Borussia Dortmund ist der bekannteste Dortmunder Sportverein, insbesondere bekannt durch seine Fußballabteilung. Daneben hat der Verein noch eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Zusätzlich zu diesen sportlichen Abteilungen gibt es seit Ende 2004 auch eine gleichberechtigte Fanabteilung, die die Belange der Anhänger des Vereins vertritt. Der offizielle Name lautet Ballspielverein Borussia 1909 e.V. Dortmund und wird häufig abgekürzt mit BVB oder BVB 09. Der sechsfache deutsche Fußballmeister ist einer der führenden Vereine der Bundesliga und eine Institution des Ruhrgebiets und Westfalens.
In der Saison 2005/2006 errang die 2. Mannschaft des Vereins den Titel in der Oberliga Westfalen und ist damit in der kommenden Saison für die Fußball-Regionalliga Nord spielberechtigt.
Im Bereich Frauenhandball:
Ehrungen:
Am vierten Advent, dem 19. Dezember 1909, trafen sich über 40 Mitglieder der Sodalität in einem Nebenraum des Wirtshauses „Zum Wildschütz“ in der Österholzstraße (unweit des Borsigplatzes), um über die Gründung eines von der Kirche unabhängigen Vereins zu beraten. Kaplan Dewald erfuhr von diesem Treffen und versuchte die Gründung des Vereins zu verhindern. Ihm wurde aber gewaltsam der Zutritt verweigert. Trotzdem sprangen darauf hin eine ganze Reihe der Versammlungsmitglieder wieder ab und es blieben nur die 18 Vereinsgründer Franz und Paul Braun, Heinrich Cleve, Hans Debest, Paul Dziendzielle, Franz, Julius und Wilhelm Jacobi, Hans Kahn, Gustav Müller, Franz Risse, Fritz Schulte, Hans Siebold, August Tönnesmann, Heinrich und Robert Unger, Fritz Weber sowie Franz Wendt übrig.
Da die Gründung spontan und unvorbereitet ablief, gab es auch keine Überlegungen für einen Namen. Der Zusatz „Borussia“ wurde gewählt, da es sich um den Namen des im Wildschütz ausgeschenkten Bieres der Borussia-Brauerei handelte, die unweit des Borsigplatzes ihren Sitz hatte (heute Standort der Dortmunder Actien-Brauerei). Damit erhielt der Verein also den Namen des Lieblingsbiers der Gründer, die Namenswahl ist daher nicht als bewusster Ausdruck eines Nationalstolzes zu verstehen (Borussia ist die lateinisierte Bezeichnung für Preußen).
Nachdem Kaplan Dewald die Borussia-Mitglieder in der Messe am Heiligen Abend der Spaltung der Dreifaltigkeitsgemeinde bezichtigte und sie aus der Sodalität ausschloss, verließen einige der Gründungsmitglieder den Verein wieder, der Verein blieb aber bestehen. Der erste Vorsitzende des Vereins wurde Heinrich Unger, der bereits Mitte 1910 von diesem Amt zurücktrat. Nach einem sechswöchigen Intermezzo von Franz Risse folgte ihm Franz Jacobi, der den Verein bis 1923 leitete. Genau die Hälfte der 18 Vereinsgründer erlebten das zehnjährige Jubiläum des BVB nicht, da sie im Ersten Weltkrieg starben.
Am 19. Juni 1910 wurde die Leichtathletikabteilung von Borussia Dortmund in den Westdeutschen Spielverband (WSV) aufgenommen. Am 3. Dezember folgte auch die Fußballabteilung. Das erste reguläre Spiel fand 15. Januar 1911 gegen den VfB Dortmund statt und wurde 9:3 gewonnen. Die offizielle Spielkleidung besteht zu diesem Zeitpunkt aus einem blau-weiß gestreiften Hemd mit einer roten Schärpe und schwarzer Hose. Das erste Meisterschaftsspiel bestritt die Borussia am 10. September 1911 in Castrop-Rauxel gegen die Fußballmannschaft Spielabteilung des Turnerbundes Rauxel und wurde ebenfalls, diesmal mit 1:0, gewonnen.
