzahlen: 26919
Vorwahl: 04401
Geografische Lage:
Kfz-Kennzeichen: BRA
Gemeindeschlüssel: 03 4 61 002
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schrabberdeich 1
26919 Brake
Offizielle Website: www.brake.de
E-Mail-Adresse: stadt@brake.de
Politik
Bürgermeisterin: Uta Maron (Parteilos)
Brake ist die Kreisstadt des Landkreises Wesermarsch in Niedersachsen und hat etwa 16.300 Einwohner (2004). Das Kfz-Kennzeichen des Landkreises lautet nach den Anfangsbuchstaben der Kreisstadt BRA.

Geografie


Brake liegt im Zentrum des Städtevierecks Bremerhaven, Bremen, Oldenburg und Wilhelmshaven. Mit der Lage direkt an der seetiefen Unterweser, der Nähe zu den Autobahnen A29 und A27 sowie dem Bremer Flughafen besitzt die Seehafenstadt eine günstige Infrastruktur zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Zudem ergänzt die Bahnstrecke in Richtung Nordenham bzw. Oldenburg/Bremen die Verkehrsanbindung der Stadt.

Mit dem nördlich gelegenen Wesertunnel, der seit Januar 2004 für den Verkehr freigegeben ist, hat Brake eine noch bessere Anbindung an das Autobahnnetz der Region bekommen. Da der Tunnel für Radfahrer und Fussgänger gesperrt ist und gleichzeitig mit der Eröffnung des Tunnels der Fährverkehr über die Weser eingeschränkt wurde, ergeben sich jedoch für diese Verkehrsteilnehmer einige Mobilitätsnachteile in der Region.

Geschichte


  • 14. Jahrhundert, Der Begriff "Brake" taucht erstmals auf, als eine große, nicht wieder zugedämmte Einbruchstelle im Deich, einem Überschwemmungsgebiet in der Siedlung Harrien

  • 25./ 30. Mai 1384, Brake erstmals in einer Urkunde als "brake to Harghen (Harrien)" erwähnt

  • ab dem 17. Jahrhundert, Brake wird immer öfter als Name für einen Wohnort verwendet, Braksiel und Harrierbrake

  • 1731, Bau des Fischerhauses (ältestes in Brake erhaltenes Haus)

  • 1756, erste urkundliche Erwähnung Brakes als Hafen

  • Verlauf des 19. Jahrhunderts, Brake wird zu einem bedeutenden Industriestandort für die Schifffahrt, die Weser wird weiter ausgebaut

  • 1814, Brake bildet erstmals eine eigene Kommune - Amt Brake

  • 1846, Bau des Telegraphen zur Weitergabe von Schiffsnachrichten zwischen Bremen und Bremerhaven

  • 1. Mai 1856, Erhebung Brakes zur Stadt, weiterhin bestehen als Gemeinden Golzwarden und Hammelwarden (ab 1913 nach und nach Eingemeindung in die Stadt Brake)

  • 1873, Anschluss an das Eisenbahnnetz

  • 1892, Bau der Pieranlage

  • 1936, Bau der Admiral-Brommy-Kaserne

  • 1960, Einweihung des Schifffahrtsmuseums

  • 1972, Übergabe des Kultur- und Sportzentrums mit Stadtbad und Großsporthalle

  • 1974, Baubeginn des Kreisberufsschulzentrums, Angliederung der Ortsteile Golzwarden und Schmalenfleth an Brake

  • 1996, Schliessung der Admiral-Brommy-Kaserne

  • 2006, 150 Jahre Stadtrechte

Politik


Im Braker Stadtrat sind die Gruppen SPD/UWG und CDU/FDP sowie die Fraktion der WGB vertreten. Die SPD/UWG-Gruppe stellt die Mehrheit der Mitglieder des Rates. Bürgermeisterin Uta Maron (parteilos) wurde im Mai 2000 als erste Frau Oberhaupt der Stadt.

