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Bodo Pieroth (* 1945 in Chemnitz) ist ein Staats- und Verwaltungsrechtler.

Er machte sein Abitur 1965 am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart. Von 1965 bis 1969 studierte er Rechtswissenschaft an den Universitäten München, Bonn und Freiburg und beendete das Studium mit der 1. juristischen Staatsprüfung. 1970/71 folgte ein Diplomstudium am Institut Européen des Hautes Etudes Internationales in Nizza. Von 1971 bis 1979 war Pieroth dann Wissenschaftlicher Assistent von Friedrich Müller an der Universität Heidelberg; 1973 legte er die 2. juristische Staatsprüfung ab. Es folgten 1975 die Promotion und 1979 die Habilitation, jeweils in Heidelberg.

Nach einer Tätigkeit als Lehrstuhlvertreter an der Universität Bonn 1980 war Pieroth Professor für Öffentliches Recht an den Universitäten Bochum (1980-1988) und Marburg (1988-1993); seit 1993 ist er an der Universität Münster.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Grundrechte, Staatsorganisationsrecht, Polizeirecht, Kulturrecht (Schul-, Hochschul-, Medien-, Staatskirchenrecht), Verfassungsgeschichte sowie Recht und Literatur.

Sein gemeinsam mit Bernhard Schlink verfasstes Lehrbuch zu den Grundrechten gilt als Klassiker der juristischen Ausbildungsliteratur.

Pieroth ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Werke (Auswahl)


  • Staatsrecht II. Grundrechte, mit Bernhard Schlink, 20. Auflage, Heidelberg 2004. ISBN 3-8114-9018-4
  • Polizei- und Ordnungsrecht, mit Michael Kniesel, 2. Auflage, München 2004. ISBN 3-406-49240-1
  • zusammen mit Werner Frotscher: Verfassungsgeschichte, 5. Aufl., München 2005. ISBN 3406534112
  • zusammen mit Hans D. Jarass: "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland", 8. Auflage, München 2006. ISBN 3406541801.

Aufsätze

  • Bodo Pieroth/Tobias Aubel: Der Begriff der dänischen Minderheit im Schleswig-Hosteinischen Landeswahlrecht, in: NordÖR 2001, S. 141-147.

Weblinks


Rechtswissenschaftler (20. Jh.) | Rechtswissenschaftler (21. Jh.) | Mann | Deutscher Geboren 1945

 

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