Bohol ist eine Inselprovinz der Philippinen mit der Hauptstadt Tagbilaran und hat etwa 1.014.800 Einwohner.
Bohol ist mit einer Fläche von 4.117 km² und eine Küstenlänge von 261 km die zehntgrößte Insel der Philippinen. Die Hauptinsel ist von 70 kleineren Inseln umgeben, deren größte Panglao gegenüber von Tagbilaran City und Lapining im Nordosten sind. Von der Südküste aus kann man das 54 km entfernte Camiguin mit seinem überragenden Vulkan erkennen, das schon zu Mindanao gerechnet wird.
Die Insel ist durchweg hügelig und mit Kalkstein bedeckt. Am Rand der Insel gibt es mittelgebirgsähnliche Bergzüge. Das gesamte Innere ist ein großes Plateau.
Strände gibt es nur auf der Bohol vorgelagerten Insel Panglao. Diese sind jedoch von allerbester Güte. Weisser Sand und türkis farbenes Wasser. Die Küste Bohol selber ist von Klippen und schroffen Abhängen gezeichnet, die sich nur bedingt zum Baden eignen. Im Norden der Insel, an der Küste um den quirligen Ort Ubay gibt es hunderte kleinere Inseln und Sandbänke mit Riffen. Leider sind die Riffe durch einen Taifun in den 1980er Jahren zerstört.
Von November bis April herrschen "milde" Temperaturen um 28°C und es kommt seltener zu Schauern. Nachts "kühlt" es auf 25°C ab. Der Sommer dauert von Mai bis Juli und bringt höhere Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit mit sich. Für die Zeit von August bis Oktober ist das Wetter unvorhersehbar: Schöne Wochen werden von Regentagen unterbrochen.
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Wie auf den ganzen Philippinen sind die meisten Einwohner römisch-katholischen Glaubens, auch andere christliche Glaubensrichtungen wie Protestantismus oder die Iglesia ni Cristo kommen vor.
1200 - erste Besiedlung Bohol von Mindanao aus
1526 - Ferdinand Magellan erreicht als erster Europäer die Philippinen
1546 - erster Versuch Spaniens, auf den Philippinen Fuß zu fassen (bei Cebu)
1565 - Miguel Lopez de Legazpi konnte sich mit den Boholanern Datu Sikatuna von Bool und Datu Sigala von Loboc verbünden und die Cebuaner besiegen. Erstmals wird der spanische König als Oberhaupt anerkannt.
1600 - Jesuiten beginnen das Land zu katholisieren
1622 - blutig nieder geschlagener Aufstand der Einheimischen
1744 - Rebellion gegen Spanien unter Francisco Dagohoy
1827 - Rückeroberung Bohols durch die Spanier unter Jose Lazaro Cairo
1900 - Die Amerikaner unter Major Henry Hale erreichen Bohol und nahmen die Insel (wie den Rest der Philippinen) als Kolonie von den Spaniern, gegen den Widerstand der Philippinen in Besitz.
1942 - Japaner besetzten Bohol
1945 - Amerikaner vertreiben die japanischen Besetzer von Bohol
1957 - 1960 Der Boholaner Carlos Polistico Garcia ist Präsident der Republik Philippinen
Seit dem 10. März 1917 ist Bohol eine unabhängige Provinz
Bohol mit seinen Stränden und Resorts ist ein begehrtes touristisches Reiseziel. Eine einzigartige Attraktion machen die Chocolate Hills (‘‘Schokoladenhügel‘‘) aus, ein bizarres Gebiet aus 1.268 kegelförmigen Kalksteinhügeln, deren Höhe zwischen 40 und 120 Metern variiert.
Es gibt zwei Erklärungen für diese geologische Formation, die sich über einige Quadratkilometer erstreckt. Fangen wir zunächst mit den einheimischen Legenden an.
Die erste erzählt vom Kampf zweier Riesen, die sich tagelang mit Steinen und Sand bewarfen, bevor sie müde und erschöpft Freundschaft schlossen und die Insel verließen. Aufgeräumt haben sie das Schlachtfeld aber nicht, sonst gäbe heute keine Chocolate Hills. Die zweite ist romantischer. Arogo, ein junger und kräftiger Riese, verliebte sich in Aloya, eine ganz gewöhnliche Sterbliche und Tochter eines Eingeborenenhäuptlings. Ihr Tod brach ihm das Herz und Arogo weinte bitterlich. Der Beweis seiner tiefen Trauer sind die Chocolate Hills, denn die Tränen wurden zu Hügeln.
