| Streckendaten | |
|---|---|
| Streckenlänge | 58.680 km (+ 7.18 km in SBB-Eigentum) |
| Spurweite | 1435 mm |
| max. Steigung | 24 Promille |
| Antrieb | dampfbetriebene Adhäsionsbahn |
| Elektrifizierung | 1931/32 |
| Stromsystem | 15kV 16.7 Hz |
| Eröffnung | 3. Oktober 1910 |
| Fusion | 1. Januar 2001(zur SOB AG) |
Die Bodensee-Toggenburg-Bahn, abgekürzt BT ist eine ehemalige Eisenbahngesellschaft in der Ostschweiz.
Sie betrieb die Linien Romanshorn nach St. Gallen St. Fiden, St. Gallen HB nach Lichtensteig sowie Ebnat-Kappel bis Nesslau-Neu St. Johann. Die Strecken wurden 1910 eröffnet.
Die dazwischenliegenden Strecken St. Gallen St. Fiden nach St. Gallen HB sowie Lichtensteig nach Ebnat-Kappel gehörten der SBB, wobei Wattwil bis Ebnat-Kappel von der BT gepachtet wurde.
2001 fusionierte die BT mit der Südostbahn (SOB) zur Schweizerischen Südostbahn AG.
1889 bildete sich das Initativkommitee für eine Bodensee-Toggenburg-Bahn unter der Führung des Stadtrates von St. Gallen. Wegen der möglichen Finanzierungsprobleme der Rickenbahn, überlies man die Konzession Ebnat - Nesslau für die Rickenbahn, der daran interessierten Vereinigte Schweizerbahnen.
Im Jahre 1905 begann man mit dem Bau der BT in der Nähe von Lichtensteig, wo man mit dem Bau des Wasserfluhtunnels begann. Der Bau des Sitterviadukts war eine weitere Grossbaustelle. Durch den schweren Unfall im Bruggwaldtunnel (Wittenbach - St Fiden), Hangrutschen, Arbeitsunruhen und den geschäftlichen Schwierigkeiten des Unternehmers musste die für den Frühling 1910 geplante Eröffnung um ein halbes Jahr verschoben werden. Am 3. Oktober 1910 konnten die Strecken, Romanshorn -St. Gallen St. Fiden und St. Gallen Wattwil, feierliche Eröffnet werden.
Die Strecke Ebnat-Kappel - Nesslau wurde erst am 1. Oktober 1912 eröffnet.
1925 beschaffte sich die BT zwei Benzintriebewagen, die sich zwar betrieblich bewährten, technisch aber nicht.
Am 4. Oktober 1926 kam es im Rickentunnel zu einem schweren Unglück, welches die SBB dazu verleitete den Tunnel umgehend zu elektrifizieren (siehe entsprechenden Artikel Rickentunnel).
Da dadurch kein durchgehender Dampfbetrieb nach Rapperswil mehr möglich war entschloss man sich 1930 die BT vollumfänglich zu elektrifizieren.
Ab dem 4. Oktober 1931 konnte die Strecke St. Gallen – Nesslau und ab dem 24. Januar 1932 die Strecke Romanshorn - St. Gallen elektrisch befahren werden. Die für den elektrischen Betrieb beschafften Be 4/4 waren die ersten laufachslosen Lokomotiven der Schweiz.
Auch waren nach der Elektrifizierung der SOB zwei Be 4/4 an die SOB vermietet.
Schon 1955 kam erstmals die Idee auf, den Zugsförderungsdienst und die Werkstätten zusammen zu legen. Dieser Vertrag wurde aber damals abgelehnt.
Die Strecken der BT haben 15 grössere Brücken, darunter die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz, das 366 Meter lange Sitterviadukt. Es ist auch die längste Brücke der BT, und als gemauertes Viadukt mit einem 120 Meter langen Fachwerkmittelteil ausgeführt.
Als Besonderheit ist die doppelspurige Strecke Lichtensteig - Wattwil zu erwähnen. Das westliche Gleis gehörte der SBB und das östliche der BT.
Die BT hatte nicht weniger als 7 Gemeinschaftsbahnhöfe.
Ehemalige Bahngesellschaft (Schweiz) | Sankt Gallen (Kanton)
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"Bodensee-Toggenburg-Bahn".
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