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Die Brailleschrift wird von stark Sehbehinderten und Blinden benutzt, ist also eine Blindenschrift. Sie wurde 1820 vom Franzosen Louis Braille entwickelt. Die Schrift arbeitet mit Punktmustern, die von hinten in das Papier gepresst sind, so dass sie als Erhöhung mit den Fingerspitzen abgegriffen werden können. Übersicht Blindenschrift.jpg | Refreshable Braille display.jpg zur Verwendung am Computer]] Braille calendar cs.jpg | DSC 4050-MR-Braille.jpg Sechs Punkte, drei in der Höhe mal zwei Punkte in der Breite, bilden das Raster für Kombinationen, mit denen die Buchstaben dargestellt werden. Bei 6 Punkten ergeben sich 64 Kombinationsmöglichkeiten (das Leerzeichen inbegriffen). Für die Ausgabe von Brailleschrift durch den Computer werden Brailledisplays verwendet. Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten festlegen lassen, wird hier auch oft noch eine vierte Zeile hinzugefügt, so dass acht Punkte zur Verfügung stehen. Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch gleich, die letzte Zeile bleibt lediglich leer.

Für spezielle Anwendungen existieren zudem noch Varianten, bei denen die Bedeutung der Zeichen anders ist. Dazu zählen z.B. die Mathematikschrift, die Chemieschrift, die Musiknotation und andere. Es muss daher zuvor darauf hingewiesen werden, dass ein spezieller Zeichensatz folgt.

In der deutschen Brailleschrift werden grundsätzlich vier verschiedene Notationsmöglichkeiten für Texte unterschieden.

  1. Normalschrift: Hier entspricht im Allgemeinen jeder Buchstabe einem Braillezeichen.
  2. Basisschrift: Im Gegensatz zur Normalschrift gibt es keine Großschreibung mehr. Akzentbuchstaben und bestimmte Satzzeichen werden durch spezielle Zeichen ersetzt.
  3. Vollschrift: Häufige Tupel der deutschen Sprache (st, sch, ie, ei, au, ...) werden in nur einem Braillezeichen kodiert.
  4. Kurzschrift: Die Kurzschrift entspricht in etwa Steno (z.B. steht 'u' für 'und'). Der Text wird dabei auf etwa 60% der Originalgröße verkürzt. Die Kurzschrift erlaubt es geübten Blinden, Blindenschrift so schnell wie Schwarzschrift zu lesen.

Ein Zeichen in Brailleschrift ist etwa 6 mm hoch und 4 mm breit, so dass die Tastschärfe von trainierten Menschen nicht unterschritten wird.

Codetabelle


Buchstaben bzw. Ziffern:(Soll der Buchstabe die Bedeutung einer Zahl haben, so wird das Zahlzeichen vorangesetzt) Image:Braille A1.svg|A oder 1 Image:Braille B2.svg|B oder 2 Image:Braille C3.svg|C oder 3 Image:Braille D4.svg|D oder 4 Image:Braille E5.svg|E oder 5 Image:Braille F6.svg|F oder 6 Image:Braille G7.svg|G oder 7 Image:Braille H8.svg|H oder 8 Image:Braille I9.svg|I oder 9 Image:Braille J0.svg|J oder 0 Image:Braille K.svg|K Image:Braille L.svg|L Image:Braille M.svg|M Image:Braille N.svg|N Image:Braille O.svg|O Image:Braille P.svg|P Image:Braille Q.svg|Q Image:Braille R.svg|R Image:Braille S.svg|S Image:Braille T.svg|T Image:Braille U.svg|U Image:Braille V.svg|V Image:Braille W.svg|W Image:Braille X.svg|X Image:Braille Y.svg|Y Image:Braille Z.svg|Z

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Buchstaben/Buchstabenfolgen
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d
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t
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x
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z
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ß
 ο
st
 ο
au
ο 
eu
ο 
ei
οο
äu
 ο
ä
 ο
ö
 ο
ü
ο 
ie
 ο
ch
οο
sch
ο 
Zahlzeichen
 ο
Ziffern
1
ο 
2
ο 
3
οο
4
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5
ο 
6
οο
7
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8
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9
 ο
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Symbole und Zeichen
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Siehe auch


Weblinks


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