Der Verein startete in der untersten Spielklasse (C-Klasse), belegte dort aber sofort den ersten Platz und stieg somit in die B-Klasse auf, wo man in der Saison 1911/12 den dritten Platz erreichte. Da zu diesem Zeitpunkt der WSV einen Aufnahmestopp verhängte, schlossen sich die Vereine Rhenania, Britannia und Deutsche Flagge der Borussia an. Aus diesem Grund wechselte der BVB am 14. Februar 1913 die Vereinsfarben. Das Hemd war nun zitronengelb mit einem schwarzen „B“ darauf. In der Saison 1913/14 stieg erstmals in der Vereinsgeschichte in die damals höchste Spielklasse, die A-Klasse auf. Da die Saison 1914/15 wegen des Ersten Weltkriegs abgebrochen werden musste, konnte die Borussia ihre Erfolge zunächst nicht fortsetzen. Es fanden aber Freundschaftsspiele zugunsten des Roten Kreuzes statt.
Im Jahre 1923 trat Franz Jacobi als Vorsitzender des Vereins zurück. 1924 wurde die Weiße Wiese, der damalige Austragungsort der Fußballspiele, ausgebaut. Im Jahr 1926 gewann der BVB die Vizemeisterschaft in der 2. Bezirksklasse und stieg damit erneut in die höchste Spielklasse auf. Man konnte sich jedoch nicht lange dort halten und musste nach dem verlorenen Entscheidungsspiel gegen Langendreer 04 (1:3 nach Verlängerung) wieder zurück in die Zweitklassigkeit.
Einer der wichtigsten Erfolge für Borussia Dortmund in den 40er Jahren war der Gewinn der Westfalenmeisterschaft 1947 gegen den FC Schalke 04, die man sich im Endspiel in Herne mit 3:2 sicherte. Dieser Sieg ging als die Wende im Westen in die Fußball-Geschichte des Ruhrgebietes und Westdeutschlands ein, da jahrzehntelang der Verein Schalke den Fußballsport im Revier beherrschte und der BVB nach diesem historischen Sieg fortan die Führung im Ruhrgebiets- und westdeutschen Fußball übernahm. Aber auch die Meisterschaften in den Saisons 1947/48 und 1948/49 in der neuen Oberliga West waren wichtige Ereignisse in der Vereinsgeschichte. Im Jahre 1949 stand der BVB erstmals im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfR Mannheim, das jedoch mit 3:2 (nach Verlängerung) verloren ging.
Der Erfolg der 40er Jahre setzte sich aber in den 50er Jahren fort. In der Saison 1952/53 gelang der Gewinn des vierten Titels in der Oberliga West.
Im Jahr 1954 fand in der Schweiz die Fußballweltmeisterschaft statt. Die deutsche Nationalmannschaft, zu der auch der BVB-Torwart Heinrich Kwiatkowski zählte, holte sich überraschend den Titel.
Bei Borussia Dortmund verlief die Saison 1955/56 genauso erfolgreich wie die vorherige. Man gewann die fünfte Westmeisterschaft, auf die der erneute Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft folgte. Der BVB besiegte den Karlsruher SC mit 4:2 und wurde zum ersten Mal Deutscher Meister. Im Jahr 1957 verteidigte Borussia Dortmund mit der gleichen Aufstellung wie im Vorjahr die Deutsche Meisterschaft mit einem 4:1 gegen den Hamburger SV, nachdem man sich die bis dato sechste Westmeisterschaft gesichert hatte.
Nach dem der Start der neuen Bundesliga in der Saison 1963/64, Gründungsmitglied war natürlich der amtierende Deutsche Meister Borussia Dortmund, gehörte der Verein zu den Favoriten auf den Titel. Am Ende reichte es aber nur für den 4. Platz. Im Europapokal der Landesmeister, für den man sich eine Saison früher qualifiziert hatte, gelangte der BVB bis ins Halbfinale, nachdem man den Favoriten Benfica Lissabon eine Runde zuvor 5:0 besiegt hatte.
