Borneo sat.jpg Borneo, das in Indonesien Kalimantan genannt wird, ist mit einer Fläche von 743.122 km² die drittgrößte Insel der Welt (nach Grönland und Neuguinea). Sie liegt inmitten des Indonesischen Archipels.
Die Küste der Insel ist durch Mangrovensümpfe relativ unzugänglich, woraus auch die schwache Besiedlung resultiert. Selbst die Flüsse sind infolge der Aufschüttungen vom Meer her nicht zugänglich. Die Oberfläche ist wenig gegliedert. Weite Teile sind mit dichtem Urwald bewachsen.
Es gibt eine lange Bergkette, die sich vom Nordende der Insel, dem Kap Sampanmangio, bis zu ihrer nordwestlichen Spitze, dem Kap Datu, erstreckt. Eine zentrale Massenerhebung mit mehreren Gebirgsgruppen, die von Niederungen umgeben ist, findet sich ebenfalls. Die höchste Erhebung ist jedoch im Nordosten der Insel zu finden: der Berg Mount Kinabalu (4.101 m). Granit und Schiefergebirge findet man insbesondere im Westen Borneos.
Die Küste ist insgesamt 4.971 km lang und besitzt wenige Buchten.
Im Westen liegen die Anamba-Inseln.
Borneo hat 15.721.384 Einwohner (Januar 2005) und damit eine Bevölkerungsdichte von 16 Einwohnern pro km².
Die Bevölkerung setzt sich aus den Dayak, aus Malaien und Chinesen zusammen.
(Die Mehrheit der Malaien sind sog. Deutero-Malaien, sie kamen stammesgeschichtlich "als zweite" aus Asien über die Halbinsel Malaya.)
Im Inneren von Borneo finden sich auch sammelnde und jagende Gruppen der Penan, die ethnologisch zu den sog. Proto-Malaien gehören, Einwanderern der ersten malaiisch-indonesischen Besiedlungswelle.
In einigen Küsten-Randbereichen sind auch Ansiedlungen der Orang Laut zu finden, Meeres-Menschen, malaiisch-stämmiger sogenannter See-Zigeuner.
Weiterhin gibt es im Landesinnern von Borneo den Volksstamm der Iban, der auf etwa 240.000 Angehörige geschätzt wird.
Die Mehrheit der Bevölkerung in Kalimantan ist entweder muslimisch oder praktiziert noch Animismus. Minderheiten von Christen gibt es auch. Etwa 15 % der Dayaks sind durch Missionierung im 19. Jhd heute zumindest offiziell Christen.
An Bodenschätzen gewinnt man Kohle und Erdöl. Hauptsächlich wird in der Landwirtschaft Kopra, Sago und Kautschuk hergestellt. Im Südosten wird zudem Pfeffer angebaut. Von großer Bedeutung ist die Holzwirtschaft (Tropenhölzer). Die wenig kontrollierte Abholzung hat dazu geführt, dass die indonesische Regierung auf internationaler Ebene in die Kritik geraten ist.
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