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Boule (frz. für Kugel) ist der Oberbegriff für ein Geschicklichkeitsspiel mit Kugeln. Unterschieden werden das Jeu Provençal, das mit Anlauf gespielt wird, und Pétanque, das – wie der provenzalische Ausdruck pieds tanqués beinhaltet – mit geschlossenen Füßen, also ohne Anlauf gespielt wird. In der Region um Lyon ist außerdem noch das Boule Lyonnaise verbreitet.

Auch in deutschen Städten, insbesondere in Südwestdeutschland wird vermehrt Boule gespielt.

In Frankreich, wie in Deutschland sieht man Boulespieler meist in Schloss- und Stadtparks.

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Regeln


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Es können 1 gegen 1 (tête à tête), 2 gegen 2 (Doublette) oder 3 gegen 3 (Triplette) Spieler gegeneinander antreten. In einigen Gegenden Frankreichs wird auch gerne Quartett (8 Kugeln pro Mannschaft) gespielt. Ziel des Spiels ist es, seine eigenen Kugeln möglichst nahe an die Zielkugel (cochonnet, bouchon oder Schweinchen genannt) heranzubringen. Es ist immer das Team an der Reihe, das nicht die beste Kugel am Schweinchen positioniert hat. Erst wenn also besser gelegt wurde oder die gute Kugel des Gegners durch gezielten Schuss entfernt wurde, ist die gegnerische Mannschaft wieder am Zug. Sind alle Kugeln gespielt, ist eine Aufnahme beendet. Nun zählt jede Kugel einen Punkt, die näher an der Zielkugel liegt als die beste Kugel des Gegners. Das Team, das zuerst 13 Punkte erreicht, hat gewonnen.

Aus taktischen Gründen haben sich Spieler meist auf eine bestimmte Spielposition spezialisiert. Im Triplette gibt es zum Beispiel den Leger (Pointeur), den Mittelspieler (Milieu) und den Schießer (Tireur). Je nach Bedarf ist innerhalb eines Teams also immer der an der Reihe, der die zu erledigende Aufgabe voraussichtlich am besten erledigt. Wenn bei einem Schuss beispielsweise der Schießer keine Kugel mehr hat, rückt der Milieu nach.

Nach den offiziellen Regeln sind Kugeln mit einem Gewicht zwischen 650 und 800 g sowie einem Durchmesser von 70,5 bis 80,0 mm zugelassen, die den Hersteller und eine einzigartige Nummer eingraviert haben. Gewicht und Durchmesser können variieren, also ist es beispielsweise möglich, dass Kugeln mit kleinem Durchmesser trotzdem schwerer sind. Zur besseren Unterscheidung werden Kugeln mit unterschiedlicher Riffelung verwendet. BouleTesch.jpg

Spielgelände


Eigentlich kann auf jedem Gelände gespielt werden. Am besten geeignet ist jedoch ein trockener, fester Platz, mit feinkörnigem Sand- oder Kiesbelag als Untergrund. Geeignet sind auch festgefahrene Wege und Waldboden. Allzu weicher Sand, beispielsweise am Strand, bewirkt, dass die Kugeln an der Stelle, an der sie aufkommen (Donnee) liegen bleiben und sind deshalb eher langweilig zu bespielen. Es wird in der Regel ohne begrenzte Felder (terrain libre) gespielt. Für Wettbewerbe hingegen liegen aus Platzmangel und Gründen der Ordnung die Grenzen des Platzes fest: das Spielfeld sollte mindestens 4 x 15 m groß sein. Rollt eine Kugel in vollem Umfang über die Begrenzung, ist sie aus (carree).

Spiel


Folgende Fähigkeiten sind beim Boule trainierbar:

  • die Konzentration
  • das genaue Zielen
  • die Koordination
  • die Strategie

Siehe auch


Weblinks


Sportart | Geschicklichkeitsspiel

 

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