1965 erreichte Borussia Dortmund zum zweiten Mal das Finale des DFB-Pokals und schlug Alemannia Aachen mit 2:0. Auch im Europapokal der Pokalsieger schaffte es der BVB 1966 bis ins Finale. Hier traf man auf den Favoriten FC Liverpool, den man mit 2:1 (nach Verlängerung) besiegte. Dies war der erste europäische Pokalsieg einer deutschen Mannschaft. In der Bundesliga reichte es trotz Doppelbelastung zum Vizemeister.
Im Jahr 1974, als in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft stattfand, bekam der BVB auch ein neues Stadion, das Westfalenstadion. Im Laufe der Jahre wurde es immer weiter ausgebaut und so das Fassungsvermögen deutlich erhöht.
Der Zweitklassigkeit entkam man in der Saison 1975/76. Dies gelang mit Rang Zwei in der neuen zweigleisigen 2. Bundesliga und Siegen in den Endscheidungsspielen um den Aufstieg gegen die Mannschaft des 1. FC Nürnberg (1:0 und 3:2). Im ersten Jahr der erneuten Bundesligazugehörigkeit erreichte der BVB den sicheren achten Rang. Durch das neue Stadion kam es zu einem Zuschauerboom ohnegleichen. Über 40.000 Menschen wollten im Schnitt die Heimspiele der Borussia sehen. Nicht einmal Schalke (als Vizemeister in dieser Saison und einem Stadion, das über 15.000 Menschen mehr fasste als das Westfalenstadion) konnte an die Zuschauerzahlen der Borussia herankommen. Der Meister aus Mönchengladbach hatte sogar nur etwa halb so viele Zuschauer wie der BVB.
Ende der 80er Jahre lief es wieder erfolgreicher. In der Saison 1986/87 erreichte man Platz 4 und somit die Teilnahme am UEFA-Pokal. Im DFB-Pokal 1989 kam man bis ins Finale und besiegte Werder Bremen mit 4:1. Der erste Titel seit 23 Jahren und gleichzeitig der zweite DFB-Pokal-Sieg für den BVB war perfekt. Mehr als 40.000 BVB-Fans begleiteten ihre Borussia nach Berlin ins (mit 76.000 Zuschauern ausverkaufte) Olympiastadion - noch nie zuvor wurde ein Deutscher Fußball-Verein bei einem Pokalfinale von derart vielen Fans unterstützt. Eine viertel Million begeisterter Menschen empfing die Mannschaft am nächsten Tag in Dortmund.
Geprägt wurden die 90er vor allem durch die großen Spiele gegen Juventus Turin (UEFA-Cups 1992/1993 - Finale und 1994/1995 - Halbfinale, Champions League 1996/1997 - Finale) und die beiden Meisterschaften 1994/95 und 1995/96.
1991 wurde der in Deutschland damals relativ unbekannte Ottmar Hitzfeld vom Grasshopper-Club Zürich verpflichtet, was sich als echter Glücksgriff für die Borussia herausstellen sollte. Schon in seiner ersten Saison 1991/92 war man dem Erfolg sehr nah, der Meistertitel wurde erst am letzten Spieltag verspielt. Dennoch empfingen 30.000 BVB-Fans am Folgetag die Mannschaft der Borussia am Dortmunder Rathaus. Im UEFA-Pokal kam man auch so weit wie lange nicht mehr. 1993 erreichte Borussia Dortmund das Finale, unterlag aber mit 3:0 und 3:1 dem Favoriten Juventus Turin.
Doch der Erfolg sollte nicht ausbleiben. 1995 hieß der Deutsche Meister wieder BVB. In einer spannenden Saison sicherte man sich den Titel vor Werder Bremen. Der erste Meistertitel des BVB nach 32 Jahren blieb nicht ohne Folgen: Nach Polizeiangaben und seriösen Medien-Schätzungen feierten am Tag nach dem Titelgewinn rund um den Empfang der Meistermannschaft am Dortmunder Rathaus mehr als 500.000 BVB-Fans den Deutschen Meister BVB in den Straßen und auf den Plätzen Dortmunds. Auch in der darauf folgenden Saison 1995/96 behielt Borussia Dortmund die Oberhand. Zwar gab es einige Rückschläge durch viele Verletzungen, aber letztendlich holte sich der BVB 1996 die bis dahin fünfte Meisterschale.
