article

Unter einem Blutsturz versteht man eine plötzliche, starke Blutung aus einer Körperhöhle, die nicht durch eine Verletzung herbeigeführt wurde. Man kennt das Bluterbrechen (Hämatemesis) oder starke Blutungen aus Lunge, Nase, Mund, das sogenannte Bluthusten (Hämoptoe), aber auch starke Blutungen aus Scheide oder After. In der Volksmedizin und in der Geschichte wurde zwischen diesen verschiedenen Erkrankungen oft nicht genauer unterschieden, auch wenn medizinisch sehr unterschiedliche Ursachen dahinter stehen. Der Blutsturz ist eine ernste Erkrankung und kann zum Tod durch den Blutverlust führen.

Geschichte


In der Geschichte und Literatur wird immer wieder vom "Blutsturz" als Todesursache berichtet. Attila starb in seiner Hochzeitsnacht daran. Sulla, dem der Blutsturz zu seiner Tuberkulose und Hautkrankheit zusetzte, wurde von der Schwäche überrempelt. Goethe erlitt 1768 einen Blutsturz, vermutlich aufgrund einer Tuberkulose. Novalis starb mit 29 Jahren an einem Blutsturz. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er einige Jahre später, am 3. Juni 1924, starb.

Ursachen


Die häufigsten Ursachen des Bluterbrechens sind Blutungen aus Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, schweren Entzündungen der Schleimhaut in Magen oder Zwölffingerdarm oder aus so genannten Ösophagusvarizen (d. h. erweiterte Venen im unteren Abschnitt der Speiseröhre). Diese werden mittels Magenspiegelung erkannt und behandelt.

Die häufigsten Ursachen des Bluthustens sind Tumoren der Lunge, Lungentuberkulose und Bronchiektasen (= Erweiterungen der kleinen Bronchien, die sich nicht mehr zurückbilden). Geringere Blutbeimengungen beim Abhusten kann es aber auch bei einer stärkeren Bronchitis geben. Mittels Bronchoskopie kann versucht werden, die Blutungsquelle zu finden

Notfallmedizin

Hemoptysis | Blodstörtning

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Blutsturz".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld