| Wappen | Karte |
|---|---|
| Borkum wappen.gif | Borkum-pt.png |
| Flagge | |
| Borkum Flagge.gif | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Leer |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 6 m ü. NN |
| Fläche: | 30,74 km² |
| Einwohner: | 5.552 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 180 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 26757 |
| Vorwahl: | 0 49 22 |
| Kfz-Kennzeichen: | LER |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 57 002 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Neue Str. 1 26757 Borkum |
| Website: | www.stadt-borkum.de www.borkum.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Kristin Mahlitz |
Tideunabhängige Fährverbindungen zum Festland bestehen mit Emden-Außenhafen und mit Eemshaven (Niederlande). Außerdem existiert auf der Insel ein Flugplatz für Sport- und kleinere Passagierflugzeuge (Linienflug nach Emden). Auf der Insel am Flugplatz befindet sich auch die Flugschule Borkum.
Die Insel und das angrenzende Watt gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Borkum ist seit 1830 Badeort und hat vier bewachte Badestrände.
Nach dem Tod von Fürst Carl Edzard, dem letzten männlichen Vertreter des Hauses Cirksena, fällt Ostfriesland, und damit Borkum, 1744 auf Grund der 1694 von Kaiser Leopold I. dem Kurfürsten von Brandenburg Friedrich III., später König Friedrich I. von Preußen, erteilten Anwartschaft an Preußen. Im Frieden von Tilsit wird Borkum von 1807 bis 1810 Teil des Königreichs Holland und dann bis 1813 Teil des Kaiserreichs Frankreich. Mit dem Ende der Befreiungskriege 1813 fällt Borkum an Preußen zurück. Bereits 1815 wird die Insel durch den Wiener Kongress dem Königreich Hannover zugeteilt. Als dieses mit dem Prager Frieden von 1866 endet, fällt Ostfriesland und damit auch Borkum wieder an Preußen.
1902 wird Borkum durch Kaiser Wilhelm II. der Status einer Seefestung verliehen. Die Insel wird mit Geschützstellungen und Bunkern versehen, die Bahnanlagen der Borkumer Kleinbahn wachsen von einer Streckenlänge von etwa 8 Kilometern auf über 40 Kilometer und werden zweispurig ausgebaut.
Nach dem zweiten Weltkrieg begehren die Niederlande als Kriegsentschädigung u.a. die gesamte Emsmündung inklusive der Insel Borkum. Der Hafen von Emden sollte im Zuge dieser Annexion ausgetrocknet werden. Die Pläne scheiterten an den Westalliierten, die im Angesicht der erstarkenden Sowjetunion Westdeutschland nicht weiter schwächen wollten (siehe auch Niederländische Annexionspläne nach dem Zweiten Weltkrieg).
Seit 1946 gehört Borkum zum Bundesland Niedersachsen.
Mit den Grafen von Ostfriesland liegen die Inselbewohner im ständigen Streit in Bezug auf die Zahlung von Anteilen an Strandungsgütern, die zu dieser Zeit nahezu die einzige Einnahmequelle der Borkumer darstellen.
Im 17. Jahrhundert bringt der Walfang vielen Borkumern, die meistens auf niederländischen Walfangschiffen als erfolgreiche Kapitäne und Harpuniere tätig sind, einen gewissen Wohlstand ein. Viele Straßennamen auf Borkum, aber auch aus Walfischkiefern hergestellte Zäune (der imposanteste "Walfischzaun" umfasst das ehemalige Haus von Roelof Gerrits Meyer, der mit seiner Mannschaft auf 42 Fahrten rund 270 Wale erlegte) und ähnliche Relikte zeugen von dieser Zeit. Im 18. Jahrhundert jedoch lässt der Walfang zunächst nach und wird auf Grund des holländisch-englischen Seekriegs endgültig eingestellt. In der Folge setzt auf der Insel die Armut ein, und viele Einwohner verlassen ihre Heimat. Die Einwohnerzahl erreicht gegen 1811 einen Tiefstand von rund 400 Personen. Borkum_vom_alten_leuchtturm_aus.jpg | Borkum_Hauptstrand.JPG
Nach dem kurzen Intermezzo der napoleonischen Herrschaft in der Zeit von 1810 bis 1813 kommen ab 1834 die ersten Urlauber, hauptsächlich begüterte Bürger aus Emden, auf die Insel, und 10 Jahre später, 1844, werden die ersten Badeeinrichtung errichtet, man begann, den Tourismus als Einnahmequelle zu entdecken.
Seither ist die Zahl der Touristen, die Borkum als Urlaubs-, Erholungs- und Kurziel wählen, kontinuierlich angestiegen. Während 1850, als man mit der Registrierung der Urlauber begann, noch 252 Besucher gezählt wurden, waren es 2003 etwa 270.000.
Borkum nahm im Rahmen des so genannten Bäder-Antisemitismus lange vor 1933 eine Spitzenstellung bei der Ausgrenzung jüdischer Gäste ein. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg waren antisemitische Zwischenfälle zu verzeichnen. Diese häuften sich, als von 1920 an der „Borkum-Pastor“ und spätere „Reichsredner der NSDAP“ Ludwig Münchmeyer mit aggressiven Hetzreden auftrat. Im antisemitischen „Borkum-Lied“, das die Kurkapelle mit Billigung des Gemeinderates intonierte, hieß es:
Auf Borkum grüßt man sich in der Jugend mit dem Wort "Öye"
Ort in Niedersachsen | Ostfriesland | Insel (Niedersachsen)
Borkum | Borkum | Borkum | Borkum | בורקום | Borkum | Borkum