Auch auf europäischer Bühne waren die Borussen erfolgreich: 1997 erreichte man das Finale der Champions League. Im Spiel gegen Juventus Turin konnte man sich durch ein 3:1 die begehrte Trophäe sichern. Obwohl die UEFA für diesen Tag offensichtlich hauptsächlich darauf bedacht war, Sponsoren und VIPs mit Karten zu versorgen (der BVB und Juventus bekamen jeweils 17.200 Karten, was von den BVB-Fans als eindeutig zu wenig bewertet wurde), waren dennoch 25.000 BVB-Fans bei diesem Finale im ausverkauften Münchener Olympiastadion zugegen. Im selben Jahr gewann man auch den Weltpokal durch ein 2:0 gegen Cruzeiro Belo Horizonte.
Nach den großen Erfolgen kam aber der Umbruch. Der langjährige Trainer Ottmar Hitzfeld verließ den Verein, das Stadion wurde weiter ausgebaut und auch der Kader veränderte sich. Neben vielen älteren Leistungsträgern, die die Mannschaft verließen, kamen auch viele Neulinge, von denen sich aber nur wenige als Leistungsträger herausstellten. So ging es stetig bergab. Die Saison 1999/2000 war der unrühmliche Tiefpunkt der Talfahrt. Nur durch den erfahrenen Trainer Udo Lattek entging der BVB dem Abstieg aus der Bundesliga.
Von 2000 bis 2004 war der frühere Erfolgsspieler Matthias Sammer Cheftrainer. Ein großer Teil der Einnahmen aus dem Börsengang wurde in die Aufrüstung der Mannschaft gesteckt. Es kamen Spieler wie Tomáš Rosický, Jan Koller, Marcio Amoroso, Ewerthon und Evanilson .
2002 wurde Borussia Dortmund überraschend zum sechsten Mal Deutscher Meister vor Bayer Leverkusen, das an den letzten drei Spieltagen noch eine Fünf-Punkte-Führung verspielte.
In derselben Saison erreichte der BVB das UEFA-Pokal-Finale, wo man Feyenoord Rotterdam knapp mit 2:3 unterlag. Zuvor wurde durch eine Galavorstellung der AC Mailand mit 4:0 im Hinspiel des Halbfinals in Dortmund ausgeschaltet.
Die Jahre ab 2002 gestalteten sich jedoch weit weniger erfolgreich. In der Saison 2002/03 schied der BVB bereits in der Champions League-Zwischenrunde aus. Ein Jahr später scheiterte der Verein schon in der Champions-League-Qualifikation und erreichte damit „nur“ den UEFA-Pokal, aus dem man aber auch bereits in der 2. Runde ausschied. In der Saison 2003/04 versäumte der Verein sogar eine Qualifikation für den UEFA-Pokal.
Durch die letzten Misserfolge leidet der Verein unter erheblichen finanziellen Lasten. Allein im Geschäftsjahr 2003/04 erwirtschaftete die KGaA ein Minus von über 60 Millionen Euro, der Schuldenstand erhöhte sich auf über 118 Millionen Euro. Infolgedessen sah sich die KGaA gezwungen, teure Spieler (darunter auch Leistungsträger wie Torsten Frings) abzugeben. Kritiker werfen der Vereinsführung unprofessionelles Handeln vor; der Verein habe sowohl Millionen aus dem Börsengang als auch die Einnahmen aus dem Verkauf des Westfalenstadions „vernichtet“.
Die Notierung der BVB-Aktie lag weit unter dem Ausgabekurs. Die Krise führte zum Abtritt der Verantwortlichen um den langjährigen Präsidenten Gerd Niebaum und den ebenfalls seit über zehn Jahren amtierenden Manager Michael Meier. Zumindest die Lizenz für die Saison 2005/06 ist nach einem finanziellen Kraftakt gesichert. Der BVB zog nach einer turbulenten Saison 2004/2005 mit dem 7. Platz und 55 Punkten in den UI-Cup ein, welcher bei einem Finalsieg zur Teilnahme an der ersten Runde des UEFA Cups berechtigt hätte. Nach einer sportlich beängstigend schwachen Hinrunde absolvierte die Mannschaft die erfolgreichste Rückrunde in der BVB-Bundesligageschichte.
