Die
kreisfreie Stadt Bottrop liegt im Nordwesten des
Ruhrgebiets in
Nordrhein-Westfalen. Verwaltungsmäßig gehört sie zum
Regierungsbezirk Münster. Sie ist Mitglied im
Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im
Regionalverband Ruhr.
Geografie
Räumliche Lage
Die Stadt Bottrop liegt auf den welligen südwestlichen Ausläufern des Recklinghäuser Landrückens unmittelbar nördlich der
Emscher am Südrand des
Naturparks
Hohe Mark. Der
Rhein-Herne-Kanal bildet im Süden die Stadtgrenze zu Essen. Parallel dazu fließt nur 100 Meter weiter nördlich die
Emscher von Ost nach West. Die
Boye entspringt nördlich von Grafenwald, bildet auf einem längeren Stück die Stadtgrenze zu
Gladbeck und wendet sich schließlich nach Süden, um an der Essener Stadtgrenze in die Emscher hochgepumpt zu werden (!); ein Großteil der Boye und ihrer Zuflüsse werden noch als offene Abwassergräben in Betonschalen geführt. Zur Zeit findet eine aufwändige Renaturierung des Boye-Systems durch die
Emschergenossenschaft statt. In der
Landesplanung ist Bottrop als
Mittelzentrum ausgewiesen.
Stadtgebiet
Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt rund 101 Quadratkilometer. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung liegt bei 17 Kilometern, in west-östlicher Richtung sind es 9 Kilometer. Der höchste Punkt des Stadtgebiets liegt 78 m, der tiefste Punkt 26 m über NN.
Bottrop_Skizze.png
Das Stadtgebiet Bottrops besteht aus den 3 Stadtbezirken Bottrop-Mitte, Bottrop-Süd und Bottrop-Kirchhellen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher.
Neben den Stadtbezirken werden folgende Stadtteile unterschieden, deren Namen sich aus alten Ortsbezeichnungen oder aufgrund der heutigen Besiedelung ergeben: Batenbrock, Boy, Ebel, Eigen, Ekel, Feldhausen, Fuhlenbrock, Grafenwald, Hardinghausen, Holthausen, Im Loh, Kirchhellen, Kuhberg, Lehmkuhle, Overhagen, Vonderort, Welheim und Welheimer Mark.
Für statistische Zwecke ist Bottrop darüber hinaus in folgende statistische Bezirke unterteilt (mit amtlichen Nummern):
11 Altstadt, 12 Nord-Ost, 13 Süd-West, 21 Fuhlenbrock-Heide, 22 Fuhlenbrock-Wald, 31 Stadtwald, 32 Eigen, 41 Batenbrock-Nord, 42 Batenbrock-Süd, 51 Boy, 52 Welheim, 61 Ebel/Welheimer Mark, 62 Süd, 71 Kirchhellen-Mitte, 72 Kirchhellen-Süd/Grafenwald, 73 Kirchhellen-Süd-West, 74 Kirchhellen-Nord-Ost
Nachbargemeinden/-städte
Die Stadt Bottrop grenzt im Norden an die
Gemeinde Schermbeck im
Kreis Wesel sowie die
Stadt Dorsten und im Osten an die Stadt
Gladbeck, beide im
Kreis Recklinghausen, im Süden an die
kreisfreie Stadt Essen, im Westen an die kreisfreie Stadt
Oberhausen und die Stadt
Dinslaken sowie die Gemeinde
Hünxe, beide im Kreis Wesel.
Geschichte
Der Name der Stadt leitet sich aus dem mittelalterlichen Namen
Borthorpe her, was soviel wie „Dorf am Hügel“ bedeutet.
1092/
1150 wird die Siedlung erstmals in den Besitzregistern des
Klosters Werden erwähnt.
1253 wird die Kommende Welheim des
Deutschen Ordens gegründet und um
1340 wird die
Knippenburg errichtet.
1423 erhält Bottrop das
Marktrecht. Die Siedlung gehört zum
Vest Recklinghausen des
Kurfürstentums Köln und bleibt über viele Jahre relativ unbedeutend.
