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Bodhidharma
 

BodhidharmaYoshitoshi1887.jpg | Bodhidharma.JPG | Daruma.jpg]] Bodhidharma (* um 440; † um 528) war der 28. Nachfolger Buddhas und indischer Mönch (, jap. Bodai-Daruma oder Daruma). Seine Historizität gilt zwar als teilweise gesichert, jedoch liegen die historischen Einzelheiten seiner Legende im Dunklen, da diese erst einige Jahrhunderte nach ihm entstand und immer weiter ausgeschmückt wurde.

Er war der 3. Sohn von König Sughanda Mitglied der Kshatriya-Kaste und ausgebildet in der Kampfkunst Vajramushti (10 Jh. v. Chr. aus einer Brahmanenkaste, aus dem Osten Indiens stammende Kampfform) sowie aller höfischen Sitten.

Bodhidharmas Reise


480 n. Chr. verließ er sein Land und fuhr mit dem Schiff nach China, überquerte den Himalaya in die nördlichen Provinzen, wanderte zuerst nach Südchina und dann an den Kaiserhof der Liang-Dynastie. Anschließend ließ er sich 523 n. Chr. wieder im Norden in der Provinz Henan nieder. Hier befand sich auch das heute sagenumwobene Shaolin-Kloster, in dem er der Legende nach eine vom Mahayana-Buddhismus abgeleitete Philosophie der Selbstbetrachtung lehrte, den Chan-Buddhismus (kor. Son, viet. Thien, jap. Zen). Historisch gesehen ist jedoch nichts über die Meditationsart des Bodhidharma bekannt.

Bodhidharma und das Shaolin-Kloster


In diesem Kloster legte er die Keimzelle einiger chinesischen Kampfkünste, wobei dieser Einfluss bis heute nicht eindeutig nachgewiesen wurde. Das zu jener Zeit daoistisch geprägte Shaolin Kloster erfuhr die Kombination aus Meditationspraktiken des Chan/Zen und körperertüchtigenden Bewegungen (Xisuijing, Yijinjing). Aus diesen Bewegungen entstand höchstwahrscheinlich die spätere Shaolin-Kampfkunst sowie die (Dao)Taolu ( "Kata") Shi-ba-lou-han-shou (= Die 18 Hände der Lohans). Er lehrte den Kampf im Gegensatz zu seinen Shaolin-Nachfolgern allerdings nur als eine "ergänzende Disziplin" zum Erreichen der Erleuchtung ( jap.: satori, , Sanskrit: bodhi).

Bodhidharma und der Tee


Über Bodhidharma gibt es die Sage, dass er die Teepflanze erschaffen habe. Während er in einer Höhle meditierte, seien ihm die Augen schwer geworden. Um nicht einzuschlafen, habe er sich die Augenlieder abgerissen und weggeworfen. An der Stelle, wo diese landeten, sei nun der erste Teestrauch gewachsen, was auch die Form der Blätter erklären würde.

Zitat


"Die Wahrheit ist nicht in Büchern zu finden, in Zeichen und Worten das Gesetz nicht vererbt. Ans Herz wende dich, nach innen, zurück, um, wenn du selbst dich begriffen hast, Buddha zu werden." (Bodhidharma zugeschrieben)

Weblinks


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