Zur Saison 2005/2006 wurden als Neueinkäufe der Schweizer Nationalspieler Philipp Degen, der ablösefrei vom FC Basel kam, der holländische Torwart Dennis Gentenaar (ablösefrei von NEC Nijmegen), der vom LR Ahlen kommende Torhüter Bernd Meier und der Südafrikaner Delron Buckley von Arminia Bielefeld vorgestellt. Zwar scheiterte der BVB im UI-Cup am tschechischen Vertreter Sigma Olomouc und DFB-Pokal beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig, allerdings erreichte man in der Liga einen zufriedenstellenden 7. Tabellenplatz.
Der Ballspielverein präsentierte sich in der Fußballbundesliga mit einem neuen Konzept. Ein auch von der Fußballpresse anerkanntes Konzept mit Nachwuchskräften die Substanz des Vereins zu erhalten, führte zu dem genannten siebten Platz. Mit der Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Alex Frei und gleichzeitiger Reintegration des deutschen Nationalspielers David Odonkor unter Berücksichtigung des bestehenden Strukur des Teams dürften sich für Borussia Dortmund in den kommenden Spielzeiten neue Perspektiven eröffnen.
Ab der Saison 2006/07 wird RAG Trikotsponsor des BVB sein. Der Vertrag sichert dem BVB geschätzte 7 Mio. Euro pro Jahr zu, Vertragslaufzeit sind zunächst zwei Jahre. Am 29. Mai 2006 gab Borussia Dortmund bekannt, dass der Signal Iduna Park bei einem Kaufpreis von 57,2 Mio. Euro zurückgekauft und von der US-Investmentbank Morgan Stanley fremdfinanziert wird. Der BVB verspricht sich durch den Rückkauf eine jährliche Entlastung von vier bis fünf Millionen Euro. Daneben kündigte der BVB eine Kapitalerhöhung um 29,25 Mio. Euro an, durch die es zu einem Schuldenabbau kommen soll.
- bgcolor="#DDDDDD" | Name, Vorname | Funktion | Nationalität | - bgcolor="#EEEEEE" | Trainerstab | - bgcolor="#FFFFFF" | van Marwijk, Bert | Chef-Trainer | Flag of the Netherlands.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | Voorn, Dick | Co-Trainer | Flag of the Netherlands.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | de Beer, Wolfgang | Torwarttrainer | Flag of Germany.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | Kiesouw, Egid | Konditionstrainer | Flag of the Netherlands.svg | - bgcolor="#EEEEEE" | Management | - bgcolor="#FFFFFF" | Watzke, Hans-Joachim | Geschäftsführer | Flag of Germany.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | Zorc, Michael | Sportmanager | Flag of Germany.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | - bgcolor="#EEEEEE" | Medizinische Abteilung | - bgcolor="#FFFFFF" | Dr. Braun, Markus | Mannschaftsarzt | Flag of Germany.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | Zöllner, Frank | Physiotherapeut | Flag of Germany.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | Kuhnt, Peter | Physiotherapeut | Flag of Germany.svg | - bgcolor="#FFFFFF" |
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Der bislang höchste Sieg gegen Schalke 04 erreichten die Borussen in der Saison 1965/66 - der BVB gewann mit 7:0.
Im Europapokal der Landesmeister gelang Borussia Dortmund in der Saison 1963/64 ein als sensationell empfundener 5:0-Heimsieg gegen Benfica Lissabon. Nachdem man im Viertelfinale gegen Dukla Prag bestand, kam im Halbfinale das Aus gegen den späteren Wettbewerbssieger Inter Mailand.
Dafür konnte sich Borussia Dortmund in der Saison 1965/66 als erste deutsche Mannschaft überhaupt einen Europapokal sichern, als im Endspiel im Hampden Park (Glasgow) der FC Liverpool mit 2:1 besiegt wurde.
Ihren höchsten Bundesligaheimsieg konnten die Borussen am 6. November 1982 mit 11:1 gegen Arminia Bielefeld feiern (Halbzeitstand 1:1, in diesem Spiel schoss Manni Burgsmüller 5 Tore).
