Der Begriff Brache bezeichnet ursprünglich ein unbestelltes Feld. Inzwischen gilt ein Grundstück auch als Brache, wenn es sich einmal in menschlicher Nutzung befanden, seine Nutzung (zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen) aber wieder aufgegeben wurde, jedoch Spuren (wie zum Beispiel Gebäude) an der Fläche hinterlassen hat. Diese Spuren können eine Folgenutzung beeinträchtigen oder gar schwere Umweltschäden darstellen.
Gemäß dem Bericht im Alten Testament der Bibel hatten die Bewohner des alten Israel ihre Felder alle sieben Jahre, im so genannten Sabbatjahr, brach liegen zu lassen.
Das System der Brachejahre wird auch heute noch angewandt, vor allem in sogenannten Ungunstgebieten, deren ökologische Rahmenbedingungen eine Bodennutzung ohne Regenerationsphasen nicht zulassen. Dies sind zum Beispiel weite Teile der Subtropen, in denen die Böden nur geringe Nährstoffspeicher aufweisen. Werden diese Regenerationszeiten nicht eingehalten, degradiert der Boden schnell und ist nach wenigen Jahren landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar.
Einer Umnutzung oder Revitalisierung steht häufig eine Schadstoffbelastung der Böden und Anlagen entgegen, die häufig erst nach aufwändiger und kostenintensiver Sanierung möglich ist (zum Beispiel Zeche Zollverein in Essen). Die Wiedereingliederung von Industriebrachen in den Wirtschaftskreislauf wird als Flächenrecycling bezeichnet.
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