| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" align="center" | Borken.jpg | Karte_Borken_in_Deutschland.png |
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| Basisdaten | ||||
| Bundesland: | Hessen | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Schwalm-Eder-Kreis | |||
| Geografische Lage: | ||||
| Höhe: | 206 m ü. NN | |||
| Fläche: | 82,3 km² | |||
| Einwohner: | 13.619 (31. Dezember 2004) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 165 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 34582 | |||
| Vorwahl: | 05682 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | HR | |||
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 34 001 | |||
| Stadtgliederung: | 14 Stadtteile | |||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Rathaus 7 34582 Borken (Hessen) | |||
| Offizielle Website: | www.borken-hessen.de | |||
| E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@borken-hessen.de | |||
| Politik | ||||
| Bürgermeister: | Bernd Heßler (SPD) | |||
Die Stadt ist ein ehemaliges Zentrum des Braunkohle-Abbaus und der Braunkohle-Verstromung in Hessen. Der Braunkohle-Abbau, der hier im Unterschied zu anderen Braunkohle-Revieren auch unter Tage erfolgte, wurde nach dem schweren Grubenunglück (Kohlestaubexplosion) am 1. Juni 1988 eingestellt.
Die ehemaligen Tagebauflächen sind mittlerweile rekultiviert worden, es entstand eine Seenlandschaft, die teilweise unter Naturschutz steht, andernteils aber auch für sportliche Aktivitäten freigegeben ist. Dazu gehören unter anderem :
Eine besondere Attraktion von Borken ist das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum, in dem die Bergbautradition der Stadt dargestellt wird. Seit dem Jahr 2003 ist auch das Freilichtmuseum eröffnet, in dem man sich über "Kohle und Energie" informieren kann. Ferner ist dem Museum ein Naturschutzinformationszentrum zum Borkener See angegliedert.
Das weithin sichtbare Wahrzeichen Borkens ist der Wasserturm. Wasserturmborken.jpg
Im 21. Jahrhundert verknüpfen das „Borkener Seenland“ und das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum die Landmarken und Hinterlassenschaften und der Bergbau- und Kraftwerksära zu einer erlebnisorientierten Freizeit- und Museumslandschaft.
Der Besucher können zwischen vier Museumsbereichen auswählen: · In dem 3,5 Hektar großen, erlebnisorientierten Themenpark „Kohle & Energie“ veranschaulichen rasselnde Bagger, dröhnende Turbinen und rauchende Kraftwerkskessel die tagebauliche Kohlegewinnung und ihre energetische Nutzung. · Ein rekonstruierter Stollen offenbart die unterirdische Arbeits- und Alltagswelt der Bergleute und zeigt mittels Originalgeräten den Wandel der Abbauverfahren. · Eine Dauerausstellung präsentiert die 400jährige Geschichte des hessischen Braunkohlebergbaues. · Das Naturschutzinformationszentrum „Borkener See“ erläutert, wie aus ehemaligen Tagebauen Second-Hand-Landschaften und Seen entstehen.
Das Besucherbergwerk und die Ausstellung zur „Bergbaugeschichte“ sind in dem ältesten Gebäude der Stadt Borken „Am Amtsgericht“ – erbaut 1473 – in der Altstadt untergebracht. Der Themenpark „Kohle & Energie“ und das unmittelbar angegliederte Naturschutzinformationszentrum „Borkener See“ befinden sich „Am Freilichtmuseum“ vor den Toren der Stadt.
Die heute noch bestehenden Gebäude des Kraftwerks Borken stehen unter Denkmalschutz. Sie wurden 1922/23 von den renommierten Industriearchitekten Werner Issel und Walter Klingenberg erbaut.
| SPD | 19 Sitze |
| FWG | 10 Sitze |
| CDU | 8 Sitze |
Die ehemals eigenständige Gemeinde Großenenglis ist seit ihrer Eingliederung 1974 mit derzeit 1.190 Einwohnern der nördlichste und flächenmäßig mit 988 Hektar größte Stadtteil von Borken.
Neben einem reichhaltigen Angebot an lokalen Vereinen und Verbänden unterhält der Ort seit über 30 Jahren partnerschaftliche Beziehungen zur 70 km nördlich von Paris gelegenen Stadt Noailles.
Der südliche Ortsteil (34 Wohnhäuser) musste 1951 dem Braunkohlenbergbau "Altenburg II" weichen, ein neues Siedlungsgebiet im Oberdorf entstand.
Mit einem Festprogramm vom 31. Mai bis 4. Juni 2000 und der Herausgabe eines Buches (siehe Weblink) würdigte der Ort sein damals 1225-jähriges Bestehen.
In Großenenglis geboren und aufgewachsen ist die Theologin Marianne Hartung, geb. Pisch, deren Hauptwerk "Angst und Schuld" im Jahr 1979 erschien.