1796 wird die Baumwollspinnerei Lichtenhagen gegründet. Das gesamte Kirchspiel Bottrop untersteht dem kurkölnischen
Statthalter des
Vestes Recklinghausen.
1811, unter französischer Herrschaft, kommt Bottrop zum
Großherzogtum Berg. Hier bildet es mit Osterfeld eine gemeinsame Mairie. Kirchhellen ist eine eigene Mairie. Am 23. April
1816 gelangt Bottrop an
Preußen (
Provinz Westfalen) und wird dem
Kreis Recklinghausen zugeordnet. Ab
1821 bildet Bottrop zusammen mit Osterfeld (heute zu
Oberhausen gehörig) die Bürgermeisterei Bottrop, welche mit Kirchhellen einen gemeinsamen Amtsverband bildet.
1843 wird dann die westfälische Landgemeindeordnung eingeführt. Mit Abteufung der Zeche Prosper I beginnt
1856 die Zeit des Bergbaus in Bottrop. (
1892 wird Osterfeld ein eigenes Amt).
1919 erhält Bottrop durch Erlass des preußischen Staatsministeriums vom
21. Juli die
Stadtrechte. Knapp eineinhalb Jahre später, (zum 1. Januar
1921) scheidet die junge Stadt aus dem Kreis Recklinghausen aus und wird eine
Kreisfreie Stadt.
1929 wird das Stadtgebiet durch Eingliederung von Vonderort (bis dahin zu Osterfeld gehörig), Ebel (zu
Essen-Borbeck gehörig) und Teilen von Karnap (Essen) vergrößert.
Während des zweiten Weltkrieges werden in Bottrop Ziele wie die alten Hülswerke angegriffen, wo heutzutage das Möbelhandelshaus Ostermann eine große Filiale hat. Die Hülswerke sind ein wichtiges Ziel, da dort aus Kohle Diesel für Rüstungszwecke gewonnen wird. Insgesamt sterben während des Krieges in Bottrop ca. 300 Menschen.
1953 überschreitet die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze, Bottrop ist Großstadt.
Gebietsreform
Im Zuge des 2.
Neugliederungsprogramms in
Nordrhein-Westfalen wurden zum
1. Januar 1975 die kreisfreien Städte Bottrop und
Gladbeck sowie die kreisangehörige Gemeinde
Kirchhellen des Kreises
Recklinghausen zur neuen Stadt Bottrop zusammengeschlossen. Für das neue Gebilde entstand umgangssprachlich der Kunstname "
Glabotki".
Die Stadt Gladbeck klagte gegen diesen Zusammenschluss und erreichte eine Korrektur der Gebietsreform in dem so genannten Nikolausurteil vom
6. Dezember 1975. Zwar erwog die damalige Landesregierung im Frühjahr 1976 eine Eingemeindung von Bottrop nach
Essen, doch bereits mit Wirkung vom
1. Juli 1976 wurde die Zusammenlegung von Bottrop und Gladbeck wieder rückgängig gemacht. Somit wurde Gadbeck kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen und Kirchhellen verblieb bei Bottrop, das damit seine heutige Ausdehnung erreichte.
