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Bobby McFerrin (* 11. März 1950 in New York City) ist ein US-amerikanischer Vokalkünstler, der auf seinen Alben die meisten Instrumente mit seiner Stimme simuliert.

Kindheit


Sein Vater, Robert McFerrin, war in den 1950ern der erste afro-amerikanische Opernsänger (ein Bariton) in der Metropolitain Oper in New York. Seine Mutter, Sara, gab ihre Karriere auf, um ihren Mann zu unterstützen. Bobbys Lieblingsplatz als Kind war unter dem Klavier, wenn sein Vater Gesangsunterricht gab. Sein Vater gab ihm nie Unterricht. Doch er lernte viel über Musik durch reines Zuhören von seinem Vater. Mit 6 Jahren bekam er Klavierunterricht und lernte ebenso Klarinette und Flöte spielen.

Karriere


Richtig zum Sänger berufen fühlte er sich erst im Alter von 27 Jahren. Da bekam er die Idee, einfach alleine ohne Band raus auf die Bühne zu gehen und irgendetwas aus dem Stand zu improvisieren. Zuerst verdrängte er die Idee, weil sie zu radikal war. Doch dann folgte er ihr - bis heute.

Bekannt wurde McFerrin mit seinem Debütalbum "Livin March" (1968). Später kamen namhafte Songs wie "Nice weather" (1975), "Good, well, better" (1976) und schließlich "Don't worry, be happy" (1988) an die Öffentlichkeit, die ihm weltweite Anerkennung verschafften. Letzterer beruht auf einem Zitat von Meher Baba. Er erhielt 1990 einen Grammy für sein Lebenswerk. Sein Album "Legend" (1988) wurde weltweit über 10 Millionen mal verkauft. Seit den 1990er Jahren arbeitete er erfolgreich mit anderen namhaften Musikern des Jazz, wie dem Pianisten Chick Corea ("Play" 1992), oder der Klassik, wie dem Cellisten Yo-Yo Ma ("Hush" 1992). Er dirigierte auch unterschiedlichste Orchester sowohl für Plattenaufnahmen als auch auf Festivals.

  • 2003 wurde ein Fernsehfilm über ihn aufgenommen: "Bobby McFerrin & Chick Corea - We play - eine musikalische Freundschaft", der über ein Konzert der beiden beim Verbier Musik-Festival in der Schweiz die Vorbereitung zeigt, wie sie zusammen mit einem Jugendorchester das Stück "Spain" von Chick Corea proben. Der Film berichtet über die musikalische Freundschaft, die die beiden seit Jahren verbindet und wurde 2005 auf ARTE gezeigt und lief in verschiedenen dritten Programmen des deutschen Fernsehens.

  • 2005-2006: Zur Zeit nimmt er ein Sabbatical-Jahr, um auszuspannen und mit seiner Frau und seinen drei Kindern zusammenzusein. Er wird voraussichtlich ab September 2006 wieder Konzerte geben.

Als Dirigent


Er dirigiert seit dem Jahr 1990. Damals wurde er zum Spaß gefragt, ob er vielleicht Lust hätte und hinterher betrieb er es dann immer ernsthafter. Laut eigenen Angaben hatte er eine Lehrstunde bei den Dirigenten Leonard Bernstein und Seiji Ozawa. Bis heute hat er die verschiedensten Orchester weltweit dirigiert und es liegen auch einige Plattenaufnahmen dieser Arbeiten vor.

Familie


Mit seiner Frau Debbie ist er seit 25 Jahren verheiratet und hat drei Kinder.

Hits


Interpret des Hits "Don't worry, be happy" (1988), in dessen Video zum Song Robin Williams zu sehen ist.

Diskografie


  • 2004: Konzert für Europa - The Schönbrunn Concert (Bobby McFerrin dirigiert die Wiener Philharmoniker)
  • 2002: Beyond Words
  • 1997: Circle Songs
  • 1996: The Mozart Sessions
  • 1996: Bang Zoom
  • 1995: Paper Music
  • 1992: Live (mit Herbie Hancock)
  • 1992: Hush (mit Yo-Yo Ma)
  • 1992: Play (mit Chick Corea)
  • 1990: Medicine Man
  • 1988: Simple Pleasure
  • 1988: Lady Fair
  • 1986: Spontaneous Inventions
  • 1984: The Voice
  • 1982: Bobby McFerrin

Sideman-Aufnahmen


  • 2004: Magic hour (Wynton Marsalis)
  • 2003: Little words (Bela Fleck); Rendez-vous in New York (Chick Corea)
  • 1998: In my life (various)
  • 1995: Hand in hand: Songs of Parenthood (various); The Music of Disney's Cinderella (various); Dreamland (The Yellow Jackets)
  • 1994: Extra Special Edition (Jack DeJohnette)
  • 1991: The Laziest Gal in Town (Gal Costa)
  • 1989: Back on the block (Quincy Jones); Strange Angels (Laurie Anderson)
  • 1988: Cocktail (Soundtrack); Duets (Rob Wasserman u. a.); Heart's horizon (Al Jarreau)
  • 1987: The Just so stories (Bobby McFerrin and Jack Nickolson)
  • 1986: Round midnight (various); The other side of Round midnight (various); Dialects (Joe Zawinul)
  • 1985: Watching my life go by (Michael Hedges); Vocalese (The Manhattan Transfer)
  • 1986: The Sportin' Life (Weather Report)
  • 1984: A Night in Copenhagen (Charles Lloyd Quartet); A Tribute to Thelonius Monk (various)
  • 1984: Tangents (Chico Freeman)
  • 1983: The Young Lions (various)
  • 1982: The Best it yet to come (Grover Washington jr.)
  • 1980: Journey to the one (Pharroah Sanders)

DVD


  • 2005: Spontaneous Inventions
  • 2005: Bobby McFerrin & Nigel Kennedy - Spirits of Music, Part 2
  • 2004: Bobby McFerrin & Nigel Kennedy - Spirits of Music, Part 1
  • 2002: Nigel Kennedy & Bobby McFerrin - Spirits of Music (2 DVDs)

Grammys


  • 1985 „Another Night In Tunisia“ mit Jon Hendricks
    • "Best Vocal Arrangement for two or more voices"
  • 1985 „Another Night In Tunisia“ mit Cheryl Bentyne
    • "Best Jazz Vocal Performance, male"
  • 1986 „Round Midnight“
    • "Best Jazz Vocal Performance, male"
  • 1987 „What Is This Thing Called Love“
    • "Best Jazz Vocal Performance"
  • 1987 „The Elephants’s Child“ mit Jack Nicholson
    • "Best Recording for Children"
  • 1988 „Don’t Worry, Be Happy“
    • "Record of the year",
    • "Song of the year",
    • "Best Pop Vocal Performance, male"
  • 1988 „Brothers“
    • "Best Jazz Vocal Performance"
  • 1992 „Round Midnight“
    • "Best Jazz Vocal Performance"

Weblinks


  • http://www.bobbymcferrin.com/ - Offizielle Webpräsenz
  • http://www.zeit.de/archiv/2002/50/Traum_2fMcFerrin (2002 - Artikel von Bobby McFerrin - "Ich habe einen Traum")

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