Der höchste Auswärtssieg in der Bundesliga gelang dem BVB am 7. Januar 1967 bei Fortuna Düsseldorf (5:0). Ein Tor mehr schoß der BVB sogar beim 6:1 Auswärtssieg beim 1. FC Köln am 23. August 1994. Erwähnenswert auch die Höhe der Siege gegen den Vfb Stuttgart in der Saison 1995/1996. Nach einem 6:3 Heimsieg am 16. September 1995, erzielten die Borussen mit einem 5:0 im Rückspiel am 16. März 1996 einen der höchsten Auswärtssiege ihrer Geschichte.
Am 28. Mai 1997 gewann Borussia Dortmund als erste deutsche Mannschaft die Champions League. Im Finale von München traf der BVB auf den Favoriten Juventus Turin. Der BVB hatte sich gegen AJ Auxerre (Hinspiel 3:1 und Rückspiel 1:0) und Manchester United (Hinspiel 1:0 und Rückspiel 1:0) ins Finale gekämpft. Der BVB gewann das Spiel mit 3:1.
Im ersten Spiel der Bundesliga am 24. August 1963 traf der BVB auf Werder Bremen. Zwar verlor die Borussia mit 3:2, aber Friedhelm Konietzka schoss nach weniger als einer Minute das damit frühste Tor der Bundesligageschichte.
In der Abstiegssaison 1971/72 verlor der BVB gegen den FC Bayern München mit 1:11.
Die höchste Bundesliga-Niederlage war am letzten Spieltag der Saison 1977/1978 ein 0:12 gegen Borussia Mönchengladbach. Mönchengladbach stand punktgleich an der Tabellenspitze mit dem 1. FC Köln. Die Kölner hatten das bessere Torverhältnis und spielten gegen die bereits abgestiegene Mannschaft vom FC St. Pauli. Nur durch ein 5:0 der Kölner wurde die 0:12 Niederlage nicht zu einem Bundesligaskandal, da die Kölner mit 3 Toren Vorsprung Deutscher Meister wurden. Gleichzeitig war es die höchste Schlappe einer Mannschaft in der Bundesliga überhaupt und führte zur Entlassung des Trainers Otto Rehhagel, der von den Medien danach auch abfällig Otto Torhagel genannt wurde.
Am 8. Mai 2002 verpasste Borussia Dortmund gegen den niederländischen Vertreter Feyenoord Rotterdam den Uefa-Cup-Sieg. Das Endspiel, das in Rotterdam stattfand, verlor der BVB mit 2:3, außerdem flog Jürgen Kohler nach einigen Minuten, in einem der letzten Spiele seiner Karriere, wegen eines Foulspiels vom Platz. Mit einem Sieg wäre Borussia Dortmund erst die sechste europäische Mannschaft gewesen, die alle nationalen und internationalen Titel gewonnen hat.
Adi Preißler wurde 1949 mit 25 Toren und 1950 mit 24 Toren Torschützenkönig der Oberliga West. Bis heute ist er mit 168 Toren der Rekordtorschütze des BVB.
Bisher konnten sich zwei Borussen die Torjägerkanone der Bundesliga holen. In den Saisons 1965/66 und 1966/67 war der Gewinner Lothar Emmerich. Er erzielte dabei 31 bzw. 28 Tore. Marcio Amoroso gewann 2001/2002 mit 18 Treffern die Kanone.
Die meisten Bundesligatore für die Borussia schoss Manni Burgsmüller, der in seiner Zeit beim BVB zwischen 1976 und 1983 in 224 Spielen insgesamt 135 Treffer erzielte.
Der erste Austragungsort für die Heimspiele des BVB war die Weiße Wiese.
Die Weiße Wiese befand sich an der Wambeler Straße in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes und der Industrieanlagen der Hoesch-Hüttenwerke im Dortmunder Norden. Ursprünglich war die Weiße Wiese ein städtischer Ballspielplatz mit Laufbahn und Sprunggrube. Die Tore bestanden aus Kanthölzern und Querlatten und wurden nach den Spielen stets abgebaut.
