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Die Bourrée (franz.; ital. borea, engl. boree) ist ein aus der Auvergne stammender Volkstanz des 16. Jahrhunderts, der zu einem Hoftanz des französischen Hofes wurde.

Sie wurde erstmals von Herorad, dem Leibarzt des jungen Königs Louis XIII, in einem Brief erwähnt. In der Folgezeit kann die Bourrée an verschiedenen Orten belegt werden. Die ersten schriftlich überlieferten Bourrées stammen aus dem 17. Jahrhundert und sind in geradem Takt notiert.

Die höfische Bourrée und ihr Grundschritt "pas de bourrée" findet im 17./18. Jahrhundert als bourrée française im meist auftaktigen und synkopierten, lebhaften 2/2- oder Allabreve-Takt (auch 4/4 und 2/4) Eingang in Ballett, Oper und Suite, wo sie häufig zwischen Sarabande und Gigue eingeschoben wird. Enge Beziehungen bestehen zu Rigaudon und Gavotte.

Johann Sebastian Bach koppelte sie mit einem Double (diminuierende Variation eines Suitensatzes), nach dem die Bourrée wiederholt wird.

Als Volkstanz fand die Bourrée bis zum 19. Jahrhundert auch eine Verbreitung im dreiteiligen Takt.

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Historischer Tanz | Gattungen und Formen (Musik)

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