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Strukturformel
Pb4+ O2-2
Allgemeines
Name Blei(IV)-oxid
Andere Namen Bleidioxid
Summenformel PbO2
CAS-Nummer 1309-60-0
Eigenschaften
Molmasse 239,2 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte α-PbO2 9,643 g/cm³
β-PbO29,773 g/cm³
Schmelzpunkt 290°C
Siedepunkt Nicht anwendbar, da Zersetzung
Dampfdruck Nicht anwendbar
Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser, löslich in heißer, konz. KOH
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze R: 61-E20/22-33-50/53-62
S: 53-45-60-61
MAK 0,1 mg/m3
 

Gewinnung und Darstellung


Blei(IV)-oxid wird technisch entweder über elektrolytische Oxidation oder über chemische Oxidation mit starken Oxidationsmitteln wie Chlor hergestellt.

Pb2+ + 2H2O \rightarrow PbO2 + 4H+ + 2e-
Pb2+ + 2H2O Cl2 \rightarrow PbO2 + 4H+ + 2Cl-

Eigenschaften


Physikalische Eigenschaften

Bleidioxid zeigt zwei unterschiedliche Modifikationen: α-PbO2 und β-PbO2
  • α-PbO2 ist ein schwarzbraunes Pulver. Es kristallisiert unter Normalbedingungen in der Rutilstruktur.
  • β-PbO2 ist ein schwarzes Pulver, daß aus α-PbO2 bei 300°C und 40000 bar entsteht.

Chemische Eigenschaften

α-PbO2 ist ein starkes Oxidationsmittel.
Es geht beim Erhitzen unter Abspaltung von Sauerstoff zuerst in das Blei(II,IV)-oxid-Mischoxid und oberhalb von 550°C in Blei(II)-oxid über.

Verwendung


Aufgrund des hohen Oxidationsvermögens wird Bleidioxid sowohl großtechnisch als auch im Labor viel verwendet. Man verwendet es zur Herstellung von Farbstoffen, Chemikalien und als Reibmasse an Streichhölzern. Außerdem findet es Anwendung in der Feuerwerkerei, als Elektrode in Akkumulatoren und zur Härtung von Sulfidpolymeren.

Blei(IV)-oxid wird in der organischen Chemie als starkes Oxidationsmittel verwendet.

Sicherheitshinweise


Blei(IV)-oxid ist erbgutschädigend, gesundheitsschädlich und umweltgefährlich. Außerdem steht es in dem Verdacht cancerogen zu sein. Die maximale Arbeitsplatz-Konzentration beträgt 0,1 mg/m3 Blei(IV)-oxid trägt die CH-Giftklasse 2 (sehr starke Gifte)

Chemische Verbindung

 

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