| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_fehlt.jpg Wappen | Karte Bodenmais in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern |
| Landkreis: | Regen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 714 m ü. NN |
| Fläche: | 45,28 km² |
| Einwohner: | 3.335 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 75 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 94249 |
| Vorwahl: | 09924 |
| Kfz-Kennzeichen: | REG |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 76 117 |
| Gliederung: | XX Ortsteile |
| Adresse der Verwaltung: | Markt Bodenmais Bahnhofstr. 56 94249 Bodenmais |
| Website: | www.bodenmais.de |
| E-Mail-Adresse: | info@bodenmais.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Fritz Wühr (CSU) |
Nachdem die Gewinnung von Edelmetallen zurückging, stellte sich das Bergwerk 1542 auf die Erzeugung von Vitriol um, das damals zum Färben der Stoffe Verwendung fand. Mit der Umwandlung in eine Hofmark 1580 erloschen die Rechte der freien Bergstadt. Ab 1760 geriet der Absatz von Vitriol ins Stocken. Durch ein neues Verfahren, Potée zu erzeugen, die zum Schleifen der Gläser und Polieren der Spiegel Verwendung fand, erlebte das Werk in den Jahren 1870 bis 1914 seine größte Blütezeit. Bodenmaiser Potée ging in die ganze Welt. Aber durch die Entwicklung neuer Herstellungsverfahren war man bald nicht mehr konkurrenzfähig, und schließlich wurde der Betrieb 1962 eingestellt.
Nachdem sich schon ab dem 15. Jahrhundert Glashütten im Bodenmaiser Raum ansiedelten, wurde Bodenmais nach 1945 innerhalb von 30 Jahren zum Glasveredlungszentrum und bietet heute die größte Bleikristallauswahl Deutschlands. Da sich hier, abseits der großen Verkehrsverbindungen, keine Industrie, außer der Glasindustrie, ansiedeln wollte, hat man frühzeitig den Fremdenverkehr als Erwerbsmöglichkeit erkannt. Der Ursprung geht schon zurück auf das Jahr 1883, in dem in Bodenmais der Bayerische Waldverein gegründet wurde. Nach dem Krieg wurde der Fremdenverkehr weiter ausgebaut und Bodenmais zum bekanntesten und meistbesuchten Kurort des Bayerischen Waldes.
1945 wurde Bodenmais zum Luftkurort erklärt und 1958 zum Markt erhoben. 1962 begann man mit dem Bau eines beheizten Freibades, 1967 erfolgte der Kurhausbau und 1972 konnte das Hallenbad in Betrieb genommen werden. 1989 erfolgte die Fertigstellung des neuen Rathauses mit Kurverwaltung, der Tiefgarage und des Kurparks. Als krönenden Abschluss der Bemühungen des Ortes im touristischen Bereich erhielt man im Dezember 1992 das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“.
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