1924 wurde die Weiße Wiese durch Borussia Dortmund in Eigenregie zu einem Stadion für 18.000 Besucher ausgebaut und in Borussia-Sportpark umbenannt.
Nach seiner Eröffnung war es ab 1937 bis zur Eröffnung des Westfalenstadions die Heimat der Borussia. Zwischenzeitlich verfügte die "Kampfbahn" in den 60er Jahren aufgrund einer zusätzlich aufgebauten Holz-Stehtribüne über eine Kapazität, die 42.000 Zuschauer zuließ. Die legendären Spiele zum Erreichen des Europapokals der Pokalsieger fanden hier statt.
Das Stadion Rote Erde dient heute als Spielstätte der BVB Amateure.
Das Stadion bot Platz für 54000 Zuschauer, wobei beide Hintertortribünen damals noch Stehplätze anboten. 1992 wurde das Fassungsvermögen durch die Umrüstung von Steh- in Sitzplätze auf der Nordtribüne auf 42.800 Zuschauer reduziert. Mit den sportlichen Erfolgen der Borussia in den 90er Jahren wurde auch das Westfalenstadion schrittweise ausgebaut. Im Rahmen der Ausbaustufe eins wurden die West- und Osttribüne 1995 um einen Oberrang mit jeweils 6.000 Sitzplätzen aufgestockt. In einer zweiten Ausbaustufe konnte die Zuschauerkapazität 1998 auf 68.600 erhöht werden. Dabei wurde auch die Südtribüne, die Fantribüne der treuen Anhänger, auf 25.000 Plätze erweitert und somit zu Europas größter Stehplatztribüne ausgebaut. Die Kosten für beide Bauphasen beliefen sich auf 110 Millionen Mark. Die dritte Ausbaustufe, die die Schließung der bisher noch offenen Ecken vorsah, bescherte dem Westfalenstadion eine Erhöhung des Fassungsvermögens um 14.499 Zuschauer auf nun 83.000 Plätze in Ligabetrieb. Dies machte das Dortmunder Stadion zur größten „Fußball Oper“ Deutschlands. Dieser Ausbau wird durch die Tatsache bestätigt, dass der BVB europaweit mit knapp 79.000 Besuchern den mit Abstand größten Zuschauerschnitt vorweisen kann.
Die Umbenennung des Westfalenstadion wurde von der Fanszene und von der Dortmunder Bürgerschaft äußerst kritisch aufgenommen. Der alteingesessene Name bedeutete für viele Menschen ein gewisses Maß an Identifikation. In aktuellen Interviews mit dem Spielerkader fällt auch heute noch sehr zum Unwillen der Werbetreibenden häufig das Wort Westfalenstadion, welches dann in der Regel in einem Nachsatz zum Signal Iduna Park korrigiert wird. Des Weiteren hat die Dortmunder Bezirksvertretung Innenstadt-West Anfang des Jahres 2006 beschlossen, die Straße von der Stadtbahnhaltestelle zum Stadion "Am Westfalenstadion" zu nennen, um damit die Erinnerung an den alten Namen aufrecht zu erhalten. Der Verein hatte offiziell den alternativen Vorschlag "August-Lenz-Weg" befürwortet und zeigte sich über die Entscheidung enttäuscht.
Bei der WM 2006 wurden neben vier Vorrundenspielen auch ein Achtelfinal- und ein Halbfinalspiel im Westfalenstadion ausgetragen. Weil die FIFA nur offiziellen WM-Sponsoren die Werbung innerhalb der Stadion zubilligte, wurde der Signal Iduna Park während der WM wieder in Westfalenstadion umbenannt. Im Zuge der Vorbereitung auf dieses Großereignis fanden einige Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen statt, bei denen unter anderem auch die Kapazität leicht verringert wurde. Mit derzeit 81.264 Zuschauerplätzen ist es aber immer noch das größte Stadion Deutschlands.
