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Der Bodenseesender ist eine Sendeanlage des SWR (früher SWF) in Meßkirch-Rohrdorf für Mittelwelle (bis 2004 auch für Kurzwelle). Der Bodenseesender wurde 1964 als Nachfolger für die bis dato vom damaligen SWF in Reutlingen, Sigmaringen, Bad Dürrheim und Ravensburg-Horgenzell betriebenen Mittelwellensender errichtet, deren Frequenzen (und zum Teil auch deren Anlagen) für die Nutzung durch den Deutschlandfunk beansprucht wurden. Der Bodenseesender verwendete bis 1978 eine Richtantenne, welche aus 4 je 137 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Sendemasten bestand, die in einem Paralellogramm angeordnet waren. Im Zuge der Einführung des Genfer Wellenplans wurde Mitte der 70er Jahre einer dieser Masten abgebaut und durch einen 240 Meter hohen, gegen Erde isolierten, selbststrahlenden Gittermast ersetzt und in der Vorderpfalz in Nierstein wiederaufgebaut. Ein anderer Mast dieses Quartetts wurde zum Aufbau einer neuen Richtantenne um einige hundert Meter versetzt.

Bei dem 240 Meter hohen Sendemast, der als Rundstrahlantenne während der Tagsstunden dient und der wie alle Sendemassten des Bodenseesenders gegen Erde isoliert ist, sind die Pardunen so bemessen, dass sie für die Betriebsfrequenz 666 kHz ohne parasitäre Abstrahlungen zu verursachen, an den Ankerblöcken geerdet werden konnten und - mit Ausnahme der untersten Pardune - keine Trennisolatoren besitzen.

Geographische Koordinaten der drei 137 Meter hohen Sendemasten:

  • 48° 1'18" nördliche Breite, 9° 7' 3" östliche Länge
  • 48° 1'19" nördliche Breite, 9° 7' 12" östliche Länge
  • 48° 1'24" nördliche Breite, 9° 7' 18" östliche Länge
Geographische Koordinaten des 240 Meter hohen Sendemastes: 48° 1'27" nördliche Breite, 9° 7' 2" östliche Länge

Bis zum 19. Oktober 2004 wurde auf dem Areal des Bodenseesenders auch ein Kurzwellensender auf der Sendefrequenz 7265 kHz für die Verbreitung des Programms von SWR3 betrieben. Als Antenne diente eine Dipolantenne und eine Reusenantenne. Heute strahlt die Deutsche Welle auf dieser Frequenz ein Programm im DRM-Modus aus.

Im Frühling 2005 wurden die bei 48° 1'19" nördlicher Breite und 9° 7' 12" östlicher Länge sowie die bei 48° 1'24" nördlicher Breite und 9° 7' 18" östlicher Länge gelegene Sendemasten demontiert und verschrottet.

Weblinks


  • http://www.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0011553
  • http://www.structurae.de/structures/data/index.cfm?ID=s0011554

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Bodenseesender

Sendeturm

 

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