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Bradykardie ist ein Fachausdruck der Medizin für langsamen Pulsschlag (Herzfrequenz) unterhalb von 60 Schlägen pro Minute.

Die Ursache der Bradykardie liegt in der Erregungsbildung oder Erregungsleitung im Herzen. Wird die Erregung im Sinusknoten gebildet und liegt unter 60 Schlägen pro Minute, häufig bei jungen sportlichen Menschen, spricht man von Sinusbradykardie. Das kindliche Herz schlägt in Ruhe deutlich schneller als das Herz eines Erwachsenen. Männer haben durchschnittlich eine etwas niedrigere Pulsfrequenz als Frauen, bei sportlich trainierten Menschen kann die Pulsfrequenz in der Nacht bis auf 35 Schläge/Minute abfallen, ohne dass dies krankhaft ist.

Meist wird die Herzfrequenz als Ruhefrequenz definiert. Es gibt auch den Fall, dass der Herzschlag in Ruhe normal ist, unter Belastung aber nicht adäquat ansteigt. Dieser Zustand ist eher selten und ist schwieriger erkennbar. Man spricht hier nicht von einer Bradykardie, sondern von einer chronotropen Inkompetenz.

Das Gegenteil von Bradykardie wird als Tachykardie bezeichnet und beschreibt eine Ruhe-Pulsfrequenz von > 100 Schläge/Minute.

Diagnostik der Bradykardie


Es gibt verschiedene Methoden, um eine Bradykardie zu erkennen. Man kann den Puls fühlen, das Herz abhören. Am besten bewährt hat sich das EKG, insbesondere das Langzeit-EKG. Weitere wenig gebräuchliche Methoden sind die Frequenzmessung über die Pulsoximetrie oder die Frequenzmessung mittels Ultraschall durch die Echokardiografie oder durch den Gefäßdoppler.

Ursachen einer echten Bradykardie


Behandlung einer Bradykardie


Die Behandlung der Bradykardie ist heute meist relativ einfach und sicher durchführbar. Bei einer dauerhaften oder rezidivierend auftretenden, krankhaften Bradykardie hat sich die Herzschrittmachertherapie als beste Behandlungsform fast vollständig gegenüber den medikamentösen Maßnahmen durchgesetzt. Medikamentöse Maßnahmen werden fast nur noch im akuten Notfall oder als Überbrückungsmaßnahme eingesetzt.

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