Sitzverteilung:

  • SPD: 17 - Fraktionsvorsitzender Dieter Lohstroh
  • CDU: 9 - Fraktionsvorsitzender Claus Plachetka
  • FDP: 2 - Fraktionsvorsitzender Gustav Hellmers
  • WGB (Wählergemeinschaft Brake): 3 - Fraktionsvorsitzender: Walter Erfmann
  • UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft): 1 - Tede Tedsen
  • Bürgermeisterin: 1

Sehenswürdigkeiten


Brakes Wahrzeichen bildet der 1846 unter dem oldenburgischen Großherzog Paul Friedrich August als Bestandteil einer zwischen Bremen und Bremerhaven eingerichteten optischen Telegraphenlinie erbaute „Telegraph“.

Seit 1960 Stammsitz des Schifffahrtsmuseums der Oldenburgischen Weserhäfen beherbergt der „Telegraph“ auf insgesamt sieben Stockwerken Ausstellungsstücke, die wertvolle Dokumente der Schifffahrtsgeschichte des oldenburgischen Unterweserraums darstellen. Schiffsportraits, Schiffsmodelle, Galionsfiguren, Seekarten, nautische Instrumente und Reisemitbringsel sind sehenswerte Zeugen einer längst vergangenen Zeit und lassen die Erinnerung an die Epoche der Windjammerkapitäne wieder lebendig werden. Wrackteile der Pamir erinnern an deren Schiffsuntergang.

In einem alten Kaufmanns- und Reederhaus aus dem Jahre 1808, in unmittelbarer Nähe des „Telegraphen“, ist seit 1985 der zweite Teil der Sammlung des Schifffahrtsmuseums untergebracht.

Den Besucher erwarten hier ein kompletter Schiffsausrüsterladen aus der Jahrhundertwende, eine Segelmacherwerkstatt, ein altes Reedereikontor und der Wohnsalon von Admiral Rudolf Brommy, dem Befehlshaber der ersten deutschen Flotte.

Freunde der Seefahrt und der nautischen Geschichte finden in den beiden Gebäuden eine in seltener Geschlossenheit präsentierte Sammlung.

Marine


Brake war lange Zeit ein wichtiger Standort für die Ausbildung der Seeleute der Marine. In der 1936 gebauten Admiral-Brommy-Kaserne wurden die Matrosen und Unteroffiziere für den technischen Dienst an Bord vorbereitet. Nach dem Krieg wurde hier im wesentlichen die Grundausbildung für die Wehrpflichtigen in den sog. "Heizerberufen" durchgeführt. Dies betraf die Verwendungsreihen 42( Antriebstechnik), 43(Elektrotechnik) und 44 (Schiffsbetriebstechnik).

1996 zog der komplette Lehrbetrieb in die neugebaute Marinetechnikschule Parow um, die seitdem alle technischen Ausbildungseinheiten der Marine bis auf die Schiffssicherungstechik (Neustadt/Holst.) und die Marineoperationsschule (Bremerhaven) umfasst. Die Brommy-Kaserne wurde im Jahre 2000 abgerissen.

Wirtschaft


Die Lage Brakes am tiefen Fahrwasser der Weser war ausschlaggebend für die historische Entwicklung der Stadt und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Hafens.

Das Bild des Hafens wird geprägt von seiner Funktion als Umschlagszentrum für die traditionellen Massenschüttgüter Getreide, Futter- und Düngemittel, Schwefel sowie die Massenstückgüter Holz, Papier, Eisen und Stahl. Zusätzlich gewinnt der Umschlag von Projektladung, Stück- und Schwergut sowie Containern ständig an Bedeutung und bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Heute kann der Braker Hafen von Schiffen mit 11,90 m Tiefgang und einer Tragfähigkeit von bis zu 45.000 tdw angelaufen werden. Im tidenunabhängigen Binnenhafen werden LASH-Barges, Kümos und Binnenschiffe für den europäischen Verkehr abgefertigt. Per Binnenschiff werden regelmäßig umfangreiche Transporte auf allen Wasserstraßen Europas von und nach Brake durchgeführt.