Der Ort verdankt seine erste Erwähnung keiner systematischen Geschichtsschreibung, sondern wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1044 als Christinehysen erstmals erwähnt. Die in Gandersheim ausgestellte Urkunde befindet sich heute im Staatsarchiv von Luzern. Im Jahr 1344 wird die zum Dorf Kleinkerstenhausen gehördende Margarethenkirche erstmals urkundlich erwähnt. Kleinkerstenhausen lag seitlich der heutigen Straße von Arnsbach nach Kerstenhausen. Im Laufe der Jahrhunderte schrumpfte Kleinkerstenhausen zu einem einzelnen Hof zusammen und wurde in 1578 letztmalig erwähnt. Die Margarethenkirche verfiel zur Ruine.
Nach dem Verfall der Margarethenkirche wurde in (Groß-)Kerstenhausen eine neue Kirche errichtet. Dokumentiert ist der Kirchenneubau in 1742 und ein Umbau des Kirchenraumes in 1864.
Bis zur Eröffnung der Eisenbahn im Jahr 1850 befand sich in Kerstenhausen eine bedeutende Poststation, da der Ort an einer der ältesten deutschen Postrouten liegt. Bereits im Mittelalter war die Cassel-Frankfurter-Straße eine wichtige Nord-Süd-Verbindung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Kerstenhausen zum Königreich Westphalen und das französische Gouvernement ordnete die Errichtung weiterer „Postrelais“ an der Strecke Kassel - Frankfurt an. Nach dem Wiener Kongress wurde der Posthof in Kerstenhausen von Thurn und Taxis übernommen.
Mit der Aufnahme des Eisanbahnverkehrs auf der Main-Weser-Bahn verlor die Handels- und Postverbindung auf der Frankfurter Straße an Bedeutung.
Ein weiteres Kulturdenkmal ist die St. Michael Kirche in der Hundsburgstraße mit ihren spätgotischen Wandmalereien aus dem 15./16. Jahrhundert.
Wo der von Pfaffenhausen kommende Gilsbach in die Schwalm einmündet, liegt Singlis, eine uralte Siedlung, deren Spuren bis in die jüngere Steinzeit zurückreichen. Das Dorf wird erstmalig unter dem Namen Sungsule im Jahre 775 im Breviarium sancti Lulli, einem Güterverzeichnis des damaligen Klosters Hersfeld, schriftlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten ist vor allem das Adelsgeschlecht derer von Züschen in Singlis reich begütert. Im Jahre 1265 verkaufen die Züschener ihre Güter in Singlis samt allem Zubehör, einschließlich der Mühle und dem Gericht in Singlis und Nordwig an das Kloster Haina. Das Kloster Haina baute seinen neuen Besitz mit ca. 55 Morgen Land zu einem seiner bedeutendsten Wirtschaftshöfe aus. Im Zuge der Reformation und der Aufhebung des Klosters wird dessen Hof in Singlis mit Einkünften im Jahre 1540 der Universität Marburg zugewiesen. Der Hof wurde einem landgräflichen Vogt unterstellt und nannte sich "Universitäts-Vogtei Singlis". Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hof verkauft und später die Ländereien an einzelne Singliser Bauern veräußert. Das Dorf gehörte 1578 zum Amt Borken und hatte um diese Zeit 52 Haushaltungen. Nach dem hierzulande üblichen Bevölkerungsrückgang in Folge des 30-jährigen Krieges wurde erst wieder Anfang des 19. Jahrhunderts die vorherige Zahl erreicht. Heute hat Singlis 909 Einwohner. Der heutige Standort der Kirche war vermutlich das Zentrum der Ansiedlung im frühen Mittelalter. Das Gelände ist dort, wohl zum Schutz gegen Hochwasser, um etwa 2 m gegenüber der Umgebung erhöht. Eine Kirche wird erstmals in 1265 erwähnt, als die von Züschen den Edelhof an das Kloster Haina verkaufen. Die heutige Kirche wurde zwischen 1700 und 1710 als einfacher Saalbau errichtet und mehrfach, zuletzt 1971, gründlich renoviert. Seither steht der Glockenturm nördlich neben der Kirche. Singlis ist seit der Reformation Sitz einer Pfarrei und hat Lendorf als Filial.
Die Singliser Schwalmmühle wird erstmalig 1266 erwähnt. Sie lag damals direkt an der Schwalm und zwar dort, wo heute der Gilsbach einmündet. Erst in 1508 wurde ein Mühlgraben angelegt und die Mühle an den heutigen Standort verlegt. Von dieser Zeit bis 1977 war die Mühle im Besitz der Familien Wagner und Nöll. 1807 wird in Singlis der Schriftsteller Ernst Koch (Schriftsteller) geboren. Die Preussen Elektra als neuer Eigentümer hat den Mahlbetrieb stillgelegt, erzeugt aber dort mit Wasserkraft heute noch elektrischen Strom, der ins Netz der E.ON Mitte (vormals EAM) eingespeist wird. Die 503 ha große Gemarkung wurde in der Zeit von 1960 bis 1972 auch vom Braunkohlebergbau beeinträchtigt. Der ehemalige Tagebau mit dem Namen "Singlis" lag unmittelbar westlich des Dorfes und ist heute eine ca. 70 ha große Wasserfläche.
Der Stadtteil Trockenerfurth hat 967 Einwohner (Stand: März 2004).
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"Borken (Hessen)".
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