| Wappen | Karte |
|---|---|
| Boizenburg-Wappen.PNG | Boizenburg.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landkreis: | Ludwigslust |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 5 m ü. NN |
| Fläche: | 47,26 km² |
| Einwohner: | 10.930 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 231 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 19258 |
| Vorwahl: | 038847 |
| Kfz-Kennzeichen: | LWL |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 54 013 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchplatz 1 19258 Boizenburg/Elbe |
| Website: | www.boizenburg.de |
| Bürgermeister: | Harald Jäschke (parteilos) |
| Lage der Stadt Boizenburg/Elbe im Landkreis | |
| Boizenburg_in_LWL.png | |
Boizenburg/Elbe ist eine Stadt im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Stadt ist außerdem Verwaltungssitz des Amtes Boizenburg-Land, dem elf Gemeinden angehören, selbst aber amtsfrei.
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Nachdem 1826 bereits die Hamburg-Berliner Chaussee, die heutige Bundesstraße 5, eröffnet wurde, zog die Eisenbahn 1846 mit der Inbetriebnahme des gleichen Streckenabschnittes nach. Daran angeschlossen wurde 1890 die Stadt- und Hafenbahn, die dann 1980 durch Busse abgelöst wurde.
Von 1944-1945 wurde auf dem Elbberg ein Außenlager des KZ Neuengamme errichtet, in dem ca. 450 Frauen interniert waren.
Die bereits 1793 als "Lemmsche Bootswerft" gegründete Elbewerft begann 1973 mit der Produktion von Binnenfahrgastschiffen für die Sowjetunion. 1997 dann schloss sie aufgrund einer Insolvenz ihre Pforten.
Die gesamte Innenstadt ist von einer ringförmigen mittelalterlichen Wallanlage umgeben. Der "Wall" als solches ist auf ganzer Länge mit Linden aus dem späten 19. Jh. bestanden und beidseitig von Gräben umschlossen. Die vielen kleinen Fachwerkhäuser, die unmittelbar an den inneren der beiden Gräben grenzen und das gesamte Stadtbild maßgeblich prägen, sind über Brücken mit dem Mittelwall verbunden, was der Elbestadt auch den Namen "Klein Venedig" einbrachte. Besonders reizvoll ist auch der sogenannte "Wallpavillion", ein kleiner sechseckiger Bau, der, von einem Morgenstern bekrönt, unmittelbar über den Wassern des Wallgrabens steht und ebenfalls über eine Brücke mit dem Wall verbunden ist.
Nach dem Stadtbrand von 1709 wurde die Stadt, auch im Sinne des Brandschutzes, mit schachbrettartigem Grundriss wieder aufgebaut. Zu dieser Zeit erhielt die Stadt auch ihre barocke Prägung, die hier im Norden Deutschlands freilich etwas schlichter und bodenständiger ausfällt. Ein bedeutendes Beispiel barocker Fachwerksbaukunst ist denn auch das Rathaus auf dem Marktplatz mit seinem schönen Laubengang.
Die evangelische St. Marien-Kirche, ebenfalls am Markt gelegen, dokumentiert ebenfalls den steten Wandel der Stadt. Die Ursprünge des Baus sind romanisch. Es finden sich dann aber großteils gotische Bauelemente. Zur Barockzeit erhielt die Kirche einen neuen Turm. Hier ist besonders die Turmhaube von Bedeutung: aus dem quadratischen Grundriß des Turms formt sich hier geschickt eine achtseitige Laterne, die einen wunderbaren Blick über die Stadt und die gesamte Elbtalaue bietet. Weiterhin finden sich neugotische Anbauten, sowie ein gläserner Einbau innerhalb der vormaligen Apsis, der aus den 1980er Jahren stammt. Die Innenausstattung des Gotteshauses ist neogotisch, so auch die romantische Orgel des Schweriner Hoforgelbauers Friese. Es sind des Weiteren noch der barocke Altar und die Kanzel erhalten, die nach dem Stadtbrand des 18.Jh. von einer hamburger Kirche gestiftet wurden.
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