Im Jahre 2004 wurde der bis dahin frei zugängliche Seehafen aufgrund der Umsetzung internationaler Vereinbarungen vollständig eingezäunt. Die Nordstrasse wurde für den öffentlichen Verkehr eingezogen und, ebenso wie das Gelände der ehemaligen Marineschule, dem Hafengebiet zugeschlagen. Zugang zum Hafengelände besitzen nur noch autorisierte Personen.

Im Jahre 2003 wurden rd. 5,27 Mio. Tonnen Güter im Seeverkehr umgeschlagen. Zusammen mit dem Binnenschiffverkehr belief sich der Umschlag auf 6,28 Mio. Tonnen.

Die Kreisstadt Brake mit ihren ca. 16.300 Einwohnern ist ein lebhaftes Mittelzentrum und Sitz zahlreicher Behörden.

Für rund 50.000 Einwohner im Einzugsbereich (von insgesamt über 90.000 Einwohnern im Landkreis Wesermarsch) erfüllt Brake zudem sämtliche Versorgungsfunktionen. Dazu gehören ein breit gefächertes Gesundheitswesen, zahlreiche soziale Einrichtungen und ein vielfältiges kulturelles Angebot.

Als Bildungsmittelpunkt des Landkreises Wesermarsch verfügt Brake über alle weiterführenden Schulen. Diese Möglichkeiten werden noch ergänzt durch die nahegelegenen Universitäten bzw. Fachhochschulen in Bremen, Oldenburg (Oldb), Wilhelmshaven und Bremerhaven. Vor allem aber ist Brake für Bewohner und Besucher eine Stadt zum Wohlfühlen, in der sich Tradition und Moderne in Harmonie verbinden. Neu erschlossene, ruhige Wohngebiete und attraktive Einkaufsgelegenheiten finden sich hier ebenso wie alte Pack- und Lagerhäuser, Giebelbauten und beeindruckende Villen aus dem 19. Jahrhundert.

Für Sportinteressierte stehen Hallen- und Freibad, Sportfreianlagen, Tennisplätze sowie eine Tennishalle zur Verfügung.

Partnerstädte


Im Oktober 2005 beschloss der Stadtrat von Brake die Aufnahme einer Städtepartnerschaft mit Zwiesel im Bayerischen Wald in die Wege zu leiten, nachdem bereits mehrere Jahre freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Städten gewachsen sind. Am 5. Mai 2006 wurde der Partnerschaftsvertrag bei einer Festsitzung in Brake von beiden Bürgermeistern feierlich unterzeichnet. Der Ausbau der Beziehungen und Kontakte soll auf gesellschaftlichem, kulturellem, wirtschaftlichem, touristischem, sportlichem und kommunalpolitischem Gebiet stattfinden. Dabei soll die Begegnung junger Menschen einen Schwerpunkt bilden.

Persönlichkeiten


  • Karl Rudolf Bromme, genannt Brommy: Admiral der ersten deutschen Flotte (Reichsflotte in Brake, 1848-1852); geboren in Anger (heute Leipzig).
  • Arp Schnitger: geboren am 2. Juli 1648 in Schmalenfleth (Brake); einer der berühmtesten Orgelbauer; bekam das Patent als königlich privilegierter Orgelbauer.
  • Georg von der Vring: geboren am 30. Dezember 1889 in Brake; Maler und Zeichenlehrer; schrieb Gedichte und Erzählungen; seit 1960 Ehrenbürger der Stadt Brake; beschrieb Brake in seiner Autobiografie; lebte zuletzt in München; starb am 28. Februar 1968, Grabstätte in Brake, OT Hammelwarden.
  • Eduard Scheve, geboren 1836 in Vomarstein, Begründer der evangelisch-freikirchlichen Diakonie und Außenmission, war zeitweilig Pastor in Brake
  • Helmut Debus: plattdeutscher Liedermacher.
  • Lutz Ackermann: Moderator beim Norddeutschen Rundfunk.

Weblinks


Ort in Niedersachsen | Ort mit Seehafen

Brake (Unterweser) | Braak | Brake (Unterweser)

 

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