Blutige Entlassung ist ein in der politischen Auseinandersetzung um die Fallpauschalen gebrauchtes Schlagwort für die Verweildauerverkürzung. Diese beschreibt die Situation, dass Patienten aus wirtschaftlichen Gründen vorzeitig aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Bei der Abrechnung nach Tagessätzen führten verlängerte Krankenhausaufenthalte zu Mehrerlösen bei den Krankenhäusern, im Zuge der Gesundheitsreform wurden Maßnahmen eingeleitet, den möglichen Missbrauch durch eine weitere, medizinisch überflüssige stationäre Behandlung zu verhindern. Im Gegensatz dazu wird bei einer Abrechnung nach Fallpauschalen der Erlös einer Klinik umso mehr sinken, je länger ein Patient im Krankenhaus verweilt. Daher besteht für die Krankenhäuser ein wirtschaftlicher Anreiz, Patienten so früh wie möglich nach Hause oder in die ambulante Weiterbehandlung zu entlassen.
Von niedergelassenen Ärzten wird kritisiert, dass sie das wirtschaftliche Risiko der Entlassungen zu tragen haben, da die ambulanten Behandlungen durch die nicht abgeschlossene Heilung teurer und aufwändiger werden, ohne dass sie bei den Krankenkassen vollständig abgerechnet werden können.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Blutige Entlassung".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world