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Bodrum
 

Basisdaten
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Land: Türkei
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Einwohner: 35.000 (2003)
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Höhe: 6 m ü. NN
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Geografische Lage:
Bodrum ist eine Stadt mit 35.000 Einwohnern im Südwesten der Türkei, in der Provinz Muğla.

Geografie


Geografische Lage

Die Küstenlandschaft bei Bodrum ist durch Inseln, Halbinseln, Buchten und Kaps reich gegliedert. In etwa einer Stunde erreicht man per Schiff die griechische Insel Kós.

Die Stadt liegt dem Binnenland abgewandt in einem natürlichen Südtheater, welches die Natur aus den letzten Ausläufern des Taurusgebirges gebildet hat.

Bodum.jpg | Bodrum jachthafen.jpg

Geschichte


Bodrum, das antike Halikarnassos, ist vor allem berühmt durch das Mausoleum, ein Grabmal, das sich der persische Satrap und König von Karien Mausolos noch zu Lebzeiten errichten ließ. Das „Mausoleum“ galt als eines der sieben Weltwunder der Antike. Es wurde vermutlich durch ein Erdbeben zerstört; Reste des Baus sind im Johanniterkastell St. Peter verbaut. Einige der Skulpturen wurden ins Britische Museum nach London gebracht.

Nach der Zerstörung durch Alexander den Großen erlangte Halikarnassos nie mehr seine frühere Bedeutung.

Die Burg St. Peter wurde 1420 von Kreuzrittern errichtet und fiel 1523 den Osmanen kampflos in die Hand, als die Johanniter Rhodos aufgaben. Unter den Osmanen wurde sie bis ins 20.Jahrhundert als Verbannungsort genutzt. In der frühen Neuzeit sank Bodrum zu einem unbekannten und abgelegenen Fischerdorf herab. Den Anstoß zu seiner heutigen Entwicklung als Erholungsort und Künstlerkolonie gab der Dichter und Maler Çevat Şakir. Selbst nach Bodrum verbannt, versammelte er seine Künstlerfreunde um sich, begründete die „Blauen Reisen“ mit den ortsüblichen Gulets, kreierte das inzwischen typische weißgestrichene Flachdachhaus mit den charakteristischen Dachecken. So wurde der „Fischer von Bodrum“ zum Begründer des heutigen Touristenbooms und des Ortes und der gleichnamigen Halbinsel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Das äußerst sehenswerte Unterwassermuseum befindet sich im Kastell von St. Peter. Prunkstück ist ein Schiff aus der Bronzezeit, das Wrack von Uluburun, das samt Fracht und Ausstattung gehoben wurde. Nach Ansicht von Archäologen war es beladen mit Geschenken der ägyptischen Pharaonin Nofretete an den König der Hethiter.

Bauwerke

Aus der Antike erhalten blieben das Myndos-Tor mit Teilen der Stadtmauer, ein Theater am Berghang mit der südlichen Ägäis als Prospekt, sowie einige Tempelreste und im ganzen Ort verteilte Spolien.

Bodrums charakteristische weiße Häuser ziehen sich ringsum an den Hängen hoch. Die Bühne bildet der ideale natürliche Hafen mit der vorgelagerten Kreuzritterburg.

Das Kastell von St. Peter ist fast vollkommen erhalten und kann sich mit den prächtigsten Ritterburgen Europas wie Chillon oder Château-Gaillard messen, ihre Wehre und Türme sind teils fränkischer, teils türkischer Herkunft. Noch heute beherbergt sie reichen figürlichen Schmuck diverser Epochen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Tourismus

Dank seiner Lage und dem warmen, aber windreichen Mittelmeerklima erfreut Bodrum sich wachsenden touristischen Zustroms, dem die ganze Gegend ihren wirtschaftlichen Aufschwung schuldet. Die Sommergäste kommen vor allem aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und in wachsender Zahl aus osteuropäischen Ländern wie Serbien und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Viele Familien aus Istanbul und Ankara verfügen hier über ein Sommerhaus und betrachten die Stadt als ihre Ferienresidenz. Bodrum ist berühmt durch kristallklares Meerwasser, seine Strände, seine idealen Bedingungen für Surfen, Tauchen und alle Arten des Wassersports. Am Hafen ballt sich Handel und Wandel, liegen die Gulets vertäut, reihen sich die Bars und Diskos und hinter ihnen in den engen Gässchen, deren Geometrie wohl mehrere Jahrhunderte alt ist, die Krämerviertel. Bodrum selbst schmückt sich auch gerne mit dem Beinamen "Das Nizza der Türkei".

Verkehr

Bodrum besitzt einen Yachthafen sowie einen Flughafen, ca. 40 km vom Stadtkern entfernt. Weiter entfernt liegende Flughäfen mit internationalen Anbindungen sind in den Städten Izmir und Dalaman.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


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