Boy Gobert (eigentlich Christian Gobert; * 5. Juni 1925 in Hamburg als Boy Christian Klée Gobert; † 30. Mai 1986 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Theaterschauspieler, Filmschauspieler und Theaterregisseur.
Gobert wurde als Sohn eines hanseatischen Senators geboren und kam nach einigen Theaterengagements 1955 zum Film. Dandys, Snobs und Bonvivants waren seine Stärke. Später führte er auch Regie und avancierte 1969 zum Intendanten des Hamburger Thalia-Theaters, das er bis 1980 leitete. Seine Devise lautete: "Ein Optimum an Kunst und Kasse."
1980 wechselte er als Generalintendant an die Staatlichen Schauspielbühnen in Berlin. Im September 1986 sollte er die Direktion des Wiener Theaters in der Josefstadt übernehmen, starb jedoch zuvor an Herzversagen in seinem Haus in Wien-Neustift. U.a. wollte er gemeinsam mit Otto Schenk in Sunny Boys von Neil Simon auftreten sowie auch als Regisseur tätig werden. Interimistisch leitete Eberhard Witt, der zu Goberts Direktionsteam gehörte, zusammen mit dem kaufmännischen Direktor Heinrich Kraus bis Ende 1987 die Bühne.
Seit 1960 war Gobert Mitglied des Wiener Burgtheaters und seit 1981 auch österreichischer Staatsbürger. Durch den österreichischen Bundespräsidenten erhielt er zudem den Titel eines Kammerschauspielers. Am 19. April 1978 wurde er vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für seine künstlerischen Verdienste um die Stadt Hamburg geehrt.
Nach ihm ist der Boy-Gobert-Preis benannt.
Mann | Deutscher | Österreicher | Schauspieler | Burgschauspieler | Geboren 1925 | Gestorben 1986
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