| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bleicherode-coa.png | Karte Bleicherode in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Nordhausen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 237 m ü. NN |
| Fläche: | 20,43 km² |
| Einwohner: | 6.758 (31. Dezember 2004) |
| Postleitzahl: | 99752 |
| Vorwahl: | 036338 |
| Kfz-Kennzeichen: | NDH |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 62 002 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 37 99752 Bleicherode |
| Website: | www.bleicherode.de |
| E-Mail-Adresse: | info@bleicherode.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Frank Rostek (CDU) |
Bleicherode ist eine Kleinstadt im Landkreis Nordhausen (Thüringen, Deutschland) mit etwa 6.400 Einwohnern.
Zur erfüllenden Gemeinde Stadt Bleicherode gehören der eingemeindete Ortsteil Elende sowie die Gemeinden Etzelsrode, Friedrichsthal, Kehmstedt, Kleinbodungen, Kraja, Lipprechterode, Niedergebra und Obergebra.
Am 18. April 1822 wurde in Bleicherode August Petermann geboren. Er war einer der bedeutendsten Kartografen seiner Zeit.
Nachdem 1888 im Raum Bleicherode Kalilager nachgewiesen worden waren, begann man 1899 mit der Förderung von Kalisalzen. Die Kaliindustrie prägte die Stadt bis 1990, als in Folge des politischen und wirtschaftlichen Umschwungs die Kaliförderung größtenteils eingestellt wurde. Bis auf einen kleinen Rest wird heute noch Versatzbergwerk betrieben und die ehemalige Rückstandshalde wird zusammen mit der Universität Göttingen mittelfristig begrünt. Dazu wird in verschiedenen terrassenförmigen Stufen Bau- und Erdaushub aufgetragen. Von 1911 bis zum 2. Weltkrieg war die Stadt ein staatlich anerkannter Luftkurort. Am 9. November 1938 wurde die Synagoge in Brand gesteckt und brannte aus. Im Zuge der Judenpogrome verlor die Stadt ihre große jüdische Gemeinde. Ein jüdischer Friedhof befindet sich ausserhalb des Stadtgebietes und ist nicht öffentlich zugänglich.
Wernher von Braun verlegte 1944 die Raketenforschung und -produktion der V2-Rakete hierher, da in Peenemünde die Rote Armee einzumarschieren drohte. In Bleicherode konnte er die Anlagen in den Stollen gut unterbringen bzw. verstecken. Bis 1945 wurden hier 5.000 Raketen des Typs V 2 hergestellt, und zwar mit Hilfe vieler Zwangsarbeiter, die in einem eigens dafür eingerichteten KZ Dora-Mittelbau in Nordhausen.
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt zunächst von amerikanischen, später von russischen Streitkräften besetzt. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands war die Stadt damit Teil der russischen Besatzungszone bzw. später der Deutschen Demokratischen Republik. 1997 wird der Ort in die "Deutsche Fachwerkstraße" aufgenommen. Im Jahre 2005 begeht Bleicherode sein 875-jähriges Stadtjubiläum. Höhepunkt dieses Ereignisses ist ein großer Festumzug der verschiedensten Vereine aus Bleicherode.
Bleicherode liegt ca. 3 km von der Bundesstraße 80 (Halle - Kassel) und in etwa gleicher Entfernung von der sich im Bau befindlichen Autobahn 38 (Südharzautobahn). Die Stadt erhält einen eigenen Autobahnzubringer. Am Bahnhof in Bleicherode Ost (Strecke Halle–Kassel) halten sowohl die Regionalexpresse wie auch die Regionalbahnen der Deutschen Bahn AG. Die ehemalige Bahnlinie von Bleicherode Ost über Bleicherode Stadt nach Großbodungen wird seit ein paar Jahren nicht mehr bedient.
Hans-Günther Bücking, Deutscher Kameramann und Regiesseur
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