Einwohnerentwicklung
Über mehrere Jahrhunderte war Bottrop ein kleines Dorf mit einigen Hundert Einwohnern. Erst im 19. Jahrhundert setzte mit der Industrialisierung eine starkes Bevölkerungswachstum ein. 1800 hatte Bottrop etwa 2.000 Einwohner, hundert Jahre später waren es schon 25.000. Bis 1911 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Jahre 1953 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl von Bottrop durch die Eingemeindung von Gladbeck (81.868 Einwohner 1974) und Kirchhellen (14.759 Einwohner 1974) mit 198.972 ihren historischen Höchststand. Am 1. Juli 1976 wurde Gladbeck wieder ausgegliedert. Ende Juni 2005 lebten in Bottrop nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 119.649 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 1584 | 900
| -
| 1782 | 1.661
| -
| 1805 | 2.178
| -
| 1818 | 2.214
| -
| 1830 | 2.739
| -
| 3. Dezember 1858 ¹ | 3.871
| -
| 1. Dezember 1871 ¹ | 5.396
| -
| 1. Dezember 1880 ¹ | 7.724
| -
| 1. Dezember 1890 ¹ | 13.595
| -
| 1. Dezember 1895 ¹ | 18.015
| -
| 1. Dezember 1900 ¹ | 24.847
| -
| 1. Dezember 1905 ¹ | 34.284
| -
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 1. Dezember 1910 ¹ | 47.162
| -
| 1. Dezember 1916 ¹ | 67.294
| -
| 5. Dezember 1917 ¹ | 68.210
| -
| 8. Oktober 1919 ¹ | 71.139
| -
| 16. Juni 1925 ¹ | 77.197
| -
| 16. Juni 1933 ¹ | 86.218
| -
| 17. Mai 1939 ¹ | 83.385
| -
| 31. Dezember 1945 | 78.564
| -
| 29. Oktober 1946 ¹ | 80.724
| -
| 13. September 1950 ¹ | 93.268
| -
| 25. September 1956 ¹ | 104.816
| -
| 6. Juni 1961 ¹ | 111.548
| -
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 31. Dezember 1965 | 113.746
| -
| 27. Mai 1970 ¹ | 106.657
| -
| 31. Dezember 1975 ² | 197.855
| -
| 31. Dezember 1980 | 114.571
| -
| 31. Dezember 1985 | 112.487
| -
| 25. Mai 1987 ¹ | 114.640
| -
| 31. Dezember 1990 | 118.936
| -
| 31. Dezember 1995 | 120.642
| -
| 31. Dezember 2000 | 120.611
| -
| 30. Juni 2005 | 119.649
|
¹ Volkszählungsergebnis
² Vom 1.1.1975 bis 30.6.1976 gehörte Gladbeck zu Bottrop
Religionen
Bottrop gehörte von Anfang an zum
Erzbistum Köln und war zunächst dem Achidiakonat Dortmund (bis
1612) und dann dem Dekanat Vest Recklinghausen unterstellt. Die politische Zugehörigkeit zum
Vest Recklinghausen und damit zum
Kurfürstentum Köln ist Ursache dafür, dass die
Reformation keinen Fuß fassen konnte. Daher blieb Bottrop über Jahrhunderte eine
katholische Gemeinde. Die einzige Pfarrkirche des Ortes war St. Cyriakus. Nach dem Übergang an
Preußen (
1815) wurden auch die kirchlichen Strukturen neu geregelt. So kam die Pfarrgemeinde
1821 zum
Bistum Münster. Das starke Wachstum der Gemeinde führte
1861/
62 zum Neubau einer größeren St. Cyriakus-Kirche. Ab
1864 gehörte die Pfarrei zum Dekanat Dorsten. Bis
1919 entstanden 5 weitere katholische Kirchen, St. Johannes (
1898), Herz-Jesu (
1902), St. Michael, Liebfrauen und St. Joseph (
1915/19). Bereits
1905 war die Pfarrei St. Cyriakus auf die neuen Kirchen aufgeteilt worden und
1916 wurde Bottrop Sitz eines eigenen
Dekanats innerhalb des Bistums Münster. Weitere katholische Kirchen im Stadtgebiet sind St. Ludger in Fuhlenbrock (
1929), Heilig-Kreuz (
1955-57 mit Fenstern von
Georg Meistermann), St. Johannes Kirchhellen (13. Jh., Neubau
1917), Libori-Kapelle (
1751) und St. Mariä Himmelfahrt Feldhausen (
1882).
1958 kam das Dekanat Bottrop mit seinen 18 Pfarrgemeinden zum neugegründeten
Bistum Essen. Die Katholiken des 1975 mit Bottrop vereinigten Ortes Kirchhellen gehören auch heute noch zum Dekanat Dorsten innerhalb des Kreisdekanats Recklinghausen des Bistums Münster.
