| Basisdaten
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| Staat: | Rumänien
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| Bezirk: | Braşov
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| Einwohner: | 283.901 (2002)
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| Fläche: | --
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| Bevölkerungsdichte: | --
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| Höhe: | 600 m ü. NN
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| Postleitzahl: | 500000
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| Telefonvorwahl: | +40 (268)
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| Geografische Lage: |
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| Kfz-Kennzeichen: | --
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| Stadtverwaltung
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| Bürgermeister: | George Scripcaru (PD)
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| Adresse: | --
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| Homepage: | www.brasovcity.ro
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| E-Mail: | --
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Braşov * (dt. Kronstadt, ung. Brassó, lat. Brassovia, Corona, neugr. Stephanopolis, siebenbürgisch-sächsisch Krunen) ist eine Stadt im Bezirk Braşov im Burzenland in Siebenbürgen, Rumänien.
Die Stadt hat 283.901 Einwohner, davon etwa 1.400 Deutsche (Stand 2002).
Geschichte
Brasov_Piata_Sfatului.jpg
Braşov, deutsch Kronstadt, wurde von den Ritterbrüdern des
Deutschen Orden im frühen 13. Jahrhundert als südöstlichste deutsche Stadt in Siebenbürgen unter dem Namen
Corona (Kronstadt) im
Karpatenbecken gegründet. 1225 mussten die Deutschordensritter ihr Komturei Kronstadt verlassen und ließen sich im Baltikum nieder. Braşov war über Jahrhunderte das kulturelle, geistige und religiöse Zentrum der
Siebenbürger Sachsen, die seit dem 12. Jahrhundert in der Region siedelten und bis ins 19. Jahrhundert hinein die Mehrheitsbevölkerung in der Stadt bildeten. Im 13. und
14. Jahrhundert fielen immer wieder
Tataren und Türken in die Stadt ein. Noch bis ins 17. Jahrhundert hinein waren Stadt und Region durch ihre Lage an der Grenze zum osmanischen Machtbereich immer wieder bedroht. Stadt und Region gehörten seit dem Mittelalter zum Königreich Ungarn bzw. zum Kaiserreich Österreich-Ungarn. Seit dem
Friedensvertrag von Trianon von
1920, gehört die Stadt zu
Rumänien. In der Zeit von
1951 bis
1961 wurde die Stadt im Gefolge des Personenkults um
Stalin in
Oraşul Stalin (Stalinstadt) umbenannt. Bereits 1987, zwei Jahre vor dem Wendejahr 1989, gehörte Braşov zu den ersten Städten Rumäniens, in denen sich Arbeiter gegen die
Ceauşescu-Diktatur erhoben, vom ersten Aufstand blieben viele nach Verhaftungen verschollen.
Die Bevölkerung ist seit mehreren Jahrzehnten mehrheitlich rumänischer Nationalität. Es leben auch zahlreiche Ungarn in der Stadt. Durch Vertreibung nach dem
Zweiten Weltkrieg und Auswanderung vor und nach der Wende von 1989 ist die deutsche Bevölkerung inzwischen fast völlig verschwunden.
Politik
Bei der Kommunalwahl 2004 wurde George Scripcaru von der Demokratischen Partei (PD) zum neuen Bürgermeister gewählt.
Persönlichkeiten
- Johannes Honterus (* 1498; † 23. Januar 1549), Humanist und Reformator.
- Valentin Bakfark (* 1507 oder 1527; † 15. August 1576) Lautenist und Komponist.
- Johann Martin Honigberger (* 10. März 1795; † 18. Dezember 1869), Apotheker und Orientforscher.
- George Dima (* 10. Oktober 1847), Komponist und Dirigent.
- Adolf Meschendörfer (* 1877; † 1963), Schriftsteller.
- Emil Witting (* 1880; + 1952), Heimatschriftsteller
- Heinrich Zillich (* 1898; 1988), Schriftsteller
- Harald Meschendörfer (* 1909; † 1984), Maler und Graphiker.
- Friedrich von Bömches, Ritter von Boor (* 27. Dezember 1916), Maler und Graphiker.
- Mihai Brediceanu (* 14. Juni 1920), Komponist.
- Günther Bosch (* 1. März 1937), Trainer von Boris Becker.
- Ion Ţiriac (* 9. Mai 1939), Tennisspieler, Manager von Boris Becker und heute Groß-Unternehmer in Rumänien.
- Peter Maffay (* 30. August 1949), Musiker.
- Dumitru Dorin Prunariu (*27. September 1952), Kosmonaut (erster Rumäne in Weltraum), Politiker.
- Brassaï eigentlich Gyula Halász (* 9. September 1899; †11. Juli 1984) in Nizza, Photograph.
Bauwerke
Historische Bauwerke
Brasov_black_church_winter_2006-03-08.jpg im Winter]]
Bedeutendes geschichtliches Bauwerk und markantes Wahrzeichen der Stadt ist die evangelische
Schwarze Kirche. Die historische Altstadt ist geprägt von spätmittelalterlichen Bürgerhäusern ( so z.B. das Hirshcherhaus am Rathausplatz) und großzügigen, stilvollen Bauten des 19. Jahrhunderts.
Moderne Bauwerke
In der Nähe von Braşov bei Brenndorf (
Bod) betreibt der rumänische Rundfunk einen Langwellensender auf der Frequenz 153 kHz mit einer Sendeleistung von 1.200 Kilowatt.
Wirtschaft
Am 13. Juli 2004 gab die Firma Autoliv aus Schweden bekannt, das man in Braşov ein neues Produktionswerk für Autogurte bauen wird. Es werden 7 Millionen Euro investiert, 40 Arbeitsplätze werden so ab Mitte 2005 entstehen. Neben der KFZ-Industrie ist der Maschinenbau der wichtigste Wirtschaftzweig der Stadt.
Fauna
Beinahe täglich werden in den Randbezirken der Stadt Bären gesichtet, welche die dortigen Mülleimer nach Essbarem durchsuchen und sich sogar von Menschen füttern lassen. Hintergrund: In den Wäldern rund um Braşov leben noch Bären (Brauner Karpatenbär) in freier Natur. Damit ist sie einer der wenigen Gegenden in Südosteuropa, wo das noch der Fall ist.
Projekte zum Schutz von Wölfen und Bären in Kooperation mit dem World Wide Fund for Nature (WWF):
Verkehr
Die Stadt ist Eisenbahnknoten mit dem Rangierbahnhof Braşov Triaj und hat seit 1959 ein Trolleybussystem. Daneben wird die Stadt von zahlreichen Taxis, Linienbussen sowie einer Straßenbahn befahren.
Der Bau eines Internationalen Flughafens nahe Brasov, in Ghimbav, ist in Planung.
Sport
Die Fußballvereine FC Braşov und Forex Brasov spielen in der zweiten rumänischen Liga.
Sehr erfolgreich spielt die Handball-Damenmannschaft, Rulmentul Brasov, die gerade rumänischer Ligameister sowie Pokalmeister 2006 geworden ist.
Siehe auch
Weblinks
Ort in Siebenbürgen
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