Die geologische Deutung kann nachweisen, dass sich vor einigen Millionen Jahren das ganze Gebiet in einem Flachwasserbereich befand. Korallen und andere Meeresbewohner lagerten in strömungs- und wachstumsbedingten Bereichen ihre Überreste ab. Nach Absinken des Meeresspiegels, diversen Hebungen und Senkungen des Bodens, bedingt u.a. durch Subduktion und sekundären vulkanischen Ereignissen gelangte das Material an die Oberfläche. Die Erosion begann ihr Spiel und schuf auf diese Weise die beeindruckende Hügellandschaft. Eine recht ähnliche, vollkommen unbekannte und viel kleinere Region existiert auf Negros.
Der Name ergibt sich aus der Abholzung der letzten Jahrhunderte. Seitdem hat sich eine widerstandsfähige Grasvegetation (vermutlich Ilang-Ilang-Gras) breit gemacht, die in der Trockenzeit verdörrt und die Hügel - mit viel Wohlwollen annähernd - schokoladenbraun färbt.
Zum Baden, Tauchen und Schnorcheln, bieten sich die traumhaften Strände auf der, über eine Brücke verbundenen Insel Panglao, an. Vor allem der White Beach, hält mit jedem Postkarten Motiv mit. Hotels sind in allen Kategorien vorhanden. Tauchschulen bieten jede Art von Ausflügen an. Motorräder, für Ausflüge zu den Wasserfällen (s.u.) oder zu den Chocolate Hills (s.o.) können von Einheimischen gemietet werden.
Für die Liebhaber historischer Gebäude und Plätze bietet Bohol die ältesten philippinischen Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit an. Erhalten sind in verschieden Orten noch alte Wachtürme, Kloster (Baclayon Church) und in Loboc noch die Kirche.
Außerdem sind die Hindanan Küste, der Tuntunan Wasserfall und die Mag-Aso Fälle sehenswert. Die sehenswerte und touristisch intensiv vermarktete Grotte Hinagdanan mit ihrem erfrischenden, unterirdischen See liegt auf Panglao.
Die Philippine Tarsier Foundation Inc. hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, sie in einem 134 ha großen Reservat zwischen Corella und Sikatanu, 15 km nordöstlich von Tagbilaran am Fuße der Chocolate Hills (s.o.) vor Zugriffen zu schützen. "Vater" dieser Idee ist Carlito Pizzaras, der "Tarsier-Mann von Bohol". Schon vor 40 Jahren, als kleiner Junge, wandte er sich von der üblichen Jagd auf die Koboldmakis ab und begann ihre Gewohnheiten nach und nach zu erforschen.
Täglich verkehren mehrere Schnellfähren zwischen Cebu City und Tagbilaran. Die Schiffe der Gesellschaft Ocean Jet bieten die 2 stündige Überfahrt mit Economy und Business Class an. Verbindungen von Tagbilaran gibt es auch nach Dumaguete, Dapitan, Larena und Hilongos.
Weblinks: * http://www.oceanjet.net/ - Homepage der Ocean Jet Inc. *
Seit Mitte 2004 verkehren auch wieder Linienflugzeuge zu dem kleinen Flughafen von Tagbilaran. Täglich wird Tagbilaran von Manila aus mit Cebu Pacific und Philippine Airlines angeflogen.
Weblinks: * http://www.philippineairlines.com/ - Homepage von Philippine Airlines *
Weblinks: * http://www.cebupacificair.com/ - Homepage von Cebu Pacific *
Es gibt eine Autofähre von Cebu nach Tagbilaran. Jedoch ist die Überfahrt kompliziert und nicht zu empfehlen. In Tagbilaran und auf Panglao können jedoch Mietwagen (empfohlen mit Fahrer) für jede beliebige Zeitspanne gemietet werden. Preise müssen ausgehandelt werden.
Mangan, Lehm und Kalkstein kommen in Form von Bodenschätzen vor.
In zunehmendem Masse wird Bohol und vor allem die kleine vorgelagerte Insel Panglao für den Tourismus erschlossen. Neben Cebu, Boracay und Puerta Galera hat sich Bohol in den letzten Jahren emporgetan.
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