Infolge des starken Wachstums der Stadt im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Bottrop. Sie gründeten in der Mitte des Jahrhunderts ihre eigene Kirchengemeinde und erbauten 1884 die erste evangelische Kirche, die Martinskirche. Die Kirchengemeinde Bottrop gehörte zum Kirchenkreis Recklinghausen. Bis 1960 gab es in Bottrop nur eine evangelische Kirchengemeinde, aber mehrere Gemeindebezirke. Dann wurde die Kirchengemeinde in 5 selbstständige Gemeinden (Altstadt, Boy-Welheim, Batenbrock, Eigen, Fuhlenbrock) geteilt, die den Verband Evangelischer Kirchengemeinden Bottrop bilden. Diesem Verband trat 1979 auch die Kirchengemeinde Kirchhellen als 6. Gemeinde bei. Heute gehören alle Kirchengemeinden der Stadt zum Kirchenkreis Gladbeck/Bottrop/Dorsten innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Bottrop gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG). Auch die Altkatholische Kirche und die Neuapostolische Kirche sind in Bottrop vertreten.
Politik
Mit dem
Stadtrecht 1919 wurde in Bottrop die Bürgermeistereiverfassung mit einem
Bürgermeister an der Spitze eingeführt. Seit der Kreisfreiheit
1921 trägt dieser den Titel "Oberbürgermeister". Während der Zeit der
Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der
NSDAP bestimmt. Nach dem
Zweiten Weltkrieg setzte die
Militärregierung der
Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein. Des Weiteren wurde
1946 eine Kommunalverfassung nach britischem Vorbild installiert. Danach gab es einen gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den
Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab
1946 ebenfalls einen hauptamtlichen
Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.
1995 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung abgeschafft. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen
Oberbürgermeister. Dieser ist zugleich Vorsitzender des Rates und Leiter der Stadtverwaltung. Die erste Direktwahl eines Oberbürgermeisters wurde
1999 erstmals durchgeführt. Seit 2004 ist
Peter Noetzel (in der Stichwahl mit 54,4% gewählt)in diesem Amt.
Gemeinderat
Seit der letzten Kommunalwahlen vom
26. September 2004 setzt sich der Gemeinderat von Bottrop wie folgt zusammen (In Klammern der Vergleich mit den Ergebnissen der Kommunalwahl am
12. September 1999 ):
- SPD 41,2% (+1,0) - 24 Sitze (+1)
- CDU 37,1% (-4,9) - 23 Sitze (-3)
- ödp 6,6% (+0,3) - 4 Sitze (=)
- DKP 6,5% (+2,1) - 4 Sitze (+1)
- GRÜNE 5,0% (+0,5) - 3 Sitze (=)
- FDP 3,3% (+0,8) - 2 Sitze (+1)
Stadtoberhäupter
- 1811 - 1821: Josef Ernst, Maire beziehungsweise Bürgermeister von Bottrop/Osterfeld
- 1821 - 1851: Wilhelm Tourneau, Bürgermeister von Bottrop/Osterfeld beziehungsweise ab 1843 Amtmann des Amtes Bottrop/Osterfeld
- 1851 - 1873: Theodor Morgenstern, Amtmann
- 1873: Hofmeister, Amtsverwalter
- 1873 - 1900: Gustav Ohm, Amtmann
- 1900 - 1918: Hermann Böckenhoff, Amtmann
- 1918 - 1920: Dr. Brinkmann und Emil Schmitz, kommissarische Bürgermeister
- 1920 - 1933: Dr. Erich Baur Zentrum, Oberbürgermeister
- 1933 - 1934: Fritz Emil Irrgang NSDAP, Oberbürgermeister
- 1934 - 1935: Otto Oberdrevermann NSDAP, Oberbürgermeister
- 1935 - 1941: Dr. Günther Graf von Stosch NSDAP, Oberbürgermeister
- 1941 - 1942: Otto Oberdrevermann NSDAP, Bürgermeister und Leitender Beamter
- 1942 - 1943: Fritz Emil Irrgang NSDAP, als Oberbürgermeister von Recklinghausen mit den Amtsgeschäften in Bottrop beauftragt