Auf dem ehemaligen Flughafen Dortmund-Brackel wurden gemäß der Vorgaben des DFB ein Trainingsgelände errichtet. Aufgrund der finanziellen Probleme des Vereins konnte das lange angedachte Trainingsgelände nicht in Eigenregie realisiert werden. Die Dortmunder Stadtwerke übernahmen den Part als Investor und seit Anfang 2006 kann der Ballspielverein das Gelände nutzen. Die Übergabe an den Verein erfolgt am 10. Mai 2006. Borussia Dortmund tritt hier als Mieter für die kommenden 20 Jahre auf. Nach 17 Jahren kann der Verein das Gelände übernehmen.
Zum Traningsgelände gehören vorerst vier Rasenplätze, davon zwei beheizt und einer wetterunabhängig mit einer Kunstrasendecke versehen. Alle Trainingsplätze sind mit einer Flutlichtanlage versehen. Neben den Trainingsplätzen ergänzt ein 1700 qm Funktionsgebäude mit Umkleidebereich mit Entmüdungsbecken, Sauna und einem Presseraum.
Ab Herbst 2006 wird das Trainigsgelände um weitere drei große und zwei kleine Trainingsplätze ergänzt.
Mit dem Trainingsgelände Brackel verfügt die Fußballabteilung Borussia Dortmunds erstmalig über eine Anlage , die von allen Mannschaften des Vereins, angefangen bei den U9-Junioren bis zur Profi-Abteilung, gemeinsam genutzt wird. Der Verein erhofft sich dadurch eine bessere Kommunikation zwischen den einzelnen Mannschaften.
Borussia Dortmund hat über 650 offizielle Fanclubs in der ganzen Welt. Mehr als 25.000 BVB-Fans sind darin organisiert. Schwerpunktmäßig kommen die Fans der Borussia allerdings aus Dortmund und dem umliegenden westfälischen Umland. Neben Dortmund sind insbesondere Hagen, Hamm, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Unna, der östliche Teil vom Kreis Recklinghausen, der Kreis Soest sowie das Sauerland und das Siegerland BVB-Fan-Hochburgen, in denen kein anderer Verein mehr Fans hat als Borussia Dortmund. Die fanatischsten unter ihnen verfolgen die Heimspiele ihrer Borussia auf der Südtribüne des Signal Iduna Parks - der mit etwa 25.000 Plätzen größten Stehplatz-Tribüne Europas. Die Fans des BVB haben national wie international aufgrund ihrer besonderen Vereinsliebe und Begeisterungsfähigkeit einen hohen Bekanntheitsgrad. Zudem lag der Zuschauerdurchschnitt der letzten Jahre ungeschlagen vor allen anderen europäischen Fußballvereinen.
Neben zahlreichen für ihre Liebe zum Fußball und zum Verein bekannten Fangruppen gibt es aber auch beim BVB, wie bei anderen Fußballclubs auch, Zusammenschlüsse rechtsradikaler Hooligans. Ende der 80er Jahre machte die Borussenfront bundesweite Schlagzeilen. Der Verein begegnete diesem Phänomen durch die Einrichtung eines Fanbeauftragten und Arbeitsprojekte im Vereinsumfeld.
Wie wichtig das Vereinslied für Borussia Dortmund und speziell für seine Fans ist, merkte man während der Finanzkrise, die Borussia Dortmund in den Jahren 2004 und 2005 durchmachen musste. Die Zeilen Wir halten fest und treu zusammen schweißten die Fans auf der Südtribüne zusammen und gaben ihnen Mut weiterhin Borussia Dortmund die Treue zu halten.
Noch populärer ist das Lied Heja BVB (von Karl-Heinz Bandosz gesungen) aus dem Jahr 1977, das oftmals für das Vereinslied gehalten wird. Es wird direkt vor dem Beginn eines jeden Spiel des BVB intoniert, bei Auswärtsspielen singen die mitgereisten Fans ohne Unterstützung aus den Lautsprechen. Daneben existieren natürlich noch eine Reihe anderer Fanlieder wie etwa Borussia, Olé, jetzt kommt der BVB, Leuchte auf, mein Stern Borussia oder auch You'll never walk alone und der Triumphmarsch aus Aida, die ebenfalls von verschiedenen Künstlern interpretiert worden sind und regelmäßig im Stadion gespielt und von den Fans mitgesungen werden.
Deutscher Fußballverein | Sport (Dortmund) | 1909
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