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Chinese Boddhisattva statue.jpg | AsukaBodhisattva.JPG, 7. Jh.)]] Bodhisattva (Sanskrit, m., बोधिसत्त्व, bodhisattva; von Bodhi („Erleuchtung“ oder „Erwachen“) und Sattva („Wesen“) bedeutet „Erleuchtungswesen“.

Im Mahayana-Buddhismus werden Bodhisattvas als nach höchster Erkenntnis strebende Wesen angesehen, die auf dem Wege der „Tugendvollkommenheit“ (sanskrit: paramita) die „Buddhaschaft“ anstreben bzw. in sich selbst realisieren, um sie zum Heil aller lebenden Wesen einzusetzen. Diese Ausgangsmotivation wird „Erleuchtungsgeist“ (bodhicitta) genannt. Praktizierende verschiedener Traditionen des Mahayana rezitierten Bodhisattva-Gelübde und bekunden damit ihren Willen auch selbst diesen Weg zu gehen.

Kern der Bodhisattva-Philosophie ist der Gedanke, nicht selbst und allein für sich Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirvana einzugehen, sondern statt dessen zuvor allen andere Wesenheiten zu helfen, sich ebenfalls aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen (Samsara) zu befreien.

Bodhisattvas sind in ihrer klassischen Darstellung typische Sambhogakaya („Freudenkörper“)-Formen.

Die Acht Großen Bodhisattvas des Mahayana


Im Mahayana-Buddhismus sind insbesondere die „Acht Großen Bodhisattvas“ von Bedeutung:

Unterschieden wird zwischen irdischen und überirdischen Bodhisattvas. Erstere sind im Weltleben stehende Menschen, die von Güte (maitri) und Mitgefühl (karuna) getragen, ihre Verdienste zum Wohle aller mit-fühlenden Wesen (Menschen und Tiere) einsetzen. Letztere sind überirdische (transzendente) Wesenheiten, die in gleicher Weise den Wesen beistehen und ihnen auf dem Pfad der Befreiung behilflich sind.

Die bekanntesten transzendenten Bodhisattvas sind:

Weitere Bodhisattvas sind neben anderen:

  • Prajnaparamita, auch Haramitsu, Hannya Bosatsu, Dai Hannya, Shes-rab-pha-rol-phyin, Bilig-un Chinadu Kichaghar-a Kürük-sen
  • Tara

Bodhisattvas im Theravada


Die Lehre vom Bodhisattva ist auch im Theravada-Buddhismus, der ältesten und einzigen noch existierenden Schule des Hinayana bekannt. Der Theravada lehrt jedoch neben dem Erreichen des Bodhi mit Hilfe eines Bodhisattva vor allem das Erlangen der „Erleuchtung“, des „Erwachens“, durch eigenes Bemühen. Dieses Ideal des Arhat, des „Heiligen“, der die Überwindung des Kreislaufs der Reinkarnationen (siehe auch Samsara) aus eigenem Bemühen anstrebt, wird vom Mahayana nicht als vollständige Befreiung verstanden. Der einzige im Theravada bekannte Bodhisattva ist der kommende Buddha Maitreya.

Rezeption in der Anthroposophie


In die westliche Welt wurde der Begriff in Anlehnung an Helena Petrovna Blavatsky durch Rudolf Steiner gebracht. Er bezeichnete mit Bodhisattva große geistige Führer und Lehrer der Menschheit. Insgesamt gebe es 12 dieser Christus zugewandten, göttlich-geistigen Wesenheiten, von denen jeweils nur einer auf der Welt in Menschengestalt erscheine. Der Begriff blieb nur in anthroposophischen Kreisen bekannt, wo aber die sogenannte Bodhisattva-Frage immer wieder diskutiert wird: wer nämlich der derzeitige Bodhisattva sei. Die meisten tippen auf Rudolf Steiner, der das aber selbst stets vehement verneinte. Viele, die Valentin Tomberg kennen, vermuten, dass er der Bodhisattva des 20. Jahrhunderts war.

Weblinks


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