- 1943 - 1945: Robert Hofmann NSDAP, Oberbürgermeister
- 1945 - 1946: Franz Reckmann, Oberbürgermeister
- 1946 - 1949: Wilhelm Tenhagen SPD, Oberbürgermeister
- 1949 - 1961: Ernst Wilczok SPD, Oberbürgermeister
- 1961 - 1963: Bernhard Roghmann CDU, Oberbürgermeister
- 1963 - 1988: Ernst Wilczok SPD, Oberbürgermeister
- 1988 - 1994: Kurt Schmitz SPD
- 1994 - 1995: Diethard Kreul SPD
- 1995 - 2004: Ernst Löchelt SPD
- 2004 - heute : Peter Noetzel SPD
Oberstadtdirektoren
Stadtwappen
Das Wappen der Stadt Bottrop zeigt in Weiß ein schwarzes Krückenkreuz belegt mit einem blauen Schild, darin drei weiße Wolfsangeln. Es ist 1978 entstanden, nachdem die Stadt Bottrop 1975 mit der Stadt Kirchhellen (Kreis Recklinghausen) vereinigt worden war. Dabei sind Elemente des Kirchhellener und des Bottroper Wappens zum neuen Wappen vereint worden. Von 1926 bis 1975 führte die Stadt Bottrop das erste der rechts abgebildeten Wappen. Dieses zeigt ebenfalls das Kreuz des Deutschen Ritterordens, wahrscheinlich in Anlehnung an die Kommende Welheim. Darüber befindet sich auf einem roten Schild eine Hand, die einen Schlägel hält, wie er früher im Bergbau verwendet wurde. Dieses Wappen wird in Bottrop immer noch von der DKP auf T-Shirts gedruckt verkauft. Das mittlere der abgebildeten Wappen ist das Kirchhellener Wappen, aus dem die Wolfsangeln und die blaue Farbe im heutigen Wappen stammen.
Städtepartnerschaften
Bottrop unterhält mit folgenden Städten eine
Städtepartnerschaft:
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater, Museen und Bauwerke
Tetraeder_bottrop_2004.jpg |
Bottrop_quadrat_2.jpg
Malakowturm Prosper Haniel.JPG
- Malakow-Turm (1872) der Zeche Prosper II mit eingezogenem Fördergerüst, letztes erhaltene Ensemble dieser Art (siehe Bild). In diesem Gebäude ist die historische Gesellschaft Bottrops untergebracht.
- Halde Haniel mit der Kulturarena (Amphitheater) und einem Pilgerpfad
- Die vier Faulbehälter des Emscher-Klärwerks, 54 Meter hoch und nachts prächtig angestrahlt
Regelmäßige Veranstaltungen
- Januar: Festival Orgel PLUS (Musikfestival, gegründet 1989, findet jährlich in der ersten Januarhälfte statt)
- Februar: Rosenmontagsumzug
- Mai und September: Bottroper Pferdemarkt
- Mai: Spargelbauernmarkt in Kirchhellen*Brezelfest Kirchhellen (entstanden aus einem "Stutenfest", bis 1957 noch "Bretzelfest" geschrieben)
Infrastruktur und Wirtschaft
Verkehr
Schienen- und Busverkehr
Im
Schienenpersonennahverkehr werden die Bahnhöfe Bottrop
Hbf, Bottrop-Boy und Bottrop-Vonderort an der
Hamm-Osterfelder Bahn sowie Feldhausen an der Strecke nach
Dorsten durch den
RegionalExpress "Der Borkener" (RE 14), die
Regionalbahn "Der Dorstener" (RB 44) und die
S-Bahn-Linie 9 bedient. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der
DB Regio NRW und der
Prignitzer Eisenbahn GmbH.
Für den Güterverkehr besteht eine weitere Strecke von Wanne-Eickel über Bottrop Süd nach Oberhausen-Osterfeld Süd.
Den Straßenpersonennahverkehr bedienen vor allem Busse der Vestischen Straßenbahnen GmbH. Diese Verkehrsgesellschaft trägt zwar noch den Begriff Straßenbahn in ihrem Namen, seit 1982 betreibt sie jedoch ausschließlich Buslinien. Weitere Buslinien in Bottrop werden von den Stadtwerken Oberhausen (Stoag), der Essener Verkehrs-AG (EVAG) und dem Busverkehr Rheinland (BVR) betrieben.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Straßen
Bottrop ist über die
Autobahnen
A 2,
A 31 und
A 42 an das deutsche Autobahnnetz angebunden.
