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Dresden_Germany_Bridge_Blaues_Wunder.jpg | DresdenBlauesWunder.jpg | Loschwitz Blaues Wunder 1900.jpg]]

Das „Blaue Wunder“ ist der volksmundliche Name der Loschwitzer Brücke in Dresden (bis 1912: „König-Albert-Brücke“). Sie ist eine Brücke über die Elbe und verbindet die Villengegenden bzw. Wohngegenden Blasewitz und Loschwitz miteinander. Sie wurde 1893 fertiggestellt. In der Entstehungszeit war sie eine der ersten Brücken dieser Spannweite aus Metall, welche keine Strompfeiler in der Elbe benötigte - unter anderem deshalb wurde sie als Wunder bezeichnet.

Erbaut wurde die Brücke 1891 - 1893 von Claus Koepcke (* 28.10.1831, † 21.11.1911) und H. M. Krüger als "versteifte 3-gelenkige Hängebrücke", wie Claus Koepcke zu seiner Brücke zu sagen pflegte. In Wahrheit jedoch ist das "Blaue Wunder" eine Auslegerbrücke.

Im Jahre 1935 wurde die Brücke umgebaut, um mehr Platz für die Fahrbahn zu gewinnen, indem beidseits die Gehwege auf die Außenseiten der Brücke verlagert wurden.

Technische Daten:

  • Spannweite: 280 m
  • Gewicht: 3500 t

Kosten:

  • Baukosten: 2,25 Mio M
  • Anstrich: 57.000 M

Der Name „Blaues Wunder“ ist auf die hellblaue Farbe der Brücke zurückzuführen. Bis heute hält sich das Gerücht, die Brücke sei ursprünglich grün (aus den Mischfarben Kobaltblau und Chromgelb) angestrichen gewesen und erst durch Witterungseinflüsse (andere Quellen sprechen nur von der Sonneneinstrahlung) hätten sich die Gelbanteile verflüchtigt und nur das Blau sei übrig geblieben. Es gibt jedoch eine Reihe journalistischer und handfester Belege für die ursprüngliche Farbe Blau. So gibt es Artikel in Zeitungen aus der Zeit der Erbauung und eine Münzgedenkprägung anlässlich der Einweihung der Brücke, in welchen die Brücke schon als „Blaues Wunder“ bezeichnet wird.

Die Stahlteile der Brücke wurden in der Königin-Marien-Hütte in Cainsdorf bei Zwickau gefertigt, die bis zu ihrer Insolvenz im Jahre 2005 als Sächsische Anlagen- und Maschinenbau GmbH (SAM) firmierte.

Für die Benutzung der Brücke musste bis 1923 (*) bezahlt werden:

  • Fußgänger, Straßenbahnfahrgäste, Rad- und Kraftfahrer zahlten 2 Pfennige
  • Zugtiere kosteten 10 Pfennige
  • Kraftfahrzeuge zahlten 20 Pfennige
Abonnements und Sonderregelungen waren möglich. In kurzer Zeit sammelte sich ein Überschuss an, der unter anderem für die Stützmauer in der Loschwitzer Schillerstraße verwendet wurde. Sie wurde daraufhin im Volksmund "Zwee-Pfeng-Mauer" genannt.

1945 wurde die Brücke unabhängig voneinander durch mehrere Bürger vor der Sprengung durch die, auf der Flucht befindliche, Wehrmacht gerettet. Daran erinnert heute eine Gedenktafel.

Die Auslegerfachwerkbrücke hat bei einer Breite von 12 m Feldweiten von 61,76 m -146,68 m - 61,76 m. Bis 1985 führte die Straßenbahnlinie 4 (Gothawagen) und 15 (Tatra T4D) über die Brücke.

Unabhängig davon war "Blaues Wunder" eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Fußgängerbrücke über dem Goerdelerring in Leipzig. Die Brücke war eine Stahlkonstruktion, mit blauem Anstrich, die drei Seiten der großen Kreuzung miteinander verband. Die Brücke wurde in zwei Etappen, 1973 und 1978/79 erbaut und am 11. Juli 2004 abgerissen.

Siehe auch


Literatur


  • Klaus Beuchler: Entscheidung im Morgengrauen, Kinderbuchverl., Berlin, 1969
  • Volker Helas: Das Blaue Wunder. Die Geschichte der Elbbrücke zwischen Loschwitz und Blasewitz in Dresden, Fliegenkopf-Verl., Halle, 1995, ISBN 3-930195-07-0
  • Michael Wüstefeld: Blaues Wunder. Dresden wunderlichste Brücke, Be-bra-Verl., Berlin, 2002, ISBN 3-930863-81-2

Weblinks


Dresdner Sehenswürdigkeit | Straße in Dresden | Brücke in Sachsen | Hängebrücke | Stahlbrücke | Wahrzeichen

Blue Wonder

 

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