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R: 61-20/22-33-50/53-62
S: 13-20/23-45-60/61
Strukturformel
Pb2+ SO42-
Allgemeines
Name Blei(II)-sulfat
Andere Namen Plumbosulfat, Bleivitriol
Summenformel PbSO4
CAS-Nummer 7446-14-2
Kurzbeschreibung weißer kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molmasse 303,26 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 6,35 g/cm³
Schmelzpunkt 1170 °C
Siedepunkt ? °C
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit fast unlöslich in Wasser
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze
MAK 0,1 mg/m³

Blei(II)-sulfat (PbSO4), ein weißer kristalliner Feststoff, ist das Blei(II)-Salz der Schwefelsäure.

Vorkommen


In der Natur findet man Blei(II)-sulfat in Form von rhombischem, diamantglänzendem Anglesit (Vitriolbleierz). In reinem Zustand spricht man auch von "Bleiglas".

Bei der Entladung von Bleiakkumulatoren bildet sich Blei(II)-sulfat:

\mathrm{Pb(s) + SO_4^{2-}(aq) \rightarrow PbSO_4(s) + 2e^-}
Am Minuspol des Akkumulators wird Blei in Bleisulfat umgewandelt.

\mathrm{PbO_2(s) + 4H^+(aq) + SO_4^{2-}(aq)\rightarrow PbSO_4(s) + 2H_2O}
Am Pluspol entsteht aus Bleioxid und Sulfat Bleisulfat.

Darstellung


Das in Wasser weitgehend unlösliche Blei(II)-sulfat entsteht als weißer Niederschlag bei der Reaktion löslicher Blei(II)-salze wie Blei(II)-nitrat oder Blei(II)-acetat mit löslichen Sulfaten wie Natriumsulfat oder Schwefelsäure:

\mathrm{Pb(NO_3)_2(aq) + Na_2SO_4(aq) \rightarrow 2NaNO_3(aq) + PbSO_4(s)}

Eigenschaften


Die Blei-Verbindung ist ein Feststoff mit einer relativ hohen Dichte von 6,35 g/cm3. In Wasser ist sie nahezu unlöslich, in konzentrierter Schwefelsäure und starken Säuren löst sie sich gut.

\mathrm{PbSO_4(s) + H_2SO_4(aq) \rightarrow Pb(HSO_4)_2(aq)}

Deswegen enthält Schwefelsäure, die nach dem Bleikammerverfahren gewonnen wird, Blei(II)-sulfat, das beim Verdünnen der Säure größtenteils wieder ausfällt.

Konzentrierte Alkalilaugen vermögen Blei(II)-sulfat unter Bildung von Alkalihydroxoplumbiten zu lösen.

\mathrm{PbSO_4(s) + 2NaOH(aq)\ \rightarrow Pb(OH)_2 + Na_2SO_4(aq) + H_2O\ \overrightarrow{\leftarrow}\ Pb(OH)_3^- + H^+}

Verwendung


Blei(II)-sulfat verwendet man als weiße Malerfarbe. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie gegen Licht und Luft beständig ist. Nachteilig ist dagegen, dass die Farbe schlechter deckt und trocknet als zum Beispiel Bleiweiß. Schwefelwasserstoff und Bleisulfidbildung führen zu einem Nachdunkeln. Darüber hinaus wird Blei(II)-sulfat für die Herstellung von Leinölfirnis sowie als Beschwerungsmittel verwendet.

Das Ausfällen von Blei(II)-sulfat durch Versetzen von Bleisalzlösungen mit verdünnter Schwefelsäure wird in der Analytik zur quantitativen Bestimmung von Blei genutzt.

Chemische Verbindung | Gift

Lead(II) sulfate | Сульфат свинца(II)

 

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