Ansässige Unternehmen
Bottrop ist eine der letzten Städte des Ruhrgebiets, in der es noch eine aktive Zeche, das
Bergwerk Prosper-Haniel, gibt. Dazu gesellt sich die
Kokerei Prosper, im Süden der Stadt. Den wirtschaftlichen Schwerpunkt setzen jedoch mannigfaltige mittelständische Unternehmen, insbesondere Betriebe für Verpackung und Logistik, Industriearmaturen, Türen und Küchen, Leuchten und Lichteffekte, Garten- und Landschaftsbau, Verlagswesen und Lebensmittelherstellung. Bottrop kümmert sich seit Jahren aktiv um einen Strukturwandel und setzt auf die Freizeitindustrie.
Siehe auch: Nadler Feinkost, Brabus
Medien
Über das lokale Geschehen berichten die "
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)" (seit 1948), der "
Stadtspiegel Bottrop" (seit 1980) sowie das
Lokalradio für Bottrop,
Gladbeck und
Gelsenkirchen, "
Radio Emscher Lippe (REL)" (seit 1990). Die "
Ruhr-Nachrichten" haben ihr Erscheinen in Bottrop am 31. März 2006 eingestellt. Für den Ortsteil
Kirchhellen erscheint seitdem eine Seite mit Berichten aus Kirchellen, Bottrop und Gladbeck in der "
Dorstener Zeitung", wie die Ausgabe der "Ruhr-Nachrichten" dort heißt.
Bildung
Die Stadt Bottrop verfügt über eine
Dependance der
Fernuniversität Hagen sowie über eine
Volkshochschule mit einem großstädtischen Angebotsprofil.
Die Stadt hat ferner ein breites Spektrum an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Bottrop hat folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen:
Söhne und Töchter der Stadt
Folgende Persönlichkeiten sind in Bottrop geboren:
- 1888, 19. März, Josef Albers, † 25. März 1976 in New Haven, Connecticut (USA), Maler, Grafiker, Designer, Kunstpädagoge ("Interaction of colour")
- 1916, 14. Februar, † 5. November 1986 Oskar Wielgos, deutscher Komponist im Schach
- 1928, 31. Oktober, † 26. Januar 1999 August Everding, Regisseur, Intendant der Hamburgischen Staatsoper 1973-77, Generalintendant der Bayerischen Staatstheater
- 1940, 25. September im Ortsteil Kirchhellen, Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt (1991-1993)
- 1948, Theo Jörgensmann, Jazz-Musiker
- 1951, 12. April , † 26. März 2006 Werner Boschmann, Lehrer, Verleger und Autor
- 1951, 7. Juli, Karl-Heinz Wiebe, Musiker, Komponist und Produzent
- 1953, Martin Honert, Künstler, Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
- 1954, 24. Dezember, Ulrike Kriener, Schauspielerin
- 1962, 6. Mai, Norbert Heisterkamp, Schauspieler
- 1965, Markus Günther, Journalist und Autor
Entgegen eines landläufigen Gerüchts ist Ulla Kock am Brink nicht in Bottrop, sondern in Mülheim an der Ruhr geboren. Sie wuchs aber in Bottrop auf und legte hier 1981 ihr Abitur ab. Gleiches gilt auch für Willi Landgraf, er ist ebenfalls in Mülheim an der Ruhr geboren.
Auch der Kabarettist Dr. Ludger Stratmann ist kein gebürtiger Bottroper. Er lebt erst seit der zweiten Hälfte der 1980er Jahre als praktizierender Arzt in Bottrop. Geboren wurde er hingegen 1948 im ostwestfälischen Verl.
siehe auch
Literatur
- Westfälisches Städtebuch; Band III 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1954
- Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 – 1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn, 1980
Weblinks
Bottrop | Ort in Nordrhein-Westfalen
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